Wozu brauchst du einen Medizinbeutel?

Wozu brauchst du einen Medizinbeutel?

Vielleicht hast du schon vom Medizinbeutel gehört und dich gefragt, was das eigentlich ist.

Ist das ein Säckchen mit Pflastern und Desinfektionsmittel? Vielleicht noch mit einer Pinzette und Verbandszeug?

Nun ja, irgendwie schon, aber im übertragenen Sinn.

Für mich meint Medizin im übertragenen Sinn all das, was dir, deiner Seele guttut, was sie heilt und was dir Kraft gibt, wenn es dir einmal nicht so besonders gut geht. Es ist einfach die Medizin der Seele.

Was meine ich genau mit der Medizin der Seele?

Was die Medizin der Seele ist, da gibt es ganz unterschiedliche Betrachtungsweisen und ich stelle dir hier meine vor.

Du kennst sicher verschiedene Situationen oder auch Menschen,die dich auslaugen, die dir Kraft nehmen und dich erschöpft zurücklassen.
Vielleicht bist du auch manchmal traurig und weißt gar nicht, woher das kommt und was eigentlich los ist.

In diesen Momenten ist deine Seele nicht im Gleichgewicht, sei es wegen inneren oder äußeren Einflüssen.

Manchmal haben wir auch die Neigung, uns genau das auszusuchen, was uns nicht guttut. Dann hocken wir wie ein gefangenes Tier in der Grube und haben keine Ahnung, wie wir aus der Situation befreien sollen.

 

Die Seele ist in solchen Momenten aus dem Lot geraten, aber du kannst ihr helfen, wieder in Balance zu kommen. Um aus solchen Tiefs herauszukommen ist es gut, die eigene Medizin der Seele zu kennen.

Wenn du in die Stille gehst, dann kannst du dir die Frage stellen, was eigentlich los ist und ich glaube fest daran, dass du eine Antwort bekommen wirst.

Das kann ein Gefühl sein, ein Bild oder ein Wort, das du hörst. Das ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich und daher solltest du dich nicht verunsichern lassen, wenn andere Bilder sehen und du ein Gefühl spürst oder vielleicht auch etwas riechst. Das eine ist nicht besser als das andere, nur eben anders.

Diese innere Stimme  – ich nenne es jetzt einfach mal so, aber du weißt ja jetzt, dass alle Wahrnehmungen, also Sehen. Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken gleich gut und richtig sind – spricht zu dir und wenn du in dich hörst, dann weißt du meist auch, was sie dir sagen will.

Du spürst es, ob Menschen dir guttun oder nicht.

Du merkst, ob dir ein Ort Kraft gibt. Nebenbei, so einen Kraftort kannst du dir auch selbst Zuhause einrichten.

Du weißt, welche Musik dich glücklich macht und welche dich runterzieht.

Du kennst die Bilder, die du brauchst, um wieder zu lächeln und dich gut zu fühlen.

Du kannst all das herausfinden, wenn du dich in der Stille auf deine innere Stimme einstellst und ihr Fragen stellst.

Das können Fragen sein wie

  • Was stärkt mich?
  • Was nährt mich?
  • Was tut mir gut?
  • Was gibt mir Kraft?
  • Was zieht meine Energie?
  • Was blockiert mich?
  • Was laugt mich aus?

Ich bin sicher, dir fallen da auch noch ein paar weitere Fragen ein.

Du siehst, das sind Fragen, die dich leiten und dich dabei unterstützen, freundlich und liebevoll zu dir zu sein.

Schenke dir deinen persönlichen Medizinbeutel

Aus den Antworten der inneren Weisheit kannst du dir deinen persönlichen Medizinbeutel machen. Keine Angst, ich drifte jetzt nicht zu sehr zu den Indianern, Karl May und Winnetou ab.

Ich würde dir empfehlen, dir einen echten Beutel zu machen.

Das kann ein simpler Stoffbeutel sein, den du nähst und vielleicht mit Kraftsymbolen bestickst oder bemalst, ein gewebter, gestrickter oder gehäkelter, egal.

Wichtig ist, dass du ihn selbst machst, denn dann hast du auch einen Bezug dazu, vor allem, wenn du ihn in einer konkreten Absicht fertigst.

Und im Ernst, erzähle mir nicht, dass du es nicht schaffst, zwei Seiten von einem Rechteck irgendwie zusammenzunähen. Dazu brauchst du auch keine Nähmaschine. Im Zweifel helfen dir Videos und Anleitungen auf Youtube und Google weiter wie zum Beispiel diese hier oder hier.

Du kannst natürlich auch einen Beutel aus Leder machen. Dazu nimmst du ein Stück Leder und schneidest einen Kreis aus. Dann stanzt du entlang des Randes Löcher hinein, siehst einen Faden oder ein Lederband durch, fertig. Es geht also auch ohne Nähen.

Wenn du nun diesen Beutel hast, was kommt da hinein?

Genau das, was dich stärkt, was dich nährt, was dir gut tut und was dir Kraft gibt.

Es können zum Beispiel kleine Ritualgegenstände sein, z.B. eine Göttinnenfigur, die du immer dabei hast.

Das können Symbole sein oder ein Stein. Rosenquarz oder ein rosa Chalcedon sind wundervoll für das Herz, Bergkristall für die Klarheit.

Das kann auch ein kleines Büchlein sein, in das du deine schönsten Erlebnisse eingetragen hast, das können Fotos sein, Karten deines Lieblingsdecks, Zettel mit Wohlfühl-Boostern, Bilder oder Figuren deines Krafttieres, Kräuter, Opfergaben für die Spirits, ätherische Öle und und und.

