Räuchern

Räuchern

Schon in uralter Zeit wurde geräuchert, sei es, um böse Geister oder Krankheiten (was oft ein und dasselbe war) zu vertreiben, den Göttern zu opfern oder einfach eine angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Geräuchert wurde, was gerade zur Hand war. Heimische Kräuter oder Harze wurden dafür verwendet, sei es einzeln oder in Mischungen. Und wer es sich leisten konnte, der zeigte seinen Wohlstand, indem er teure Harze aus fernen Ländern verwendete. In unseren Breiten gibt es vor allem in den katholischen Kirchen noch eine ausgeprägte Räucherkultur, aber das war es dann schon oft. Inzwischen erfreuen sich Räucherstäbchen und Räuchern mit Kohle wieder einer gewissen Beliebtheit.

Du brauchst zum Räuchern:

  • Ein feuerfestes Gefäß
  • Sand, hier reicht normaler Vogelsand völlig aus
  • Räucherkohle*
  • Räucherzange*
  • Feuerzeug
  • Räucherwerk, also Harze, Kräuter etc. Mit Weihrauch* liegst Du eigentlich immer richtig, wenn Du den Duft magst.
  • einen Fächer, um der Kohle Luft zuzuwedeln. Vorsichtiges Pusten geht aber auch.

Und so gehst Du vor:

  • Du füllst das Gefäß mit Sand. Das ist wichtig, denn selbst feuerfeste Schalen, z.B. aus Metall, können sehr heiß werden und die Unterlage beschädigen. Der Sand hält die Hitze ab.

  • Du nimmst die Räucherkohle mit einer Zange und entzünden sie mit dem Feuerzeug. Deine Finger solltest Du nicht nehmen, denn die Kohle glüht durch und wird sehr heiß. Die Räucherkohle sprüht meist kleine Funken, das ist völlig normal.
  • Sobald die Kohle durchgeglüht ist – Du erkennst das an der grauen Ascheschicht – legst Du das Räucherwerk in die Kuhle.

  • Kräuter, Blüten und Wurzeln verglühen recht schnell. Hier bietet sich an, ein Stück Alufolie oder ein wenig Sand in die Kuhle zu legen, damit die Pflanzenteile nicht zu schnell verglühen.
  • Genießen….

Bitte lass die glühende Kohle nie unbeaufsichtigt und gebe besonders gut acht, wenn sich in der Nähe Kinder oder Tiere aufhalten! Sei vorsichtig, wenn Du mit Glut oder Feuer arbeitest, denn Du trägst für Dein Handeln die Verantwortung.

Und jetzt Du: Räucherst Du regelmäßig? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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So machst Du einen Räucherfächer

So machst Du einen Räucherfächer

Heute wird es praktisch, denn ich verrate Dir, wie Du Dir ganz einfach einen Räucherfächer basteln kannst.

Es gibt wunderschöne Fächer mit Holz- oder Horngriffen zu kaufen, aber wenn Du Dir Deinen eigenen machen möchtest, ist es gar nicht so schwer.

 

 

Alles, was Du dazu brauchst, sind:

  • 4-6 Federn
  • Ein Stück aus einem Eierkarton
  • Filz oder Leder
  • Kleber
  • Wäscheklammern

Und so geht´s:

Wenn Du so ähnlich unterwegs bist, wie ich, dann wird es kaum eine Feder geben, die Du nicht aufhebst. Ich habe immer einige Zuhause und bei mir liegen sie auch im Osten auf dem Altar, als Symbol für Luft.

Du kannst auch im Internet Federn kaufen, aber ich finde es schöner, sie selbst zu sammeln. Wenn Du öfter draußen spazieren gehst, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du eine ausreichende Zahl an Federn gefunden hast.

Aus dem Eierkarton schneidest Du dieses Mittelteil, das die Eier voneinander trennt, aus. Das wird dann der Halter für die Federn.

Du drückst es zusammen und arrangierst die Federn so, wie es Dir am besten gefällt.

