Eibe – Vermittlerin zwischen den Welten

Eibe – Vermittlerin zwischen den Welten

Die Eibe ist ein ganz besonderer Baum und wird in vielen Kulturen als heilig verehrt.
Sie ist allein deshalb besonders, weil es männliche und weibliche Bäume gibt.

Die Eibe galt schon immer als Todesbaum. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn außer dem roten Fruchtfleisch sind alle Bestandteile für Menschen giftig.

Die Nadeln wurden früher als Gift verwendet und noch heute findest Du die Eiben häufig auf Friedhöfen, denn sie wird als Vermittlerin zwischen den Lebenden und den Toten gesehen.

Die Eibe braucht wenig Licht und ist ein Schattenbaum. Das trägt natürlich auch dazu bei, dass sie mit der Unterwelt in Verbindung gebracht wird. Sie kann Dich auch in Kontakt mit Deinen Schatten bringen.

Bei den Kelten und Germanen soll sie für Abwehrzauber eingesetzt worden sein. Sie soll böse Geister verjagen und vor Unheil schützen. Daher wurden kleine Amulette aus Eibenholz am Körper getragen und später auch kleine Kreuze, die vor Krankheiten schützen sollten.

Die Eibe gilt nicht nur als Todes- sondern auch als Lebensbaum. Sie ist ein immergrüner Baum und hat eine außergewöhnlich lange Lebensdauer. Sie kann bis zu 2000 Jahre alt werden, aber diese alten Bäume sind inzwischen sehr selten geworden.

Aus dem harten Holz fertigte man früher Armbrüste, Pfeile und Lanzen, die den Feinden den Tod bringen sollten. Die Pfeile hat man mit Eibensud vergiftet. Davon abgesehen war das zähe und dennoch elastische Holz gerade für Bögen perfekt geeignet.

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Eibenwald

Wenn Du in Oberbayern wohnst oder mal in der Gegend bist, dann lohnt sich der Besuch des Paterzeller Eibenwaldes bei Wessobrunn.

Dort findest Du mit über 2000 Bäumen den größten zusammenhängenden Eibenbestand Deutschlands.

Die Eiben sind dort bis zu 1000 Jahren alt und der Wald ist ein Naturschutzgebiet.

1995 wurde ein Eibenlehrpfad angelegt und führt Dich mit zehn Informationstafeln durch diesen einmaligen Wald.

Eihwaz/Eoh

Eihwaz bedeutet Eibe und wie dieser Baum verbindet diese Rune Leben und Tod, die untere Welt mit der oberen Welt, Dunkelheit und Licht.

Sie steht für Transformation, Tod und Neubeginn, aber auch für Schutz und Verteidigung.

Sie repräsentiert den Weltenbaum Yggdrasil, wobei es hier unterschiedliche Meinungen gibt, ob damit tatsächlich die Eibe oder die Esche gemeint ist.

Diese Rune kann Dir dabei helfen, mit anderen Ebenen Kontakt aufzunehmen und unterstützt Dich bei Veränderungen. Sie schenkt Dir Willenskraft und Ausdauer.

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Meditation

Besonders wirkungsvoll ist eine Meditation neben dem Baum, wenn es sehr warm ist. Allein die Ausdünstung von Taxinen bringen Dich schon in die Anderswelt.

Ich habe eine Scheibe aus Eibenholz glatt geschliffen. Das war wegen der Härte nicht ganz leicht und hat auch recht lange gedauert. Aber auf diese Weise habe ich eine besondere Beziehung zu diesem Stück Holz. Wenn ich sie in der Hand halte oder mich in ihre Ringe versenke, dann kann ich auch mit dem Geist der Eibe in Kontakt kommen.

Natürlich kannst Du die Eibe auch im Rahmen einer schamanischen Reise besuchen und die Wirkung noch verstärken, wenn Du Eihwaz mitbenutzt.

 

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Räuchern

Zum Räuchern kannst Du das Holz, die Rinde und die Spitzen der Triebe verwenden. Denke daran, dass es ein heiliger Baum ist und unter Naturschutz steht. Nimm daher nur so viel wie nötig, aber das gilt auch für alle anderen Pflanzen.

Behandele den Baum mit dem nötigen Respekt und denke daran, dass Holz und Nadeln giftig sind. Wasche Dir also nach dem Schnitt auch die Hände und verwende die Nadeln sparsam beim Räuchern.

Ich würde Dir empfehlen, Eibe aufgrund ihrer Giftigkeit nur draußen zu räuchern. Wenn Du drinnen räucherst, dann öffne die Fenster, damit die Konzentration nicht zu hoch wird.

Als Todes- und Wandelbaum wird die Eibe von Saturn und Pluto beherrscht.

Daher solltest Du sie räuchern, wenn es um Themen wie Veränderung, Loslassen, Transformation, Wiedergeburt und Ahnenkontakt geht.

Für Samhain oder auch bei schamanischen Reisen ist die Eibe auch eine passende Räucherung.

Eibe kannst Du gut mit Fichtenharz, Beifuß, Mistel oder Wacholder gut mischen. Fichte und Wacholder reinigen, Beifuß schützt, Mistel wirkt angstlösend, klärend und ist ebenfalls eine Schwellenpflanze.