Fang einfach an, deinen Beutel zu befüllen. Mit der Zeit werden einige Dinge dazukommen, andere wirst du entfernen. Er ist nie komplett fertig, sondern er entwickelt sich mit dir mit.

Du bleibst auch nicht stehen und bist in einem Jahr ein anderer Mensch als heute. Genauso wird dein Medizinbeutel ein wenig anders sein, wenn du in einem Jahr reinschaust.

Jeder Mensch hat seine eigenen Kraftgegenstände und daher gibt es hier absolut kein richtig und kein falsch.

Richtig ist immer das, was dich nährt. Da ist es so was von egal, was andere denken.

Du bist allein der Mensch, der zählt, denn es ist dein Medizinbeutel.

Ich verspreche dir eines: wenn es dir schlecht geht und du dann den Beutel öffnest, in dem Büchlein blätterst oder mit deinem absoluten Lieblingsstein meditierst oder dich mit deinem Krafttier verbindest, dann wird es dir besser gehen.

Räuchern

Du möchtest eine Räucherung, die dich bei deiner Medizinarbeit unterstützt?
Dann mische
3 Teile Weihrauch
2 Teile Benzoe
1 Teil Myrrhe
1 Teil Rosmarin

Räuchere diese Mischung, wenn du den Beutel nähst, deine Erlebnisse aufschreibst, die Fotos zusammensuchst etc.

Alternativ kannst du natürlich auch ätherische Öle verwenden. Mit Weihrauch oder Palo Santo liegst du immer richtig. Rosmarin oder Pfefferminze schenken Klarheit und Patchouli fördert Erdung. Ich finde es auch schön, meinen Lieblingsduft im Medizinbeutel zu haben. Bergamotte gehört für mich definitiv dazu.

Die Öle haben auch den großen Vorteil, dass du sie überall hin mitnehmen kannst. Sie sind absolut unkompliziert in der Anwendung und du musst keine Angst haben, dass ein Rauchmelder anschlägt.

Und jetzt du: Kanntest du schon Medizinbeutel oder hast du vielleicht sogar einen? Erzähle doch einmal von deinen Erfahrungen!

 

Warum faszinieren uns Steine?

Warum faszinieren uns Steine?

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber mich faszinieren Steine.

Das müssen nicht nur immer die schönen bunten Edel- oder Halbedelsteine sein, es sind auch oft Kiesel, die ich beim Spazierengehen finde und die auch einfach mit wollen.

Es gibt natürlich auch ganz besondere Steine, wie Altarsteine in Ägypten oder den magischen Intihuatana in Machu Picchu/Peru, die eine eigene Energie haben und geradezu vibrieren. Dort spürst du tatsächlich eine Kraft. In Ägypten konnte ich im Isis-Tempel von Philae den Hauptaltar berühren und ich muss zugeben, da spürte ich den Energiefluss ganz gewaltig.

Doch du musst nicht gleich nach Ägypten oder Peru fahren, um die Magie der Steine kennenzulernen und ich möchte dir heute erzählen, warum mich Steine so faszinieren. Vielleicht bringt ja der ein oder andere Punkt auch etwas in dir zum Klingen.

1. Ein Hauch von Ewigkeit

Steine gibt es von Anbeginn der Zeit. Sie sind so alt wie die Erde, so unglaublich viel älter als wir es uns vorstellen können, so viel älter als wir selbst. Sie werden auch noch in der ein oder anderen Form da sein, wenn es die Erde nicht mehr gibt. Sie sind die Knochen der Erde und tragen uns.

Steine vermitteln Stabilität. Sie sind etwas, an dem wir uns festhalten können, gerade wenn es in unserem Leben turbulent ist.

Nicht umsonst gibt es die Tradition der Worry Stones, der Kummersteine. Das sind Handschmeichler, die du reibst, wenn du Stress hast, dich ärgerst, genervt bist oder nervös. Es sind glatte Steine, die gut in deine Hand passen und die du gerne berührt. Das kann ein schöner Edelstein sein, aber genauso gut ist ein vom Wasser glatt geschliffener Kiesel, den du am Meer, an einem See oder an einem Fluss gefunden hast.

Die Tradition der Worry Stones kommt übrigens aus Irland, aber auch die alten Griechen, die amerikanischen Ureinwohner, die Tibeter und Menschen aus anderen Kulturkreisen reiben Steine oder spielen mit ihnen herum. Das beruhigt sie und je nachdem, welchen Stein du verwendest, dann kannst du auch von seiner speziellen Energie profitieren.

Steine können dir auch helfen, dich zu erden, wieder in Kontakt mit Mutter Erde zu kommen. Du kannst sie zum Meditieren verwenden oder dir deinen eigenen kleinen Steinkreis bauen.

Jedoch immer führen sie uns vor Augen, dass sie im Gegensatz zu unserem irdischen Körper ewig sind.

 

2. Unterschiedliche Energie

Jeder Stein hat seine eigene Energie, aber ähnlich wie bei Tieren und Menschen gibt es quasi Familien, die bis zu einem gewissen Grad die gleichen Eigenschaften haben.

Wenn du ein Thema hast, gerade vor einer persönlichen Herausforderung stehst, dann kann dich ein Stein aus einer bestimmten passenden “Familie” besser unterstützen als aus einer anderen “Familie.” Wenn du Klarheit brauchst, dann nimmst du eher einen Bergkristall als einen Türkis. Wenn es um Liebe geht, dann bist du besser mit einem Rosenquarz beraten als mit einem roten Jaspis.

Die unterschiedlichen Energien hängen dabei meiner Erfahrung nach mit unterschiedlichen Faktoren zusammen.