Dann füllst Du den Karton mit Kleber und drückst alles gut zusammen. Damit es beim Trocknen nicht auseinander geht, fixierst Du alles mit einigen Wäscheklammern.

Wenn alles gut durchgetrocknet ist, dann kannst Du noch auf den Karton Runen oder Symbole aufmalen.

Der letzte Schritt ist, den Eierkarton mit Filz, Stoff oder Leder zu verkleiden. Ich hatte bei meinem eigenen noch etwas Leder übrig, aber Filz oder fester Stoff sind genauso gut. Schneide ein passendes Stück aus und klebe das dann auf den Karton.

Du musst ein wenig aufpassen, dass alles schön glatt ist. Du fixierst das auch wieder mit Wäscheklammern, bis alles schön trocken ist.

Und das war es auch schon. Eigentlich ganz einfach, es braucht nur ein wenig Zeit, bis alles immer gut durchgetrocknet ist.

Viel Spaß beim Basteln.

Und jetzt Du: Hast Du einen Räucherfächer oder verwendest Du Deine Hand? Oder hast Du vielleicht nur eine einzelne Feder? Ich bin neugierig, erzähle es mir im Kommentar.

 

Räuchern – von schnell bis aufwändig

Räuchern – von schnell bis aufwändig

Räuchern tut mir immer wieder gut.

Ich überlege mir zuerst, was ich nehme, wie viel Zeit ich habe, nach welchem Duft mir der Sinn steht und was ich damit überhaupt bezwecke.

Das kann vom mich vor dem Schlafengehen ausräuchern über Meditation bis hin zum Hausausräuchern alles sein.

Vielleicht räucherst Du genauso gern wie ich und daher möchte ich Dir einfach erzählen, welche Möglichkeiten es zum Räuchern gibt.

1. Räucherkegel

Räucherkegel* oder Räucherkerzchen werden vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit verwendet. Du kennst sie sicher vom Weihnachtsmarkt und da werden auch die Räuchermännchen in allen möglichen Varianten dazu passend verkauft.

Räucherkegel bestehen meist aus Weihrauch, Kartoffelmehl, Holzkohle, Sandelholz und Rotbuchenmehl. Die ganzen Zutaten werden zuerst fein gemahlen. Wenn sie noch feucht sind, werden sie zu der typischen Form gerollt und dann getrocknet.

Du zündest sie oben an der Spitze an und pustest noch ein wenig nach, bis die Spitze tätsächlich rot glüht. Sie glühen dann langsam nach unten hin durch.

Achte aus ausreichende Luftzufuhr, sonst erlischt er wieder.

Aus was meine chinesischen Räucherkegel aus Malaysia bestehen weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sie die Form des chinesischen Geldsymbols haben. Wenn man sie benutzt, sollen sie Geld anziehen. Daher sind sie auch gelb, die Farbe von Gold.

Du solltest den Räucherkegel auf eine feuerfeste Unterlage stellen, denn sie werden heiß und können sonst Möbel beschädigen.

Wenn die Asche ganz abgekühlt ist, dann kannst Du sie ganz normal im Hausmüll entsorgen.

 

2. Räucherstäbchen

Räucherstäbchen* gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ziemlich beliebt sind Nag Champa*, die Du überall bekommt.

Räucherstäbchen bestehen aus Harzen und Hölzern, aber die genaue Zusammensetzung kennt nur der Hersteller. Es gibt sie mit Holzstäbchen, das Du in einen Halter stecken kannst oder auch ohne Trägerholz. Diese musst Du dann z.B. in Sand stecken.

Oft werden die Räucherstäbchen mit synthetischen Düften versetzt, aber es gibt auch welche, die nur aus natürlichen Materialien gefertigt werden. Die sind dann entsprechend teurer.

Ich  mag Räucherstäbchen gern zwischendurch und ich habe auch relativ kurze, die schnell abbrennen. Die haben auch den Vorteil, dass sie nicht zu lange zu intensiv duften.

Der Duft kann auch tatsächlich ein Thema sein. Kaufe Dir nicht gleich den Jahresvorrat, sondern probiere erst aus, ob Du den Duft verträgst.