 

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Wichtiger Hinweis:

Die Wirkweisen, die ich beschreibe, sind entweder traditionelle Überlieferungen oder eigene Erfahrung. Sie ersetzen keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wende Dich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker. Ich stelle keine Diagnosen, gebe keinerlei Heilversprechen und verordne keine Heilmittel. Meine Tätigkeiten fallen nicht unter das Heilpraktikergesetz. Ich gebe keine medizinischen Ratschläge und führe keine medizinischen Behandlungen durch. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Arzt und keine Heilpraktikerin bin.

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen hast Du mit Eiben? Schreib Deine Gedanken doch in den Kommentar.

 

Samhain – Was lässt Du los?

Samhain – Was lässt Du los?

In der Nacht zum ersten November wird Samhain gefeiert. Es ist das Fest im Jahreskreis, das das Jahr beschließt. Das macht auch Sinn, denn das nächste Fest, Yule oder Jul, feiert mit der Wintersonnwende die Rückkehr des Lichts. Dann geht es auch wieder aufwärts und die Nächte werden kürzer.

Aber noch ist es nicht soweit.

Wir denken an die Ahnen und die Toten. Das Wetter ist meist trüb, so dass es auch von der Stimmung her passt.

Draußen riecht es leicht modrig, die meisten Bäume sind schon kahl, Nebel wabert in den Tälern und die Nächte werden immer länger.

Die ersten Bodenfröste kommen und die Natur trifft die letzten Vorbereitungen für den Winter.

Es ist die Zeit von Kerzen, sich einkuscheln, bei einer dampfenden Tasse Tee etwas Schönes lesen.

Wir fühlen uns nicht mehr so leicht wie noch vor ein paar Wochen und ziehen uns in uns zurück.

Auch wir selbst werden ruhiger, in uns gekehrter und denken mehr nach über das was war und das, was noch kommen wird.

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Die Zeit wird mit dem Tod verbunden.

Tod bedeutet auch immer Loslassen, sich verabschieden. Von Menschen, Dingen, Projekten, Eigenschaften.
Sie haben Dich ihre Zeit begleitet und haben Einfluss auf Dich genommen, waren in Deinen Gedanken und in Deinem Herzen, aber das ist nun vorbei.

In welcher Lebensphase bist Du gerade? Kündigt sich eine neue an?

Es ist Zeit für einen Abschied in Dankbarkeit für die vergangene Lebensphase. Wenn dabei Trauer hochkommt, dann ist das in Ordnung und auch gut so.

Was möchtest Du in diesem Jahr zurücklassen, was möchtest Du mitnehmen? Von wem oder was willst Du Dich trennen? Was hindert Dich am Voranschreiten?
Wenn es Dir nicht leicht fällt, loszulassen, dann kann ich Dich dabei unterstützen.

Mit wem oder was willst Du Dich aussöhnen? Das müssen nicht nur Menschen sein, das können auch Deine Eigenschaften sein?

Wir können leichter in dieser Zwischenzeit zwischen Tagundnachtgleiche und Sonnwende auch in die Zwischenwelt eintauchen, mit den Spirits und den Ahnen Kontakt aufnehmen.

Sie sind uns vorangegangen, aber ein Teil ist immer noch da. Gerade von unseren Ahnen lebt immer noch ein Stück in uns und daher können wir mit ihnen in Kontakt treten. Eine dunkle Schale mit Wasser oder ein Spiegel, in den Du nicht direkt hineinschaust, können Dir dabei helfen.

Aber lass Dich nicht zu sehr von dieser Schattenwelt einfangen und Dich hineinziehen. Um wieder im Hier und Jetzt anzukommen hilft Essen oder Tanzen, alles abschütteln.

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Meine Tipps gegen dustere Gedanken:

  • Wenn die Gedanken zu trüb werden, dann vertreibe sie mit Kerzen und ätherischen Ölen. Alle Zitrusdüfte eignen sich wunderbar, um die Stimmung aufzuhellen. Ich würde Dir Bergamotte oder als Mischung Citrus Fresh empfehlen.
  • Nutze das Tageslicht, auch wenn die Sonne nicht scheint, um Deine Vitamin-D-Produktion etwas anzukurbeln. Bewegung und Licht helfen Dir, im Gleichgewicht zu bleiben.
  • Ingwer-Tee wärmt Körper und Seele: Scheide frischen Ingwer in dünne Scheiben, presse eine halbe Zitrone aus und übergieße das mit heißem Wasser. Ein wenig Honig macht den Tee süßer.
  • Johanniskraut hat die Kraft des Lichts und der Sonne. Wenn Du ihn im Sommer gesammelt und getrocknet hast, dann kannst Du ihn nun auch aufbrühen und als Tee trinken. Oder Du holst ihn Dir aus dem Bio-Laden oder dem Reformhaus. Johanniskraut braucht eine Weile, um zu wirken. Ein wichtiger Hinweis: Wenn Du die Pille nimmst, dann kann Johanniskraut die Wirkung beeinträchtigen.
  • Nimm Dir bewusst Zeit für Dich, verwöhne Dich ein wenig und Schokolade ist da auch nicht die schlechteste Idee.