Zum einen ist es die Farbe, die eine bestimmte Frequenz hat. Die Farben sind auch den unterschiedlichen Chakren, Elementen und Lebensbereichen zugeordnet. Wenn es um Leidenschaft geht, fällt dir ja wahrscheinlich auch als erstes Rot ein und nicht ein helles Gelb oder?

Dann hat jeder Stein auch eine unterschiedliche Härte und Struktur. Die Steine haben eine unterschiedliche kristalline Struktur. Manche sind rhombisch, manche monoklin, andere hexagonal und andere wiederum kubisch. Das alles spielt zusammen, denn es ist ein Unterschied, ob eine Schwingung in einem Würfel oder in einem Sechseck reflektiert wird.

Wenn dich das näher interessiert, dann kann ich dir wärmstens das Buch “Die Steinheilkunde” von Michael Gienger (Werbung) ans Herz legen. Das ist meiner Meinung nach mit das beste Buch über Steine und er geht auf dieses Thema ganz detailliert ein.

Diese unterschiedliche Härte und Energie wirkt auf uns Menschen. Es gibt Steine, die empfinden wir als hart und abweisend, andere dagegen als freundlich und einladend. Einer meiner freundlichsten und tröstlichsten Steine ist übrigens ein rosa Chalcedon. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn er soll Herzlichkeit fördern und tiefes Vertrauen schenken.
 

3. Jeder ist individuell

Egal, welchen Stein du dir anschaust und wenn es zwei einfache Kiesel sind, jeder ist einzigartig. Das haben Steine mit uns Menschen gemeinsam. Wir sind alle individuell, unverwechselbar und jeder ist eben so, wie er ist.

Doch genau wie die Steine können wir uns auch verändern. Die Steine, auch wenn sie uns einen Hauch von Ewigkeit vermitteln, sind nicht ewig. Auch sie unterliegen der Veränderung von Wind, Wetter und Wasser. Wir verändern uns ebenfalls.

Doch eines ändert sich nicht, unser Kern. Aus einem Rosenquarz wird nie ein Amethyst werden, aus einem Kiesel kein Aquamarin. Sie können alle ihre Form verändern, aber sie bleiben immer noch sie selbst.

Diese Lektion können wir in der Meditation von ihnen lernen, einfach wir selbst zu bleiben, auch wenn wir uns verändern.

Wir Menschen vergleichen uns oft mit anderen und eifern ihnen nach. Doch was wäre wenn es uns auch tatsächlich gelingen würde? Dann wären wir eine Kopie und wir wären nicht mehr authentisch, nicht mehr wir selbst, zumindest nicht nach außen.

Tief in uns wären wir natürlich wir selbst, aber das Innen und das Außen würden nicht mehr übereinstimmen. Und du kannst dir sicher denken, dass das auf Dauer nicht unbedingt zu einem ausgeglichenen und erfüllten Leben führt.

Erst wenn wir erkennen, dass wir alle einzigartig und auf unsere ganz eigene Weise besonders sind und das auch annehmen, dann können wir auch ein erfülltes Leben führen. Wir sehen uns wie wir sind, individuell und wunderbar. Bei den Steinen schätzen wir ihre Unterschiedlichkeit. Das sollten wir auch für uns übernehmen und hier von den Steinen lernen.

 

4. Trete mit ihnen in Kontakt

Vielleicht hast du jetzt Lust bekommen, dich näher mit Steinen zu beschäftigen, denn wir können tatsächlich so einiges von ihnen lernen.

Ich möchte dir hier ein paar Tipps geben, wie du mit ihnen in Kontakt treten kannst. Ich gehe einfach einmal davon aus, dass du schon den ein oder anderen Stein Zuhause hast.

Wenn nicht, dann gehe mit einem offen Herz spazieren oder ein einen Steinladen. Spüre in dich hinein, welcher Stein dich anzieht und welche Energie er hat. Ist es eine einladende oder eine eher abweisende Energie? Das gilt auch, wenn du mehrere Steine hast und dir gerade überlegst, mit welchem du arbeiten willst. Höre hier auf deine Intuition, wenn du einen Stein aussuchst.

Wenn du draußen einen Stein gefunden hast, dann reinige ihn sanft mit lauwarmen Wasser. Edelsteine oder auch normale Kiesel kannst du in einer Amethystdruse entladen und in einer Schale mit kleinen Bergkristalltrommelsteinen aufladen.

Trage den Stein eine Weile mit dir herum, meditiere mit ihm, betrachte ihn ganz genau. Welche Farben hat er, wie fühlt er sich an, welche Struktur und Form hat er? Ist er von Adern durchzogen, hat er Einschlüsse?

Lege ihn auf dein Herzchakra oder das dritte Auge und sei offen für die Bilder oder die Gefühle, die du empfängst.

Entspanne dich und tauche mit deinem Geist in dein Stein hinein. Was siehst du? Was fühlst du? Was empfängst du an Emotionen, Geräuschen?

Es ist eine spannende Sache, sich ganz intensiv mit Steinen zu beschäftigen und wer weiß, vielleicht werden sie auch ganz gute Ratgeber für dich. Schließlich haben sie schon so einiges in ihrem langen Dasein erlebt.

Frage sie doch einfach einmal in einer Meditation zu einem Thema, das dir auf dem Herzen liegt.  Sei offen, ob und was kommt.

5. Orakeln

Steine kannst du auch zum Orakeln verwenden und da habe ich einen Buchtipp für dich: Kira Klenkes Sedona-Steinorakel (Werbung)


Hinweis: Mit dem Klick auf das Video verbindest du dich mit YouTube und es werden Daten in die USA übertragen
 

Und jetzt du: Faszinieren dich auch Steine? Welche Erfahrungen hast du mit ihnen gemacht? Welcher ist dein Lieblingsstein?