Egal ob die Räucherstäbchen zu 100% natürlich sind oder nicht, manche Düfte können Kopfschmerzen auslösen.

Du zündest das Räucherstäbchen an der Spitze an, lässt am besten die Flamme von allein verlöschen und steckst es in einen Halter oder in Sand. Draußen kannst Du es auch in den Boden stecken. Achte darauf, dass die Asche aufgefangen wird, damit sich nichts entzünden kann.

Wenn ich draußen Räucherstäbchen verwende, dann nehme ich meist drei und schwenke sie auch drei Mal im Uhrzeigersinn. Ich ehre die so die Natur und die Geister und schicke meist auch einen kleinen Dank mit.

In Asien werden Räucherstäbchen täglich benutzt, um den Göttern zu opfern. Egal, ob Buddhist oder Hindu, in der näheren Umgebung der Tempel kannst Du Räucherstäbchen in dicken Bündeln kaufen und auch im Tempel selbst bekommt Du unterschiedliche Sets mit einer ungeraden Anzahl von Räucherstäbchen und meist noch ein Kerze und vielleicht auch noch eine Lotus-Blume dazu.

In den chinesischen Tempeln gibt es sogar Räucherkerzen mit mehreren Zentimetern Durchmesser, aber das ist eben für das Räuchern draußen gedacht. Sie brennen auch mehrere Stunden und Du kannst Dir vorstellen, wie eingequalmt Deine Wohnung wäre, wenn Du sie benutzen würdest.

 

3. Räucherschnüre

Räucherschnüre* haben eine lange Tradition in Tibet und Nepal. Sie bestehen aus Kräutern oder auch aus Seidelbastpapier, das mit Duftstoffen getränkt wurde.

Ich habe mir ein ganzes Pakte aus Nepal mitgebracht. Ich verwende sie gern am Abend, weil sie nicht so intensiv duften. Ich räuchere mich damit gern vor dem Schlafen aus und reinige so meine Aura.

Die Schnüre sind gegeneinander verdreht und Du zündest sie an dem Bogen an, nicht an den beiden losen Enden. Du kannst sie auch in Sand stecken, so dass sie langsam nach unten hin verbrennen oder in eine kleine Schale legen. Achte auch hier darauf, dass auch hier ein wenig Luft zirkulieren kann.

Traditionell werden am Morgen immer zwei Schnüre angezündet, um an die Polarität des Universums zu erinnern, aber ich nehme immer nur eines am Abend.

4. Kräuter verglimmen

Vor allem Salbei verglimme ich ohne Kohle in einem feuerfesten Schälchen. Das ist ganz pragmatisch ein kleiner Untersetzer aus Ton.

Du kannst ganz normalen Salbei nehmen oder Dir selbst welchen ziehen und die Blätter trocknen.

Ich breche die Blätter und drücke sie zu einer Kugel zusammen. Das geht sicher auch mit anderen Kräutern, aber ich habe bisher so nur Salbei verräuchert.

Damit reinige ich die Atmosphäre.

Hier muss ich aber auch gut Luft zufächern, damit die Kräuterkugel komplett durchglüht. Der Untersetzer wird auch schön warm, daher achte darauf, wo Du ihn absetzt, damit Du keine Möbel beschädigst.

 

5. Kräuterbündel

Sogenannte Smudge Sticks* oder Kräuterbündel bestehen meist aus Salbei oder es ist zumindest Salbei mit enthalten.

Meist werden sie zur Reinigung oder bei schamanischen Ritualen eingesetzt.

Sie werden angezündet und geschwenkt, damit auch ordentlich Luft daran kommt. Du kannst sie mehrmals benutzen.  Zum Löschen drückst Du sie am besten in Sand aus. Wenn Du sie mit Wasser löschst, dauert es ewig, bis sie wieder gut durchgetrocknet sind und wieder verwendet werden können.