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Ein paar Ritualideen für Samhain:

  • Da es auch das heidnische Neujahr ist, ist es die perfekte Zeit zum Orakeln. Ziehe eine Karte, die symbolisch für die kommenden zwölf Monate stehen soll. Ich nehme z.B. immer das Göttinnen-Geflüster* und ziehe eine Göttin, die mich ein Jahr begleiten wird.
  • Lass das vergangene Jahr Revue passieren. Was war gut, was hätte besser laufen können?
  • Gedenke der Toten und der Ahnen. Das müssen nicht Deine leiblichen Vorfahren sein, das können auch verstorbene Menschen sein, die Dich beeinflusst haben. Und vergiss Deine Tiere nicht, die über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Welche Eigenschaften hast Du von ihnen übernommen? Was hat Dich geprägt? Sei dankbar dafür, dass es sie gegeben hat, denn ohne sie wärst Du nicht hier und auch nicht der Mensch, der Du bist. Wer Du sein wirst, das ist aber Deine Entscheidung.
  • Nimm Dir bewusst Zeit zum Trauern. Trauere um Menschen, aber auch um Projekte, Ideen, die Du begraben hast. Wenn es Dir schwer fällt, in diese Gefühle zu gehen, dann lass leise entsprechende Musik laufen. Tränen wollen geweint werden, aber sie reinigen, es gehört zum Leben dazu.
  • Bitte die Ahnen und die Spirits um Hilfe und Unterstützung für das, was Du in den nächsten Wochen und Monaten planst.
  • Schreibe auf einen Zettel oder ein Stück Holz das, was Du wirklich wirklich loslassen willst. Stelle Dir vor, wie es ist, wenn es fort ist und nie mehr wiederkommt. Gehe in Dein Gefühl hinein und spüre ganz tief in Dich hinein. Wie fühlt es sich an, wenn es nicht mehr da ist? Und dann entscheide, ob Du es wirklich loswerden willst. Wenn ja, dann verbrenne den Zettel oder das Holz. Du kannst es auch einem Bach oder einem Fluss übergeben.
  • Gehe zu einem Bach oder einem Fluss und meditiere über den Fluss des Lebens. Werde Dir bewusst, dass auch wenn es Abschiede und Trauer gibt, die dunkle Zeit einer hellen Zeit weichen wird. So ist es jeden Tag und jede Nacht und auch im Kreis des Jahres. In wenigen Wochen wird das Licht zurückkommen und wieder stärker werden, bis es zur Frühjahrstagundnachtgleiche die Macht wieder ganz übernimmt.
  • Räuchern erleichtert es Dir, in die Zwischenwelt einzutauchen und es ist gleichzeitig ein Opfer an die Spirits. Weihrauch, Copal, Wacholder oder Beifuß eignen sich besonders. Wenn es dir mit der Rauchentwicklung zu viel wird, dann nimm ätherische Öle. Auch hier eignen sich Weihrauch und Copaiba.
  • Stelle draußen Opfergaben für die Geister hin und entzünde eines der Grablichter dazu. Kürbisse, Bier, Granatäpfel, Äpfel und Nüsse eignen sich besonders.
  • Da die Schleier zwischen den Welten jetzt besonders dünn sind, ist es wichtig, Dich nach dem Ritual wieder gut zu erden. Iss etwas Herzhaftes, Warmes, eine Kürbis- oder Kartoffelsuppe und trinke ausreichend Wasser oder Tee.

Und jetzt Du! Wie feierst Du Samhain? Schreibe mir doch einen Kommentar.

 

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Kleines 1×1 für Rituale

Kleines 1×1 für Rituale

Ich habe schon in einem anderen Artikel darüber geschrieben, was Rituale sind und was sie uns bringen, nämlich Ordnung, Struktur und auch Vertrautheit und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Bei meinen Artikeln zu den Jahresfesten gebe ich auch immer Tipps zu Ritualen, aber wie baue ich eigentlich ein Ritual auf?

Die Frage kam schon öfter und daher möchte ich heute darüber schreiben, wie Du Deine eigenen Rituale gestalten kannst. Es geht also um ein spirituelles Ritual, bei dem Du Dich mit dir und den Spirits verbinden kannst.

1. Absicht

Für jedes Ritual brauchst Du eine Absicht, ein Ziel, einen Zweck.

Das kann letztendlich wirklich alles sein. Der neue Job, Geld, ein toller Urlaub, mehr Mut und Selbstvertrauen, das Lösen einer alten Beziehung, Loslassen von alten Verletzungen aber auch einfach Dankbarkeit für die Gaben, die Du von Mutter Erde, dem Leben, dem Universum erhalten hast.

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Ich habe bewusst jetzt nicht Liebe geschrieben, denn auch wenn das eine Absicht sein kann, besteht hier die größte Gefahr der Manipulation.

Ich will Dir das gern erklären: Du träumst davon mit Person X zusammen zu sein und machst ein Liebesritual nach allen Regel der Kunst. Und siehe da, X verliebt sich in Dich. Du lernst X besser kennen und stellst fest, dass die Idee und die Vorstellung schöner war als die Realität. Du willst Dich trennen, aber da gibt es Probleme. X will sich einfach nicht trennen und es wird unschön. Was ist passiert? Du hast unter Umständen ihn so manipuliert, dass X einfach nicht anders kann. Du wolltest X haben und hast auch X bekommen. Bitte, Wunsch erfüllt.