 

Wie viel Dogma braucht Spiritualität?

Wie viel Dogma braucht Spiritualität?

Zu dem heutigen Artikel haben mich viele Fragen und Kommentare inspiriert, die ich auf meine Artikel und auch während der Raunächte bekommen habe. Ich wurde oft gefragt, ob man ein bestimmtes Vorgehen abwandeln darf oder ob man etwas auf eine bestimmte Weise machen muss (nicht soll! Das ist auch noch einmal ein feiner Unterschied).

Damit ich nicht zu abstrakt bleibe zwei Beispiele:

Ich wurde während des Raunachtskurses mehrmals gefragt, ob man die Wunschzettel am Morgen verbrennen muss oder es auch am Abend machen darf. Oder was man tun soll, wenn man es einmal vergessen hat.
Darf man Morgenseiten auch am Abend schreiben?

Zunächst einmal freut es mich sehr, dass meine TeilnehmerInnen Vertrauen zu mir haben und mich fragen. Das ehrt mich, aber auf der anderen Seite erschreckt es mich auch ein wenig, denn ich bin kein Guru, der alles so furchtbar dogmatisch sieht.

Wer dieses oder letztes Jahr bei den Raunächten mit dabei war, kennt meine Antwort auf diese Fragen: Alles darf, nichts muss. Ok, da mache ich dann doch schon eine Einschränkung, aber dazu weiter unten mehr.

Mich irritiert es, dass es doch immer noch verbreitet ist, einfach das zu übernehmen, was jemand sagt. Ich weiß auch nicht, ob das typisch deutsch ist (ich wurde in Tschechien geboren…) oder ob das nur Unsicherheit ist, was ich absolut verstehen kann. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich mein erstes Ritual gemacht habe und welche Gedanken mir da durch den Kopf gegeistert sind, oje… Da hätte ich mir auch jemand aus Fleisch und Blut gewünscht, den ich hätte fragen können.

Aber zurück zum Thema…

Wenn etwas nicht in meinen Tagesablauf oder zu mir passt (wie zum Beispiel die Morgenseiten am Morgen schreiben), warum kann/darf ich es nicht anpassen? Nur weil es in einem Buch steht?

Ich will jetzt hier niemand zu nahe treten, naja, ok, vielleicht doch ein bisschen, aber warum werden manchmal Dinge gerade im spirituellen Bereich so dogmatisch oder so streng gesehen?

Liegt es daran, dass seit 2000 Jahren die Kirche alles vorschreibt und die allein selig machende Wahrheit für sich in Anspruch nimmt und die Menschen so daran gewöhnt sind, in diesem Bereich zu gehorchen?

 

Ich will dir einmal eine Geschichte von mir erzählen:

Als ich vor vielen vielen Jahren begann, mich mit Heiden- und Hexentum näher zu befassen, war ich ganz happy, dass ich in München eine Gruppe gleichgesinnter Menschen getroffen habe. Nach einer Weile wurde es mir gestattet, eine Lehrzeit in dem Coven (Zirkel) zu beginnen und wow, die eine Hohepriesterin war sogar von Vivianne Crowley selbst eingeweiht worden. Und ich durfte in dieser Gruppe dabei sein. Das hat mich zu Beginn auch ziemlich beeindruckt, aber nach einer Weile war ich ziemlich ernüchtert.

Wie es so in vielen religiösen Gemeinschaften ist, einer gibt den Ton an und die anderen traben hinterher. Und wenn ich mal eine Frage hatte, dann kam nur die Antwort, ich solle es selbst herausfinden. Aber bitte dann mein Ergebnis verwerfen und dem richtigen Pfad folgen.

Zum Beispiel war es ein Muss, dass im Osten eine gelbe Kerze steht. Der Grund war an sich auch einleuchtend, denn im Osten geht die Sonne auf und bei einem Sonnenaufgang ist eine der Farben, die du siehst, nun einmal Gelb. Aber wenn du selbst schon einen Sonnenaufgang gesehen hast, dann weißt du, dass der Himmel auch Pink sein kann oder Rosa oder Türkis oder Orange. Und das wären in meinen Augen ebenfalls adäquate Farben gewesen. Aber nein, die Kerze musste gelb sein.

Das war nur ein harmloses Beispiel, es zog sich durch die ganze Ausbildung. Das war mir persönlich zu viel Dogma und da einer meiner höchsten Werte Freiheit ist, kannst du dir vorstellen, dass ich nicht lange in diesem Coven geblieben bin.

Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich finde es absolut sinnvoll, ein gewisses Rahmenwerk zu haben, innerhalb dessen wir uns bewegen. Das gibt Sicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit.

So sind nun einmal die Raunächte auf unserer nördlichen Halbkugel im Winter und nicht im Sommer. Auch die Farben im Chakren-System haben ihren Sinn, aber wie ich mir am Ende die Chakren vorstelle, ob als Wirbel, als sich entrollende Schlange oder als sich öffnende Lotosblüte, das bleibt mir überlassen. Zumindest ist das in meiner Welt so.

 

Ich möchte dich dazu ermutigen, dir selbst ein Bild zu machen und selbst zu entscheiden, was für dich stimmig ist. Dein Herz und deine Intuition sind Stimmen, denen du vertrauen solltest und wenn sich in dir alles, wirklich alles gegen etwas sträubt, dann solltest du darüber sprechen oder es im Zweifel auch einfach bleiben lassen.

Ein gewisser Rahmen ist super, aber er sollte weit genug sein und keine Fessel und kein Gefängnis.