Kleine Kräuterbündel kannst Du Dir auch selbst machen. Dazu nimmst Du ein paar Salbei- und Rosmarinzweige, vielleicht noch Thymian oder Lavendel. Du drückst die Zweige ganz fest zusammen und schnürst sie mit einem dünnen Baumwollfaden zusammen.

Vom Prinzip her kannst Du alle Kräuter nehmen, die Du magst und vielleicht auch noch ein paar Blüten dazugeben.

Der Faden muss unbedingt aus einem Naturmaterial sein, denn sonst verschmort er und stinkt fürchterlich.

 

6. Räuchertöpfchen

Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht, ob man sie überhaupt hier in Deutschland bekommt, denn ich habe sie in Malaysia gesehen und dort auch gekauft.

Das ist eine ganz praktische Variante statt des Räuchern mit Kohle. Das Töpfchen ist aus selbstentzündlichen Material und glüht durch. Dabei wird das Harz in dem Töpfchen verräuchert.

Auch hier brauchst Du eine feuerfeste Schale, die mit Sand gefüllt ist.

Du entzündest einfach den Rand des Töpfchen und stellst es auf den Sand oder in eine Steinschale. Die sollte auch auf etwas stehen, das hitzebeständig ist. Hier eignen sich besonders gut Korkuntersetzer.

Hier brauchst Du etwa 15 Minuten, bis das Töpfchen durchgeglüht ist. Für innen sind sie nicht geeignet, denn sie erzeugen so richtig viel Rauch. In einem kleinen Zimmer wird es sehr schnell sehr neblig. Am besten verwendest Du sie draußen bei Ritualen oder wenn Du ein ganzes Haus ausräucherst.

Auch hier kannst Du die Asche im Hausmüll entsorgen, wenn sie komplett erkaltet ist. Ganz sicher gehst Du, wenn Du die Asche noch mit Wasser ablöschst.

 

7. Räuchern mit Kohle

Das Räuchern mit Kohle ist am aufwändigsten und Du kannst schon daraus ein kleines Ritual machen.

Mein Tipp ist, dass Du auch tatsächlich Räucherkohle *nimmst und nicht die gepressten Naturkohletabletten, die aus Hölzern und Kräutern bestehen. Diese haben einen eigenen Geruch und glühen manchmal schneller durch als die Harze, die Du verräuchern willst. Ich habe sie mal ausprobiert und war nicht wirklich begeistert.

Beim Räuchern mit echter Kohle kannst Du reine Harze nehmen oder Mischungen.

Du kannst aber auch Hölzer, Wurzeln und Kräuter verwenden. In dem Fall streue ein wenig Sand auf die Kohle oder nimm ein kleines Stück Alufolie, denn sonst verbrennen die Kräuter statt langsam zu verglühen.

 

Und jetzt Du: Was ist Deine Lieblingsmethode, um zu räuchern? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

 

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Lorbeer – Auf den Spuren der Pythia

Lorbeer – Auf den Spuren der Pythia

Es ist gut möglich, dass du Lorbeer in deiner Küche hast und nun wunderst du dich vielleicht, was er bei mir verloren hat, gerade wenn es in diesem Monat um Visionen geht.

Gute Frage und ich werde sie dir in diesem Artikel beantworten.

Ein wenig Mythologie

Der Sonnengott Apollo verliebte sich in die wunderschöne Bergnymphe Daphne, doch diese Liebe wurde nicht erwidert.

Daphne wurden irgendwann die Liebesbekundungen von Apollo zuviel und sie flehte die Götter an, dass sie dem ein Ende machen.

Die Götter erhörten Daphne und verwandelten sie in einen Lorbeer-Baum.

Doch das störte den verliebten Apollo nicht und er konnte nun Daphne als Baum küssen, denn nun konnte sie nicht mehr vor ihm fliehen. Damit Daphne immer bei ihm ist, erklärte er den Lorbeerkranz zu seinem Attribut und trug ihn seitdem bei sich.

Das Orakel-Heiligtum von Delphi war dem Apollo geweiht und am Eingang standen die Worte “Erkenne dich selbst”. Wie bei allen Tempeln dieses Gottes lag auch Delphi in einem Lorbeerhain, weil er diesen Strauch so liebt.