Daher solltest Du jede Absicht so formulieren, dass Du das Ergebnis im Fokus hast, nicht den Weg.

Ein guter Liebeszauber wäre daher, dass Du Deiner großen Liebe begegnen willst und kein Schaden daraus entstehen soll.

Der zweite Teil sollte übrigens immer dabei sein. Stell Dir einmal vor, Du brauchst Geld für ein Seminar. Da gibt es die unterschiedlichsten Wege von der Gehaltserhöhung bis hin zu einer Versicherungszahlung, weil Dir jemand in Dein Auto gefahren ist. Du bekommst das Geld von der Versicherung, aber Dein Auto ist kaputt. Wolltest Du das wirklich?

Bei jedem Ritual, das auf ein konkretes Ziel gerichtet ist, solltest Du Dir wirklich gut überlegen, WAS Du willst und wie Du darum bittest.

Selbst wenn Du Rituale und Zauber als Hokuspokus abtust, sie wirken. Das liegt daran, dass Du einen bestimmten Rahmen kreierst und Dein Unterbewusstsein alle Hebel in Bewegung setzt, damit Du es auch bekommst, wenn die Absicht wirklich stark genug ist.

Wenn Du nur etwas so hinsagst, um es mal zu testen, ohne dass Du es wirklich willst, dann wird nicht viel passieren. Du musst das Ergebnis wirklich wollen, aber denke gut nach.

Ich mache inzwischen selten Rituale, die auf ein konkretes Ergebnis abzielen, denn ich weiß, dass sie funktionieren und ich habe da auch Respekt davor.

Meistens sind meine Rituale wirklich Dankrituale oder ich verbinde mich mit den Spirits, den Elementen, der Natur.

Mein Ziel ist es dann, den Kontakt zu stärken und damit auch mich zu stärken, die Verbindung zu meinem Innersten und die Beziehung zu den Spirits zu festigen oder ich habe einfach Fragen, die mich persönlich betreffen und will einen Rat.

2. Hilfsmittel

Da kannst Du Dich wirklich austoben. Es gibt hier nichts, was es nicht gibt. Pompöse Ritualgewänder, Kelche, Dolche, Ritualstäbe, spezielle Altäre, Schwerter, Orakel, Pendel, Öle, da ist der Phantasie keine Grenze gesetzt.

Aber spätestens wenn Du das Gefühl hast, immer den halben Hausstand mit in den Wald zu schleppen, fängst Du an, etwas auszusortieren.

Ich benutze wenige Dinge, auch wenn ich natürlich aus meiner Anfangszeit rituelle Dolche habe, genau wie Götterfiguren, Pentagramme etc.

Bei mir gehören Kerzen dazu, Räuchern, mein Kelch für den Wein, etwas zu Essen, meist zusätzliche Opfergaben (Obst, Brot, ein Stein etc.) und meine Trommel. Manchmal verwende ich auch zusätzlich Steine oder ein feuerfestes Gefäß, um darin Zettel zu verbrennen oder Karten, um mir Impulse für mein Thema zu holen.

Wenn Du kein spontanes Ritual machst, dann solltest Du Dir den Ablauf vorher überlegen und ihn auch aufschreiben. Eine Checkliste für alle Sachen kann auch durchaus Sinn machen.

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3. Ablauf

Raum schaffen

Stelle alle Gegenstände dorthin, wo Du sie haben willst und vergiss nicht das Feuerzeug oder die Streichhölzer für die Kerzen. Ein schönes Tuch, auf dem Du Deine Opfergaben platzierst, kann eine schöne Mitte bilden.

Reinigung

Wenn Du irgendwo eingeladen bist, wo fühlst Du Dich dann wohler? Wenn das Chaos regiert und es schmuddelig ist oder wenn es aufgeräumt und gemütlich ist? Genauso ist es auch bei den Ritualen.

Daher solltest Du den Platz, an dem Du Dein Ritual machst, reinigen.

Das bedeutet ganz praktisch: Räume zumindest den Raum auf, wenn das Ritual innen stattfindet und wenn es draußen ist, dann räume größere Äste und Stolperfallen zur Seite.

Der nächste Schritt ist die energetische Reinigung. Spritze ein paar Tropfen Salzwasser in alle Ecken oder schreite draußen den Platz ab und versprenge es oder räuchere, am besten mit Salbei oder Weihrauch.

Stelle Dir dabei vor, wie zum Beispiel ein weißer Wirbelwind alle negative Energie vertreibt.

Du kannst auch beides kombinieren und vergiss nicht, auch Dich zu reinigen. Eine Dusche vorher ist übrigens auch keine schlechte Idee.

Wer oder was soll Dich unterstützen?

Wenn der Raum gereinigt ist, können die Gäste kommen.

Wenn Du ein Ritual mit anderen Menschen machst, dann kannst Du sie nun in den gereinigten Raum einladen. Bevor sie eintreten, sollten auch sie energetisch gereinigt werden, indem Du ihre Chakren oder ihr Drittes Auge mit dem Salzwasser benetzt oder sie ein wenig ausräucherst. Übertreibe nicht, denn sie sollen ja keine Rauchvergiftung bekommen.