Wenn du Rituale machst oder Affirmationen verwendest, mit denen du nichts anfangen kannst, dann werden es leere Hülsen. Dass sie keinen Effekt haben ist klar. Wenn du etwas ohne die richtige Einstellung und mit dem passenden Gefühl machst, wieso soll dann das Universum darauf reagieren?

Wir sind alle Teile des großen Ganzen, egal wie du es bezeichnest. Wir alle sind Energie und wir senden Energie aus. Und das Universum, das Göttliche, geht damit in Resonanz.

Keine Energie, keine Resonanz, kein Ergebnis, so einfach ist das. Daher funktioniert immer das am besten, was für dich stimmig ist und hinter dem du stehst.

„Alles ist Energie, und dazu ist nicht mehr zu sagen. Wenn du dich einschwingst in die Frequenz der Wirklichkeit, die du anstrebst, dann kannst du nicht verhindern, dass sich diese manifestiert. Es kann nicht anders sein. Das ist nicht Philosophie. Das ist Physik.” Das sagte Albert Einstein und er ist sicher kein abgedrehter Eso-Spinner gewesen.

Ähnlich ist es auch z.B. mit Tarot und der Interpretation der Karten. Ich bin wirklich ein Fan davon, eine persönliche Beziehung zu den Karten aufzubauen und zu schauen, was sie mir sagen, bevor ich Bücher wälze und dann auch noch am Ende versuche, mir die Bedeutungen einzuprägen. Mit Intuition und ein wenig Nachdenken kannst du dir die Bedeutungen auch selbst erarbeiten. Das ist dann zwar keine Instant-Interpretation, aber deine eigene. Zudem geht es auch unter´m Strich schneller als das Auswendiglernen.

Zusätzlich lässt dir das Hören auf deine Intuition auch den Freiraum, der Karte neue Bedeutungen zu geben, je nachdem, wie auch gerade deine Umstände und dein Verfassung sind.

Ein Rahmen, innerhalb dessen ich mich bewegen kann, kreativ sein kann, meine Persönlichkeit einbringen kann und mich selbst auch darin erkenne, ist für mich die beste Möglichkeit. Wie ist es mit dir?

Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.
Türkis

Türkis

Meinen ersten Türkis habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen. Er sollte mich auf meinen Reisen beschützen und bis jetzt hat er einen guten Job gemacht. Ich habe ihn tatsächlich um die halbe Welt geschleppt, öfter mal verlegt, aber er ist immer wieder rechtzeitig vor den anstehenden Reise aufgetaucht.

Der Türkis gehört daher zu meinen Lieblingssteinen, Grund genug, ihm einmal einen Artikel zu widmen.

Der Türkis stammt meist aus dem Iran, China, Ägypten, Burma oder aus den USA. Mein Reisestein stammt übrigens auch aus Arizona.

In der Antike war der Stein gerade im alten Ägypten sehr beliebt.

Er wurde häufig zusammen mit Lapislazuli und roten Steinen (Karneol oder Jaspis) verwendet. So findest du Türkis zum Beispiel auch auf der weltberühmten Totenmaske von Tutanchamun und auch auf vielen seiner Grabbeigaben.

Skarabäen wurden gern aus Türkis geschnitzt und viele, die heute an Touristen verkauft werden, sind zumindest türkisfarben.

 

Der Türkis war der heilige Stein der Göttin Hathor, der Göttin der Liebe, des Todes, des Friedens, der Schönheit, des Tanzes, der Kunst und der Musik.

Bei den Maya und Azteken wurde der Stein zu kunstvollen Masken verarbeitet. Ohrpflöcke bestanden auch häufig aus Gold und waren mit Türkisen versehen.

Die Indianer Nordamerikas stellten ebenfalls Schmuck und magische Amulette aus diesem Stein, denn sie glaubten, er stelle eine Verbindung zum Himmel und den Seen her.

Viele Kulturen haben ihn als Schutzstein gegen böse Zauber verwendet. Er soll Glück bringen und auch Wohlstand anziehen.

Für Hildegard von Bingen zählte er zu den wichtigsten Heilsteinen.

Seinen Namen verdankt er übrigens einem Missverständnis. Händler und Kreuzritter brachten ihn einst von ihren Reisen nach Europa und bezeichneten ihn als türkischen Stein, obwohl es dort keine Vorkommen gibt. Sie hatten ihn wohl aus Persien, dem heutigen Iran, dessen Nationalstein der Türkis ist. Die feinen Unterschiede waren den Herren egal, es war der Orient.

Das Blau des Türkis wird als sehr kalt empfunden und erinnert an Gletscher und Eis.

Du bekommst ihn häufig als Rohstein, Schmuckstein (gerade Indianderschmuck), als Figur oder als Donut.

 

1. Wirkung

Der Türkis soll uns dabei helfen, die Ursachen unseres Handels zu erkennen und Verantwortung für unser Tun zu übernehmen.

Er soll Stimmungsschwankungen ausgleichen und Intuition fördern.

Er soll gleichzeitig beruhigend und belebend wirken.

Er fördert das Selbstvertrauen. Wenn du schüchtern bist, dann kann eine Halskette oder ein Anhänger aus Türkis nicht schaden und es sieht in jedem Fall schön aus.

Er soll vor Gefahren warnen und daher gerade bei Reisen vor Unglück schützen. Das kann ich zumindest bis jetzt bestätigen, denn ich verreise nicht ohne meinen Türkis und bisher ging immer alles gut. Mein Türkis hat sich aber auch noch nie verfärbt.