Die Seherin Pythia war die einzige Frau, die das Heiligtum betreten durfte. Sie saß über einer Erdspalte und Gase aus der Erde versetze sie in Trance.

Wahrscheinlich wurde dazu auch Lorbeer und Bilsenkraut geräuchert, um die Trance zu vertiefen und die Seherin könnte auch zusätzlich Lorbeerblätter gekaut haben.

Ihre rätselhaften und mehrdeutigen Sprüche wurden von den Priestern interpretiert und dann den Menschen mitgeteilt. In der Antike war Delphi das bekannteste Orakel, zu dem auch regelmäßig Könige und Kaiser pilgerten, um sich Rat zu holen.

Seit dieser Zeit wird der Lorbeer mit Selbsterkenntnis und Visionen in Verbindung gebracht.

Den Lorbeerkranz trugen einst Kaiser, Könige und Sieger von sportlichen Wettkämpfen und du kennst sicher auch den Spruch “sich auf den Lorbeeren ausruhen”.

Auch Dichter trugen gern den Lorbeerkranz, denn Apollo war nicht nur der Sonnengott sondern auch für die Dichtkunst, Musik, Gesang, Heilung und Weissagung zuständig.

 

Lorbeer in Küche und Garten

Der echte Lorbeer stammt aus dem Mittelmeerraum und ist daher frostempfindlich.

Wenn das Thermometer unter -5° Celsius fällt, ist es höchste Zeit, ihn ins Haus zu holen. Einen bayerischen Winter würde er also wahrscheinlich draußen nicht überleben.

Du kannst ihn aber innen in einem Topf an einem kühlen und hellen Standort überwintern

Als Gewürz wird er gern bei der Zubereitung von Fleisch, Fisch und Wild eingesetzt. Die Blätter können gern mitgekocht werden, aber du solltest sie vor dem Verzehr herausnehmen.

Er braucht einen geschützten sonnigen Standort und du solltest ihn regelmäßig gießen. Zur Not reicht ihm auch Halbschatten.

Du kannst die Blätter im Frühling und im Herbst ernten, aber lasse sie erst trocken, wenn du sie verwenden willst, denn dabei verlieren sie ihre Bitterstoffe.

 

Lorbeer beim Räuchern

Der Duft der Lorbeerblätter soll aufheiternd wirken und helfen, Unklarheiten zu beseitigen.

Er wirkt auch entspannend und beruhigend.

Lorbeer wird dem Element Luft zugeordnet und soll die geistigen Energien und Kräfte wirken.

Er soll auch das dritte Auge öffnen und so auch die Sicht nach innen erleichtern.

Er schenkt dir so Erkenntnis und Urteilsvermögen. Wenn du die Blätter zum Räuchern benutzt, dann könnte es passieren, dass du prophetische Träume hast oder dich zumindest besser an deine Träume erinnerst.

Benutze also Lorbeer weise und sparsam.

Da Lorbeer dem Sonnengott heilig war, wird es auch nach wie vor gern für Sonnenräucherungen genutzt, gerade auch im Winter, wenn in den Raunächten das Wiedererstarken der Sonne gefeiert wird.

Du kannst Lorbeerblätter auch bei Reinigungs- und Segnungsritualen einsetzen.

In Mischungen verträgt es sich mit Dammar, Weihrauch, Burgunderharz, Thymian, Salbei oder Rosmarin, aber du kannst auch die Blätter allein verräuchern.

Wenn du nicht nur auf Lorbeer vertraust, um deine Vision zu finden und Klarheit für deinen Weg zu bekommen, dann stehe ich dir auch gern zur Seite. Und vielleicht auch mit einem unterstützenden Ritual.

 

Ein wenig Magie zum Schluss

Wenn du deine Wünsche auf getrocknete Lorbeerblätter schreibst und sie dann verbrennst, dann sollen die Wünsche in Erfüllung gehen.

