Meinen ersten Türkis habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen. Er sollte mich auf meinen Reisen beschützen und bis jetzt hat er einen guten Job gemacht. Ich habe ihn tatsächlich um die halbe Welt geschleppt, öfter mal verlegt, aber er ist immer wieder rechtzeitig vor den anstehenden Reise aufgetaucht.

Der Türkis gehört daher zu meinen Lieblingssteinen, Grund genug, ihm einmal einen Artikel zu widmen.

Der Türkis stammt meist aus dem Iran, China, Ägypten, Burma oder aus den USA. Mein Reisestein stammt übrigens auch aus Arizona.

In der Antike war der Stein gerade im alten Ägypten sehr beliebt.

Er wurde häufig zusammen mit Lapislazuli und roten Steinen (Karneol oder Jaspis) verwendet. So findest du Türkis zum Beispiel auch auf der weltberühmten Totenmaske von Tutanchamun und auch auf vielen seiner Grabbeigaben.

Skarabäen wurden gern aus Türkis geschnitzt und viele, die heute an Touristen verkauft werden, sind zumindest türkisfarben.

 

Der Türkis war der heilige Stein der Göttin Hathor, der Göttin der Liebe, des Todes, des Friedens, der Schönheit, des Tanzes, der Kunst und der Musik.

Bei den Maya und Azteken wurde der Stein zu kunstvollen Masken verarbeitet. Ohrpflöcke bestanden auch häufig aus Gold und waren mit Türkisen versehen.

Die Indianer Nordamerikas stellten ebenfalls Schmuck und magische Amulette aus diesem Stein, denn sie glaubten, er stelle eine Verbindung zum Himmel und den Seen her.

Viele Kulturen haben ihn als Schutzstein gegen böse Zauber verwendet. Er soll Glück bringen und auch Wohlstand anziehen.

Für Hildegard von Bingen zählte er zu den wichtigsten Heilsteinen.

Seinen Namen verdankt er übrigens einem Missverständnis. Händler und Kreuzritter brachten ihn einst von ihren Reisen nach Europa und bezeichneten ihn als türkischen Stein, obwohl es dort keine Vorkommen gibt. Sie hatten ihn wohl aus Persien, dem heutigen Iran, dessen Nationalstein der Türkis ist. Die feinen Unterschiede waren den Herren egal, es war der Orient.

Das Blau des Türkis wird als sehr kalt empfunden und erinnert an Gletscher und Eis.

Du bekommst ihn häufig als Rohstein, Schmuckstein (gerade Indianderschmuck), als Figur oder als Donut.

 

1. Wirkung

Der Türkis soll uns dabei helfen, die Ursachen unseres Handels zu erkennen und Verantwortung für unser Tun zu übernehmen.

Er soll Stimmungsschwankungen ausgleichen und Intuition fördern.

Er soll gleichzeitig beruhigend und belebend wirken.

Er fördert das Selbstvertrauen. Wenn du schüchtern bist, dann kann eine Halskette oder ein Anhänger aus Türkis nicht schaden und es sieht in jedem Fall schön aus.

Er soll vor Gefahren warnen und daher gerade bei Reisen vor Unglück schützen. Das kann ich zumindest bis jetzt bestätigen, denn ich verreise nicht ohne meinen Türkis und bisher ging immer alles gut. Mein Türkis hat sich aber auch noch nie verfärbt.

Für Edelsteinwasser ist er definitiv nicht geeignet. Der Türkis ist ein Kupfer-Aluminium-Polonium-Phosphat und das solltest du wirklich nicht innerlich aufnehmen. Daher gehört er auch nicht in Kinderhände und nicht in Kindermund.

 

2. Zuordnung zu den Chakren

Mit seiner blauen Farbe wird der Türkis dem Halschakra zugeordnet und steht damit für Kommunikation nach innen und außen.

3. Reinigung

Der Türkis ist ziemlich weich und empfindlich. Ich reinige ihn daher nur, indem ich ihn auf meiner Amethyst-Druse entlade und in meinen Trommelsteinen aus Bergkristall auflade.

Statt des Amethysten kannst du auch Hämatit-Trommelsteine nehmen.

Deinen Türkis solltest du nicht Hitze, Seife und Sonne aussetzen. Wenn du einen Ring mit Türkisen hast, dann nimm ihn lieber ab, wenn du dir die Hände wäschst, denn der Stein könnte langfristig gesehen wirklich beschädigt werden.

Wichtiger Hinweis:

Die Wirkweisen, die ich beschreibe, sind entweder traditionelle Überlieferungen oder eigene Erfahrung. Sie ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keinerlei Heilversprechen und verordne keine Heilmittel. Meine Tätigkeiten fallen nicht unter das Heilpraktikergesetz. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und führe keine medizinischen Behandlungen durch. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Arzt und keine Heilpraktikerin bin.

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen hast Du mit Türkisen gemacht? Ich freue mich über Deinen Kommentar.