Die Eibe ist ein ganz besonderer Baum und wird in vielen Kulturen als heilig verehrt.
Sie ist allein deshalb besonders, weil es männliche und weibliche Bäume gibt.

Die Eibe galt schon immer als Todesbaum. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn außer dem roten Fruchtfleisch sind alle Bestandteile für Menschen giftig.

Die Nadeln wurden früher als Gift verwendet und noch heute findest Du die Eiben häufig auf Friedhöfen, denn sie wird als Vermittlerin zwischen den Lebenden und den Toten gesehen.

Die Eibe braucht wenig Licht und ist ein Schattenbaum. Das trägt natürlich auch dazu bei, dass sie mit der Unterwelt in Verbindung gebracht wird. Sie kann Dich auch in Kontakt mit Deinen Schatten bringen.

Bei den Kelten und Germanen soll sie für Abwehrzauber eingesetzt worden sein. Sie soll böse Geister verjagen und vor Unheil schützen. Daher wurden kleine Amulette aus Eibenholz am Körper getragen und später auch kleine Kreuze, die vor Krankheiten schützen sollten.

Die Eibe gilt nicht nur als Todes- sondern auch als Lebensbaum. Sie ist ein immergrüner Baum und hat eine außergewöhnlich lange Lebensdauer. Sie kann bis zu 2000 Jahre alt werden, aber diese alten Bäume sind inzwischen sehr selten geworden.

Aus dem harten Holz fertigte man früher Armbrüste, Pfeile und Lanzen, die den Feinden den Tod bringen sollten. Die Pfeile hat man mit Eibensud vergiftet. Davon abgesehen war das zähe und dennoch elastische Holz gerade für Bögen perfekt geeignet.

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Eibenwald

Wenn Du in Oberbayern wohnst oder mal in der Gegend bist, dann lohnt sich der Besuch des Paterzeller Eibenwaldes bei Wessobrunn.

Dort findest Du mit über 2000 Bäumen den größten zusammenhängenden Eibenbestand Deutschlands.

Die Eiben sind dort bis zu 1000 Jahren alt und der Wald ist ein Naturschutzgebiet.

1995 wurde ein Eibenlehrpfad angelegt und führt Dich mit zehn Informationstafeln durch diesen einmaligen Wald.

Eihwaz/Eoh

Eihwaz bedeutet Eibe und wie dieser Baum verbindet diese Rune Leben und Tod, die untere Welt mit der oberen Welt, Dunkelheit und Licht.

Sie steht für Transformation, Tod und Neubeginn, aber auch für Schutz und Verteidigung.

Sie repräsentiert den Weltenbaum Yggdrasil, wobei es hier unterschiedliche Meinungen gibt, ob damit tatsächlich die Eibe oder die Esche gemeint ist.

Diese Rune kann Dir dabei helfen, mit anderen Ebenen Kontakt aufzunehmen und unterstützt Dich bei Veränderungen. Sie schenkt Dir Willenskraft und Ausdauer.

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Meditation

Besonders wirkungsvoll ist eine Meditation neben dem Baum, wenn es sehr warm ist. Allein die Ausdünstung von Taxinen bringen Dich schon in die Anderswelt.

Ich habe eine Scheibe aus Eibenholz glatt geschliffen. Das war wegen der Härte nicht ganz leicht und hat auch recht lange gedauert. Aber auf diese Weise habe ich eine besondere Beziehung zu diesem Stück Holz. Wenn ich sie in der Hand halte oder mich in ihre Ringe versenke, dann kann ich auch mit dem Geist der Eibe in Kontakt kommen.

Natürlich kannst Du die Eibe auch im Rahmen einer schamanischen Reise besuchen und die Wirkung noch verstärken, wenn Du Eihwaz mitbenutzt.

 

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Räuchern

Zum Räuchern kannst Du das Holz, die Rinde und die Spitzen der Triebe verwenden. Denke daran, dass es ein heiliger Baum ist und unter Naturschutz steht. Nimm daher nur so viel wie nötig, aber das gilt auch für alle anderen Pflanzen.

Behandele den Baum mit dem nötigen Respekt und denke daran, dass Holz und Nadeln giftig sind. Wasche Dir also nach dem Schnitt auch die Hände und verwende die Nadeln sparsam beim Räuchern.

Ich würde Dir empfehlen, Eibe aufgrund ihrer Giftigkeit nur draußen zu räuchern. Wenn Du drinnen räucherst, dann öffne die Fenster, damit die Konzentration nicht zu hoch wird.

Als Todes- und Wandelbaum wird die Eibe von Saturn und Pluto beherrscht.

Daher solltest Du sie räuchern, wenn es um Themen wie Veränderung, Loslassen, Transformation, Wiedergeburt und Ahnenkontakt geht.

Für Samhain oder auch bei schamanischen Reisen ist die Eibe auch eine passende Räucherung.

Eibe kannst Du gut mit Fichtenharz, Beifuß, Mistel oder Wacholder gut mischen. Fichte und Wacholder reinigen, Beifuß schützt, Mistel wirkt angstlösend, klärend und ist ebenfalls eine Schwellenpflanze.

 

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Wichtiger Hinweis:

Die Wirkweisen, die ich beschreibe, sind entweder traditionelle Überlieferungen oder eigene Erfahrung. Sie ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keinerlei Heilversprechen und verordne keine Heilmittel. Meine Tätigkeiten fallen nicht unter das Heilpraktikergesetz. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und führe keine medizinischen Behandlungen durch. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Arzt und keine Heilpraktikerin bin.

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen hast Du mit Eiben? Schreib Deine Gedanken doch in den Kommentar.