Lorbeerzweige wurden auch als Schutz vor Unglück und bösen Geistern aufgehängt.

Gern stellte man die Büsche rechts und links vor den Haustür, um Gefahren, Krankheiten und Blitzschlag abzuwehren.

Und jetzt Du: Hast du schon einmal Lorbeer zum Räuchern genutzt oder war er bis jetzt nur ein gutes Gewürz für dich?

Räuchergefäße – von selfmade bis edel

Räuchergefäße – von selfmade bis edel

Ich muss zugeben, ich liebe Räuchergefäße und Räucherkram. Kaum ein Urlaub, aus dem ich mir nichts zu räuchern mitbringe. Manche kaufen sich Schmuck oder Klamotten, ich schleppe kiloweise Räucherstäbchen oder Räuchergefäße um die halbe Welt.

Ich habe natürlich so meine Lieblingsstücke, aber ich will Dir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt.

1. Selbstgemachtes Räucherstövchen

Ich bin auf diese Konstruktion gekommen, weil ich nicht immer mit Kohle verwenden wollte, aber dennoch auch Harze verräuchern wollte.

Bei Kräutern habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, sie zu verräuchern, ohne dass ich immer Alufolie oder Sand auf die Kohle lege, damit sie nicht verbrennen.

Ich habe in der Vergangenheit Räuchersiebe benutzt und irgendwo habe ich sicher auch noch eines. Der Grundgedanke ist nicht schlecht, einfach ein Teelicht unter das Sieb, Kräuter oder Harz darauf und räuchern.

Der Haken an der Sache war, dass Du bei Harzen auch etwas unterlegen musst, weil es sonst das Sieb verklebt. Es gibt zwar Reinigungsbürsten aus Draht, aber die fand ich wenig effektiv.

Wenn Du das Harz nicht vernünftig aus dem Sieb bekommst, hast Du auch immer noch den Duft bei der nächsten Räucherung drin.

Nachdem ich eines dieser Siebe ruiniert habe, habe ich das zweite kaum benutzt.

Und irgendwie war der Abstand nie richtig, dass die Kräuter vernünftig verräuchert werden.

Also habe ich ein Gitter aus einer anderen Räucherschale genommen, es über einen Teelichthalter aus Glas gelegt und auf das Gitter die Aluschale vom Teelicht.

In diese Hülle kommen dann immer die Kräuter oder Harze. Die Steine nehmen die Hitze des Teelichts ein wenig auf und sehen auch hübsch aus.

Das Glas selbst wird aber heiß, also stelle es auf eine feuerfeste Unterlage.  Eine pragmatische Lösung, die für mich gut funktioniert.

 

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2. Räucherschale mit Sand

Wenn Du es hübscher magst, dann kannst Du jede Schale aus Ton, Metall oder Keramik nehmen, die Dir gefällt.

Du musst sie nur mit Sand, Erde oder kleinen Kieselsteinen füllen, damit nichts das Brennen anfängt und die Hitze nicht weitergeleitet wird.

Du kannst diese Variante nicht nur für das Räuchern mit Kohle benutzten, sondern auch für Räucherkegel und Räucherstäbchen.

 

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3. Jemenitisches Räuchergefäß

Das ist, auch wenn es ein wenig rustikal aussieht, eines meiner Lieblingsräuchergefäße. Ich habe es auf einem Markt im Jemen gekauft.

Der Jemen war früher das Zentrum des Weihrauchhandels und noch heute wird dort viel geräuchert. In der Antike stammte der meiste Weihrauch von dort.

Das Gefäß ist klein und praktisch. Ich lege einfach die Kohle in das kleine Becken, entzünde sie und kann loslegen. Durch die Luftritzen wird die Kohle gut mit Luft versorgt und kann schön durchglühen.

Das Gefäß wird kaum heiß und kann mit dem Henkel gut herumgetragen werden.

 

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4. Räuchergefäß mit Netzeinsatz

Diese Gefäße* haben das gleiche Prinzip. Du legst die Kohle auf das Netz und kannst sie entzünden. Die Asche fällt durch das Netz in das Gefäß, eine saubere und unkomplizierte Angelegenheit.