Lade auch nun die Kräfte ein, die Dich unterstützen sollen. Das können Götter und andere Wesen sein, Dein Krafttier, die Elemente, was auch immer Dich bei Deinem Ritual unterstützt.

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Ritual an sich

Da Du Dir bestimmt Gedanken gemacht hast, wie das Ritual ablaufen soll, ist es nun an der Zeit, diesen Plan in die Tat umzusetzen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Du zur Ruhe kommst, in die Stille gehst und Dein Ziel Dir so gut wie möglich vorstellst. Und stelle es Dir nicht nur vor, sondern fühle, sehe, schmecke, rieche und höre alles, was dazu gehört.

Du kannst auch noch ein wenig singen, trommeln, meditieren, was eben passt und sich richtig anfühlt.

Danken

Wenn Du mit dem Teil, in dem es um Dein Ziel geht, fertig bist, dann bedanke Dich jetzt schon für die Anwesenheit. Opfere etwas Wein, Bier, Brot oder Tabak. Wenn Du auf einer Party bist, ist es ja auch schön, wenn sich der Gastgeber bei Dir für´s Kommen bedankt oder?

Raum auflösen

Wenn Du fertig bist, dann verabschiede alle Wesen, die Du auch eingeladen hast, das gebietet mindestens die Höflichkeit.

Löse den Raum auf, denn nach dem Ritual soll es wieder ein alltäglicher, normaler Platz sein.

Wenn Du vorher im Kreis gegangen bist und geräuchert hast, dann kannst Du nun in der entgegengesetzten Richtung gehen.

Wenn Du magst räuchere noch einmal und stelle Dir vor, wie dieser besondere Platz nun wieder in seiner ursprünglichen Energie ist, in der er vor dem Ritual war.

Räume alles wieder auf und wenn Du draußen gefeiert hast, dann nimm auch bitte wieder alles mit, was nicht aus Naturmaterialien besteht. Die Hüllen von Teelichtern werden gern vergessen 😉 Deine Opfergaben bleiben natürlich da.

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4. Action

Du hast Deine Absicht definiert, z.B. einen neuen Job? Wunderbar. Du hast ein Ritual dazu gemacht, Dir alles gut überlegt, Dein Wunsch ist wirklich tief und Du hast Dir genau vorgestellt, wie Du ganz erfüllt Deine Arbeit machst? Sehr gut.

Und jetzt lehnst Du Dich zurück und lässt das Universum machen? Falsch. Du bist auch danach gefragt. Wer nur Rituale macht, ohne selbst aktiv zu werden, kann es sich auch sparen.

Wenn Du etwas wirklich willst, dann ist es wie ein Puzzle. Es greifen mehrere Elemente in einander und Du musst auch etwas dafür tun. Ohne Deine Handlung verpufft die Energie, die Du aufgebaut hast.

Wenn Du ein leckeres Essen haben willst, dann reicht es auch nicht, die Zutaten zu kaufen und das Rezept auszudrucken, Du musst es auch kochen. Ohne Dein aktives Zutun bleibt ein ergebnisorientiertes Ritual wirkungslos.

Den Zauberstab, mit dem ich nur herumwendeln muss a la Harry Potter, den gibt es nicht und mit den Ritualen ist es genauso.

Und jetzt Du: Wie baust Du Deine Rituale auf? Machst Du überhaupt welche? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

 

 

Wasser – Alles fließt

Wasser – Alles fließt

Wasser fließt, verändert.

So verändert ein steter Wasserfluss Landschaften und auch die so harten Steine. Es schleift sie ab, bis sie rund werden. Diese Veränderung ist sanfter als die Veränderung durch Feuer oder Luft, auch wenn diese Elemente verändern und formen.

Ich liebe es, einfach am Wasser, am liebsten am Meer zu sitzen und zu schauen, dem leisen Schlagen der Wellen gegen das Ufer zuzuhören, den Wind zu spüren und die salzige Luft zu riechen und zu schmecken. Das bringt mich wieder ganz zu mir.

Irgendwann möchte ich auch am Meer leben, um immer auf diese Kraftquelle zugreifen zu können.
Im Moment ist das zwar noch Zukunftsmusik, aber immerhin habe ich einen Bach in der Nähe und dort ist auch einer meiner Kraftplätze.

Ich liebe es auch im Wald spazieren zu gehen, aber noch mehr Kraft und Inspiration finde ich am fließenden, sich bewegenden Wasser.

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Wasser hat auch viel mit Gefühlen zu tun, denn wenn wir uns freuen oder traurig sind, dann können schon Tränen fließen. Es gibt ja auch den Spruch, dass ein Mensch nahe am Wasser gebaut ist, wenn er oder sie sehr emotional ist.

Wasser reinigt auch. So spült es Anspannung und Ärger fort, wenn wir duschen. Dann fühlen wir uns erfrischt, klar und bereit zu neuen Taten.

Wenn ich in der Wanne liege, dann reinigt das auch, aber es ist für mich deutlich entspannender, meditativer und mir kommen viele Ideen. Für mich hat daher Wasser auch etwas mit Kreativität zu tun.