Für Edelsteinwasser ist er definitiv nicht geeignet. Der Türkis ist ein Kupfer-Aluminium-Polonium-Phosphat und das solltest du wirklich nicht innerlich aufnehmen. Daher gehört er auch nicht in Kinderhände und nicht in Kindermund.

 

2. Zuordnung zu den Chakren

Mit seiner blauen Farbe wird der Türkis dem Halschakra zugeordnet und steht damit für Kommunikation nach innen und außen.

3. Reinigung

Der Türkis ist ziemlich weich und empfindlich. Ich reinige ihn daher nur, indem ich ihn auf meiner Amethyst-Druse entlade und in meinen Trommelsteinen aus Bergkristall auflade.

Statt des Amethysten kannst du auch Hämatit-Trommelsteine nehmen.

Deinen Türkis solltest du nicht Hitze, Seife und Sonne aussetzen. Wenn du einen Ring mit Türkisen hast, dann nimm ihn lieber ab, wenn du dir die Hände wäschst, denn der Stein könnte langfristig gesehen wirklich beschädigt werden.

Wichtiger Hinweis:

Die Wirkweisen, die ich beschreibe, sind entweder traditionelle Überlieferungen oder eigene Erfahrung. Sie ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keinerlei Heilversprechen und verordne keine Heilmittel. Meine Tätigkeiten fallen nicht unter das Heilpraktikergesetz. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und führe keine medizinischen Behandlungen durch. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Arzt und keine Heilpraktikerin bin.

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen hast Du mit Türkisen gemacht? Ich freue mich über Deinen Kommentar.

 

Back to the Roots – Wurzelchakra

Back to the Roots – Wurzelchakra

Ein Baum oder ein Pflanze ohne Wurzeln, das geht nicht. Aber wie sieht es mit dir und mit mir aus? Wir haben unsere Beine, die uns von einem Ort zum anderen bringen, aber wir haben auch Wurzeln, selbst wenn sie nicht so offensichtlich sichtbar sind wie bei den Pflanzen.

Wir haben viele Wurzeln, die zum Ort, an dem wir geboren wurden, zu dem Ort, an dem wir leben, zu unseren Ahnen, aber das ist ein Thema, auf das ich vielleicht in einem eigenen Artikel eingehen werden. Heute geht es um das Wurzelchakra. Im Sanskrit heißt es übrigens Muladhara .

Ähnlich wie die Wurzeln einen Baum oder eine Pflanze mit der Erde verbinden, kannst du diese Verbindung über das Wurzelchakra aufbauen und so auf die elementare Kraft der Erde, der Natur und auf die Lebensenergie zugreifen.

Das Wurzelchakra unterstützt dich dabei, fest mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen zu stehen, nicht abzuheben. Es hilft dir dabei, dich lebendig zu halten.
Es ist dein (energetisches) Fundament, auf dem du aufbauen kannst. Es gibt dir Stabilität und Substanz.

 

Gerade wenn du sehr spirituell bist oder energetisch arbeitest, dann solltest du darauf achten, dass dein Wurzelchakra im Gleichgewicht ist. Sonst kann es leicht passieren, dass du abhebst und nur noch in höheren Sphären unterwegs bist. Das ist an sich nicht schlecht, aber wenn du, so wie ich, auch noch ein anderes Leben hast und Geld verdienen musst oder dich um deine Familie kümmerst, dann ist es nicht so optimal, wenn du die Erdung verlierst.

Das Wurzelchakra steht für Erdung, Instinkte, Wohlstand, Erfolg, den Körper und da besonders für Knochen, Zähne und Nägel.

Es verbindet dich mit Fülle, auch mit materieller Fülle. Wenn es bei dir gerade nicht so läuft und ein paar Euro mehr auf dem Konto sein dürften, dann kann es nicht schaden, dich ein wenig näher mit diesem Chakra zu befassen.
Frage dich doch auch einmal, was Erfolg und (materieller) Wohlstand für dich bedeuten. Wann spürst du Fülle?

Wo befindet es sich?

Das Wurzelchakra befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule zwischen Anus und den Genitalien und öffnet sich nach unten in Richtung Erde.

Zuordnungen

Diesem Chakra ist das Element Erde, die Farbe Rot und der Geruchssinn zugeordnet.

Wenn du es mit Tönen aktivieren oder harmonisieren willst, dann singe LAM.

Als Düfte sind erdige, schwere Kräuter- und Baumdüfte wie Zeder, Nelke, Zypresse, Myrrhe, Majoran oder Patchouli passend. Du kannst sie in einem Diffuser verduften oder direkt räuchern.

Wenn du lieber mit Steinen arbeitest, dann sind rote oder schwarze Steine wie Achat, Obsidian, Rubin, Hämatit, Karneol oder roter Jaspis geeignet.

Das Wurzelchakra steht auch mit der Ernährung in Verbindung, denn sie ist materielle Lebenskraft und kommt auch von der Erde.

Wenn du dieses Chakra unterstützen willst, dann iss rotes Obst, Äpfel, Tomaten, Granatäpfel, Wassermelone, Erdbeeren, rote Johannisbeeren, Kirschen oder Wurzelgemüse wie Karotten oder Schwarzwurzel.

 

Affirmationen

Die Affirmationen haben passend auch Stabilität und Fülle zum Thema.

Du kannst sie gern übernehmen oder eigene formulieren. Achte dabei darauf, dass sie in der Gegenwartsform formuliert sind und positiv:

  • Ich bin.
  • Ich bin sicher.
  • Ich bin mit Mutter Erde verbunden.
  • Ich habe alles, was ich brauche.
  • Ich vertraue.
  • In meinem Leben herrscht Überfluss.
  • Ich nähre meinen Körper, meinen Geist und meine Seele.