Manche haben einen Deckel, aber ich verwende ihn nicht, denn ich habe den Eindruck, dass nicht genug Luft reinkommt und die Glut in der Kohle irgendwann erstickt.

Nur achte bitte darauf, dass das Gefäß auf einer feuerfesten Unterlage steht, denn es besteht aus Metall und wird heiß.

 

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5. Schwenkräuchergefäß

Ich muss zugeben, der Schwenker* ist absolut nicht mein Favorit. Mag sein, dass es mich zu sehr an die Kirche erinnert und es gibt sicher welche, die ihn toll finden.

Ich habe es mir gekauft, weil ich es an sich praktisch gefunden habe, um das Haus auszuräuchern. Jedoch rutscht die Kohle hin und her, auch wenn ich es mit kleinen Steinen fülle und die Öffnung ist recht klein, so dass das Nachlegen eine ziemliche Fummelarbeit ist.

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Und jetzt Du: Was ist Dein Favorit? Schreib es mir doch in den Kommentar.

 

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Räuchermischung Kyphi

Räuchermischung Kyphi

Eine meiner Lieblingsmischungen ist Kyphi. Man sagt, dass es aus dem alten Ägypten stammt. Es wurde quasi für jede Lebenslage verwendet, sei es um den Göttern zu opfern oder eine angenehme Atmospähre zu schaffen. Manche sagen sogar, es hätte eine aphrodisierende Wirkung.

Du brauchst für Kyphi:

  • 1 TL Weihrauch
  • 1 TL Myrrhe
  • 1 TL Mastix
  • 1 TL Benzoe Siam
  • 1 TL Kalmuswurzeln
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 1 TL Nelken oder Rosinen
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Sandelholz
  • 1/2 TL Koriander
  • 1 TL Honig
  • 2 TL Rotwein

Wenn Du Schwierigkeiten hast, die Zutaten zu besorgen oder Du etwas nicht magst, dann lass es einfach weg. Du kannst auch manches ersetzen oder z.B. auch Gewürznelken statt der Rosinen hinzufügen. Die meisten Zutaten wirst Du sicher schon in Deiner Küche haben.

Zerstoße zuerst die Hölzer, Kräuter und Gewürze in einem Mörser. Da brauchst Du etwas Kraft und Ausdauer, denn die Hölzer sind hart. Wenn Dein Mörser nicht groß genug ist, dann kannst Du in Etappen arbeiten, denn sonst kann sich alles auf dem Tisch verteilen, wenn Du mit entsprechender Kraft herangehst.

Du kannst es Dir auch einfach machen und eine Küchenmaschine oder eine Kaffeemühle verwenden.

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Dann sind die Harze dran, die zerstößt Du auch in einem Mörser, bis Du ein grobes Pulver hast.

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Dann vermischst Du diese Zutaten mit dem Wein und dem Honig. Das gibt eine zähe, klebrige Masse. Wenn Du alles im Mörser vermischst, dann hast Du viel Arbeit, ihn wieder sauber zu bekommen, denn der Staub vermischt sich mit dem Honig und klebt alles zu. Besser ist es, wenn Du alles in einem Glas oder auf einem Teller vermischst. Das bekommst Du einfacher sauber.

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Du kannst daraus kleine Kugeln formen und diese trocknen. Diese werden dann auf Räucherkohle verräuchert. Oder Du füllst die Masse in ein Glas und nimmst dann mit einem Löffel immer die entsprechende Menge daraus. In jedem Fall würde ich Dir empfehlen, das Kyphi mindestens 2-3 Wochen ziehen zu lassen, denn je länger es zieht, desto besser riecht es.

Durch die Harze und den Zucker wird es auch ganz gut konserviert. Ich hatte schon Kyphi, das Jahre alt war und immer noch gut war. Es hat weder geschimmelt noch ist es schlecht geworden.

Und jetzt Du: Kennst Du Kyphi? Was ist Deine Lieblingsräucherung?