Unter seiner Oberfläche bleibt vieles verborgen. Denke nur daran, was alles im Meer lebt.

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Immer noch finden Forscher neue Tierarten. Im übertragenen Sinn gilt das auch für uns. Auch unter unserer Oberfläche, unter dem, was wir zeigen, ist vieles verborgen.

Manchmal trauen wir uns auch nicht in die Tiefen abzutauchen, denn sie machen uns Angst. Wenn Du im Meer abtauchst, dann wird es schon nach wenigen Metern dunkel. Genauso ist es bei uns. Begeben wir uns in unsere Tiefen, kann es Angst machen.

Aber wie beim Tauchen können wir wunderschöne Wesen entdecken, wenn wir genau hinschauen, aber auch andere, die wir erst annehmen lernen sollten, denn sie gehören genauso dazu.

Von Europa aus gesehen sind ist der nächste große Ozean im Westen, in Richtung Sonnenuntergang. Und mit der Sonne reisten die Toten in der Vorstellung der Antike in die Unterwelt oder ein Fluss brachte die Verstorbenen dorthin. Daher wird dieses Element auch mit Übergang, Abschied, Loslassen in Verbindung gebracht.

Diesem Element sind Herbst und der Westen zugeordnet.

Seine Farben sind Blau und Türkis.

Seine Landschaft sind das Meer, die Seen und die Flüsse, aber auch Moore, Brunnen und Dein Bad.

Es beherrscht die Sternzeichen Krebs, Skorpion und Wassermann.

Wasser und Mond sind untrennbar miteinander verbunden, denke nur an die Gezeiten.

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Wasser hat eine weibliche Energie und steht für Gefühle, vor allem Liebe, Intuition, Sensibilität, das Unterbewusstsein und Einfühlungsvermögen.

Es heilt und reinigt, bringt Dich wieder in den Flow und verhindert Stagnation.

Zu viel an Wasserenergie kann dazu führen, dass Du Dich zu sehr verlierst, die Erdung verlierst und dann im wahrsten Sinne des Wortes einfach weggespült wirst.

Zu wenig an Wasserenergie zeigt sich, wenn Du zu sehr im Kopf bist, Probleme hast, Dich und Deine Gefühle wahrzunehmen. Du bist distanziert und kannst dich schwer auf andere einlassen.

Wenn Du wieder in Fluss kommen willst, dann melde Dich bei mir und wir reden erst einmal.

Die Kraft des Wassers kannst Du nutzen, wenn Du

  • Zugang zu Dir und Deinen Gefühlen suchst,
  • Etwas loslassen möchtest,
  • Dich reinigen möchtest, auch im übertragenen Sinn,
  • Das Gefühl hast, etwas stockt in Deinem Leben und Du willst wieder in Fluss kommen oder
  • Kreativ sein möchtest

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Der Energie des Wassers kannst Du begegnen, wenn

  • Du an einem See, Fluss oder am Meer sitzt und einfach dem Wasser lauschen,
  • Ein Glas Wasser bewusst trinkst,
  • Generell viel Wasser trinkst,
  • Mit einer Muschel meditierst,
  • Einen Sonnenuntergang am Wasser betrachtest,
  • Einen Spaziergang entlang eines Ufers machst, am besten barfuß im Wasser,
  • Einfach die Hand in ein natürliches Gewässer hältst, die Augen schließt und nur spürst,
  • Mit Wasserfarben oder Aquarellfarben malst

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Wasserrituale

  • Wenn Du etwas loslassen willst, dann lasse alle Deine Gefühle, Bilder, Gedanken in einen Stein fließen. Überlege Dir einen Spruch, der Deinen Wunsch ausdrückt, ohne jedoch anderen zu schaden. Diesen Stein wirf ins Wasser, sage den Spruch, drehe Dich um und gehe, ohne Dich umzuschauen.
  • Bastel ein kleines Boot aus Naturmaterialien und bringe den Geistern des Wassers ein Geschenk dar, wenn Du ihre Unterstützung möchtest
  • Nimm eine Schale mit Wasser, setze Dich so hin, dass das Mondlicht hineinfällt und meditiere. Vielleicht zeigen sich auch Bilder im Wasser. Auf diese Weise kannst Du einen Blick unter Deine Oberfläche werfen. Am besten funktioniert das natürlich draußen.
  • Reinige regelmäßig Deine Chakren mit Salzwasser. Ein paar Tropfen genügen hier schon. Wenn möglich, dann verwende reines Salz ohne Rieselhilfe, also nicht das Billigsalz aus dem Discounter und auch nicht jodiertes.
  • Spüre ein Gefühl der Dankbarkeit, bevor Du Wasser trinkst und stelle Dir vor, wie diese Dankbarkeit wie ein Lichtstrahl in das Wasser fließt. Sende nur positive Gefühle ins Wasser, denn es nimmt Informationen auf. Das hat der Japaner Dr. Masaru Emoto mit seinen Wasserbildern eindrucksvoll bewiesen.
  • Wenn Du duschst, dann stelle Dir vor, wie das Wasser all Deine Sorgen, Deinen Ärger, alles, was Du loswerden willst, mitnimmt. Am Ende umfließt Dich weißes strahlendes Licht mit dem Wasser.wasser_02

Und jetzt Du: Was sind Deine Erfahrungen mit Wasser? Was verbindest Du damit? Schreibe mir doch in die Kommentare.