Wann solltest du das Wurzelchakra harmonisieren?

Wenn das Wurzelchakra aus dem Lot geraten ist, dann kann es sein, dass du dich müde oder ängstlich fühlst, um deine Existenz bangst, sehr auf deine Sicherheit bedacht bist, wütend ohne Grund, dich nicht mit dir verbunden fühlst, nicht geerdet bist, wenig Selbstvertrauen hast, wenig Energie und dich abgespannt fühlst.

Wenn du schon sehr oft umgezogen bist oder viele (berufliche) Veränderungen erlebt hast, keine Zeit hattest, Wurzeln zu schlagen, dann ist es verständlich, wenn du dich entwurzelt fühlst.

Wenn du viel Kontakt nach oben hast, sehr spirituell bist, dann kann es passieren, dass du das Gefühl hast zu schweben, davonzufliegen und den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Wenn du Schwierigkeiten mit Fülle und Wohlstand hast, dann solltest du an deinen Glaubenssätzen arbeiten.

Wenn dir Aussage wie “Reiche Menschen sind arrogant und egoisitisch”, “Nur harte Arbeit ist ehrliche Arbeit”, “Über Geld spricht man nicht”, “Geld verdirbt den Charakter”, “Geld macht nicht glücklich”, “Wer reich ist, hat keine Freunde”, “Du kannst nicht beides haben, Geld und Glück”, “Geld und Spiritualität vertragen sich nicht”, “Geld ist die Wurzel allen Übels”, “Ich bin es nicht wert, reich zu sein” oder “Reiche Menschen beuten andere aus” bekannt vorkommen oder du sie sogar verinnerlicht hast, dann hast die ein oder andere Blockade, was dein Wurzelchakra angeht.

Doch Glaubenssätze sind nicht in Stein gemeiselt und können verändert werden. Wenn du wissen möchtest, wie das geht und deine Glaubenssätze umdrehen willst, dann melde dich doch bei mir für ein Erstgespräch.

Wie kannst du das Wurzelchakra harmonisieren?

Ein einfaches Mittel ist, wieder ausreichend zu schlafen.

Egal, ob draußen oder drinnen, versuche dich zu erden oder dich mit einem Baum zu verbinden, um wieder in Kontakt mit der Erde zu kommen. Barfuß laufen hilft auch.

Du kannst ergänzend deine Füße auch für eine gute Erdung massieren. Dafür nimmst du ein neutrales Hautöl (Pfirsich oder Jojoba, Olivenöl geht auch zur Not), gibst ein paar Tropfen passendes ätherisches Öl dazu und massierst die Füße damit.

Du solltest anfangen, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen.

An deiner materiellen Situation kannst und sollst du arbeiten, aber seien wir ehrlich, das ändert sich selten über Nacht. Daher ist es ein guter Schritt, dir bewusst zu werden, WAS du schon alles hast und darauf aufzubauen.

Zu Fülle und Überfluss gehören auch so alltägliche Dinge wie ein Dach über dem Kopf, ein Herd zum Kochen, Heizung (gerade im Winter!) oder ein schöner Blumenstrauß.

Bringe Ausgeglichenheit in dein Leben, indem Du Grenzen setzt, schaust, dass du nicht zu kurz kommst und gut für dich und deinen Körper sorgst. Dazu gehört auch, regelmäßig raus zu gehen, in die Natur, Sport zu machen und deinen Körper zu spüren.

Achte auf eine gesunde Ernährung, viele Ballaststoffe, Obst und Gemüse.

 

Wichtiger Hinweis:

Die Wirkweisen, die ich beschreibe, sind entweder traditionelle Überlieferungen oder eigene Erfahrung. Sie ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keinerlei Heilversprechen und verordne keine Heilmittel. Meine Tätigkeiten fallen nicht unter das Heilpraktikergesetz. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und führe keine medizinischen Behandlungen durch. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Arzt und keine Heilpraktikerin bin.

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen hast du bis jetzt mit dem Wurzelchakra gemacht?

Stirnchakra – Mit drei Augen sieht man besser

Stirnchakra – Mit drei Augen sieht man besser

Warum diese Überschrift? Ganz einfach, das Stirnchakra wird auch das dritte Auge genannt.

Im Sanskrit heißt es Ajna.

Mit unseren beiden “normalen” Augen blicken wir in die Welt, nach außen. Da sehen wir alles, was uns umgibt und nehmen unsere Wirklichkeit wahr.

Das dritte Auge dagegen schaut nach innen und steht für Selbsterkenntnis und Weisheit.

Wenn du mit diesem Chakra arbeitest, dann kannst du Kontakt mit deiner Intuition und deiner inneren Weisheit aufnehmen.

Genauso solltest du mit diesem Chakra arbeiten, wenn du deiner Vision näher kommen möchtest, denn der Blick nach innen ist hier besonders wichtig.

Nur in deinem Inneren kannst du erkennen, wer du bist und was wirklich deine Wünsche, deine Träume und deine Bedürfnisse sind.

Oft ist das überlagert von fremden Vorstellungen, denen wir gerecht werden wollen.

Da ist die Familie, Lehrer oder auch Menschen, denen wir nacheifern. Als Kinder haben wir uns an Vorbildern orientiert und machen das auch oft auch noch als Erwachsene. Wir möchten so sein wie unsere Ideale und machen alles Mögliche, damit wir von ihnen anerkannt und gemocht werden. Da ist oft kein wirklicher Unterschied im Alter, denn jeder Mensch sehnt sich nach Liebe und Anerkennung.

Daher lohnt es sich wirklich, einmal in dich zu schauen und nachzuspüren und nachzuforschen, was wirklich DEINES ist und zu erkennen, was eigentlich fremde Wünsche oder Träume sind.