Lammas – Die erste Ernte

Lammas – Die erste Ernte

Lammas ist bereits das erste Erntefest, auch wenn die meisten bei Erntedank an Herbst denken. Das Fest wird auch Lughnasad oder Schnitter(innen)fest genannt und am 1. August gefeiert.

Es ist der Gegenpol zu Imbolc, wo wir die länger werden Tage und das Licht gefeiert haben.

Die Sommersonnwende ist schon eine Weile her und die Tage werden langsam merklich kürzer, auch wenn uns die lauen Sommerabende noch lange nach draußen locken. Die Temperaturen steigen noch einmal und Eisdielen haben Hochsaison.

Die Ferienzeit ist im vollen Gang und die schönen Tage erinnern uns daran, dass wir das Leben genießen sollen.

In dieser Zeit ist es an vielen Orten Tradition, Kräuterbüsche zu binden. Sie sollen Schutz und Segen bringen. Je nach Region sind es eine unterschiedliche Anzahl an Kräutern und damit auch eine unterschiedliche Zusammenstellung.

Meist sind es sieben oder neun Kräuter, aber es können bis zu 99 Kräuter werden.

Traditionell kommt die Königskerze in die Mitte und dann kannst Du noch andere Kräuter wie Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Kamille, Johanniskraut, Liebstöckel, Pfefferminze, Schafgarbe, Rainfarn, Thymian, Eibisch, Haselnusszweige, Ringelblume dazubinden.

Dieser Brauch ist eng mit Maria Himmelfahrt verbunden, hat aber eine deutlich längere Tradition, denn die getrockneten Kräuter dienten früher als Hausapotheke für den Winter.

Egal, welcher Tradition Du folgst, kannst Du natürlich Dir selbst zu dieser Zeit, in der die Kräuter ihre größte Wirkung entfalten, Deinen eigenen Kräuterbusch binden. Wähle die Kräuter, zu denen Du Dich besonders hingezogen fühlst, recherchiere ihre heilende und magische Wirkung.

Dann schaue Dich um, wo sie wachsen und sammele sie. Pass aber auf, dass Du keine Kräuter sammelst, die unter Naturschutz stehen und lasse immer etwa mindesens die Hälfte stehen. Bedanke Dich bei der Geistern des Ortes, indem Du ihnen kleine Opfergaben schenkst oder zumindest ein wenig für sie beim Sammeln singst.

Jetzt ist auch die passende Zeit, Kräuter zum Räuchern zu sammeln. Die beste Zeit dafür sind die sonnigen Vormittagsstunden. Trockne sie an einem luftigen Ort, damit sie nicht anfangen zu schimmeln.

Was ist in der Natur los?

Das Korn wird auf den Feldern reif oder ist schon an manchen Orten abgeerntet, der Mais schießt noch in die Höhe.
Himbeeren und rote Johannisbeeren sind bei mir schon durch, Stachelbeeren, Zucchini, Gurken und Tomaten werden reif.
Es ist nun die ideale Zeit, in regionalen Produkten zu schwelgen. Auf den Märkten und in den Läden siehst Du gerade jetzt immer mehr Angebote von Obst und Gemüse aus Deutschland und das bleibt auch noch eine Weile so.

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Das Korn wird geschnitten und der Tod wird nicht umsonst mit einer Sense dargestellt. Er wird auch der Schnitter genannt, denn er durchschneidet den Lebensfaden.

Auch wir können ohne den Tod nicht leben, denn wenn wir Obst oder Gemüse ernten, dann durchtrennen wir genauso ihre Verbindung zum Baum oder Strauch und ohne diese Verbindung kann weder die Tomate noch die Zucchini weiterleben. Und wir können nicht ohne die Gaben der Erde leben.

Aber auch wenn wir zu lange mit dem Schnitt warten, dann wird das Obst und Gemüse runzelig, lasch und kraftlos. Manches wird bitter und ungenießbar.

Es gibt also durchaus einen richtigen Zeitpunkt für das Trennen, für das Beenden.

Die Alternative ist, dass die Ernte verkommt und das, was uns geschenkt wurde, wird verschwendet, wenn wir es nicht rechtzeitig nutzen und versuchen, uns dem Rhythmus des Lebens zu entziehen.
Leben und Tod, Saat und Ernte, beide haben ihre Zeit, in der Natur und in unserem Leben.

Was wird bei Dir langsam reif?

Vielleicht geht es Dir ähnlich wie mir und Du hast genauso im Winter oder Frühjahr ein neues Projekt gestartet. Wie ist denn da bei Dir der Stand? Bist Du immer noch am Planen oder bist Du ins Tun gekommen? Vielleicht hast Du schon eine Ernte eingefahren und Erfolge gefeiert.

Vielleicht ist Deine Saat auch nicht aufgegangen. Dann ist es an der Zeit zu überlegen, was Du anders machen kannst, an welchen Schrauben Du drehen kannst. Vielleicht ist es auch nötig, einen Schnitt zu machen.