Das zu erkennen ist eine Herausforderung, der du dich beim Stirnchakra stellen kannst.

Wo befindet es sich?

Das dritte Auge befindet sich zwischen den Augenbrauen nur etwas höher.

Viele Inderinnen tragen dort ihr Bindi und auch bei vielen Buddha-Statuen wirst du dort auch eine Art Flamme oder ein anderes Symbol für Erkenntnis, Erleuchtung oder Weisheit sehen.

Es ist auch oft üblich, dass bei hinduistischen oder buddhistischen Ritualen die Gläubigen von den Priestern ein Farbpulver oder Reis auf diese Stelle gedrückt bekommen.

 

Zuordnungen

Generell wird das Stirnchakra in violett dargestellt, denn das ist die Farbe der Spiritualität.

Du kennst bestimmt auch den Laut OM, der eigentlich AUM ausgesprochen wird.

Willst du in Resonanz mit dem Stirnchakra treten, dann wiederhole es im Rahmen einer Meditation als Mantra 108mal oder ein Mehrfaches von 108, denn das ist im Hinduismus und Buddhismus eine heilige Zahl.

Wenn du mit Steinen arbeiten möchtest, dann solltest du zum Sugilith, Amethyst, Sodalith, Azurit oder Lapislazuli greifen. Tiefblaue oder violette Steine harmonisieren das Chakra.

Bei ätherischen Ölen oder Räucherungen sind Weihrauch, Lavendel, Sandelholz oder Rosmarin passend. Achte beim Kauf auf gute Qualität und dass es echte/natürliche Öle sind und nicht naturidentische.

Affirmationen

Du kannst in vielen Bereichen mit Affirmationen arbeiten, auch bei Chakren.

In jedem Fall solltest du hierbei darauf achten, dass du die Sätze nicht einfach herunterbetest, denn da haben sie wenig Erfolg.

Du solltest das, was du sagst, wirklich spüren.

Auch wenn es dir schwerfällt, versuche dich in diesen Zustand, den du gerade mit der Affirmation beschreibst, hineinzuversetzen und ins Gefühl zu gehen, denn dann kommt es auch wirklich bei deinem Herz und deiner Seele an.

Die Affirmationen sollten natürlich auch in Verbindung zu den Themen des Stirnchakras stehen.

Ich gebe dir ein paar Beispiele, die du natürlich auch abwandeln kannst, damit sie für dich stimmig sind:

  • Ich sehe klar.
  • Ich bin dankbar für meinen klaren Geist und mein waches Herz, die mich meinen Weg erkennen lassen.
  • Ich schaffe mein Leben, so wie ich es gern haben möchte.
  • Ich bin offen für neue Ideen und neue Menschen.
  • Ich lasse los, was mich in meinem Wachstum behindert.
  • Ich vergebe mir.
  • Ich bin mit meiner inneren Führung verbunden.
  • Ich bin mit der Weisheit des Universums verbunden.

Wann solltest du das Stirnchakra harmonisieren?

Ein Hinweise darauf, dass das Chakra nicht im Gleichgewicht sein könnte ist, wenn du aus dem Nichts heraus ängstlich wirst, Stimmungstiefs oder Alpträume hast.

Kopfschmerzen oder Probleme mit den Augen oder dem Gehör könnten auch ein Hinweis sein, aber das solltest du auch von einem Arzt abklären lassen.

Wenn es dir an Phantasie, Vorstellungskraft, Konzentrationsfähigkeit und Intuition fehlt, dann sind es Hinweise darauf, dass dein drittes Auge nicht in Balance ist.

Auch wenn du ein Kopfmensch bist, dann solltest du dich einmal näher mit dem dritten Auge beschäftigen, denn es wird dir helfen, wieder mehr ins Gefühl zu kommen und die Stimme deiner Intuition wieder zu hören.

Wie kannst du das Stirnchakra harmonisieren?

Du kannst es wieder ins Gleichgewicht bringen, indem du mit den Affirmationen und den Zuordnungen arbeitest. Das klingt im ersten Moment etwas abstrakt, daher gebe ich dir hier ein paar Tipps:

  • Wiederhole eine oder mehrere Affirmationen dreimal am Tag, direkt nach dem Aufstehen, mittags/zwischendurch und vor dem Einschlafen
  • Überlege dir eine passende Frage (z.B. Was ist mein Weg?), lege einen passenden Stein auf dein drittes Auge, entspanne dich und achte auf deinen Atem. Welche Bilder und Gefühle kommen? Wenn es Bilder vom Einkaufen, der Arbeit etc. sind, dann ärgere dich nicht und lasse sie weiterziehen. Komme immer wieder auf deine Frage zurück und fokussiere dich darauf.
  • Betupfe dein drittes Auge mit einem passenden ätherischen Öl.
  • Vermische das ätherische Öl mit etwas Milch oder Sahne und gib es ins Badewasser. Meditiere dann im Bad oder singe das OM.
  • Führe ein Traumtagebuch.
  • Lies Märchen oder unternimm eine Kraftreise.
  • Meditiere mit einer dunkelvioletten Kerze.
Wichtiger Hinweis:

Die Wirkweisen, die ich beschreibe, sind entweder traditionelle Überlieferungen oder eigene Erfahrung. Sie ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keinerlei Heilversprechen und verordne keine Heilmittel. Meine Tätigkeiten fallen nicht unter das Heilpraktikergesetz. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und führe keine medizinischen Behandlungen durch. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Arzt und keine Heilpraktikerin bin.

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen hast du bis jetzt mit dem Stirnchakra gemacht?