Was brauchst Du nicht mehr, was willst Du beenden? Wo willst Du vielleicht Grenzen ziehen? Welche alten Zöpfe willst Du abschneiden? Du musst es ja nicht mit einer Sichel oder einer Sense machen.

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Meine Ernte

Wenn es Dich interessiert, was es bei mir so zu ernten gab, gebe ich Dir gern einen Einblick:

  • Ich freue mich riesig über meine ersten Klientinnen.
  • Im Februar/März hatte ich einige Kooperationen für meinen Reiseblog angestoßen und durfte verschiedene Städte in Deutschland und einige Länder in Europa besuchen. Das wäre für mich dieses Jahr sonst nicht möglich gewesen. Natürlich war das nicht umsonst, denn die Destinationen haben von mir schöne Berichte mit vielen Fotos bekommen
  • Ich habe im März mit meiner Fortbildung zum NLP Professional Practitioner angefangen und meine Prüfung Mitte Juli abgelegt. Im Herbst geht es dann weiter.
  • Meine Saat mit dem Podcast für den Reiseblog ist nicht aufgegangen und ich habe ihn eingestellt. Aber ich habe unheimlich viel gelernt und das Wissen wird mir sicher nützlich sein, wenn ich Webinare mache oder Audioaufnahmen für meinen Kurs.
  • Meine Dankbarkeitsgruppe war einfach phantastisch. Es ist unglaublich, wie viel positive Energie es dort gibt und die Dankbarkeit immer weiter wächst.

 

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Anregungen für diese Jahreszeit

  • Kaufe jetzt bewusst saisonales Obst und Gemüse aus Deiner Region und verbinde Dich so mit dieser Jahreszeit
  • Flechte aus Kornähren einen Zopf oder, wenn Du geschickter bist, eine Puppe, die Du dann in einem Feuerritual opferst.zopf
  • Jetzt ist genau die richtige Zeit, um Kräuter zu sammeln, bevor die Kraft ihrer Wirkstoffe nachlässt. Sammele und trockne sie, damit Du von ihrer Kraft auch im Winter noch profitieren kannst. Aus getrocknetem Salbei kannst Du im Winter zum Beispiel einen tollen Tee gegen Husten machen.
  • Du kannst auch getrocknete Kräuter zum Räuchern verwenden.
  • Mach aus dem Obst Marmeladen und aus dem Gemüse Chutneys, aber ernte nicht alles, sondern lass auch etwas für die Tiere übrig.
  • Verbringe eine der lauen Nächte allein draußen und mache daraus eine Visionssuche. Frage die Spirits und Dich, in welche Richtung Du weitergehen sollst.
  • Schmücke Deine Wohnung mit Blumen der Jahreszeit. Sonnenblumen kannst Du geschnitten oder im Topf besorgen.
  • Nimm frische Kräuter und zerdrücke sie ein wenig, bevor Du sie in eine Karaffe mit Wasser tust. Trink regelmäßig dieses Kräuterwasser, z.B. mit Mädesüß, Salbei oder Pfefferminze.
  • Probiere es mal mit Brot backen. Das ist auch eine angemessene Opfergabe für Dein Lammas-Ritual
  • Meditiere über die Fülle in Deinem Leben

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Ritual-Ideen

  • Lammas ist ein Fest der Fülle und des Überflusses. Die Natur hat uns reichlich beschenkt und nun ist es an uns, ihr ein wenig davon zurückzugeben.
  • Schmücke Deinen Altar mit einem schönen Blumenstrauß.
  • Als Opfergaben bieten sich geflochtene Kornähren, selbst gebackenes Brot, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten
  • Als Farben sollten Rot, Goldgelb, Braun und Schwarz dominieren, aber auch Violett kann dabei sein, so wie die reifen Pflaumen.
  • Bedanke Dich für das, was Du bis jetzt ernten durftest oder
  • Überlege Dir, was Du abschneiden oder beschneiden willst.
  • Schreibe dies auf oder flechte es in einen Kornährenzopf.
  • Verbrenne es, damit es transformiert wird.
  • Binde die gesammelten Kräuter (Du hast natürlich vor dem Schneiden gefragt und Dich nach dem Schneiden bedankt) zu einem Büschel und segne es mit ein paar Spritzern Wasser oder Wein. Hänge das Bündel nach dem Ritual zum Trocknen auf.
  • Bedanke Dich für die Fülle, in der Du leben darfst und spüre Dankbarkeit in Dir

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Und jetzt Du: Wie feierst Du Lammas? Welche Ernte fährst Du ein? Wie und wo erlebst Du Fülle? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

 

Wie Du Deinen Kraftplatz findest

Wie Du Deinen Kraftplatz findest

Du kennst sicher die berühmten magischen Kraftplätze wie Stonehenge, Machu Picchu, die Pyramiden, Uluru (Ayers Rock) oder Glastonbury. Vielleicht hast Du sie selbst auch schon besucht, aber wer von uns kommt da schon öfter oder sogar regelmäßig hin?

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Da liegt es nahe, sich einmal nach Kraftplätzen in der näheren Umgebung umzuschauen oder selbst einen persönlichen Kraftplatz zu finden.

Was ist eigentlich ein Kraftplatz?

Kraftorte haben eine bestimmte Energie, eine bestimmte Magie. Diese Kraft kann natürlichen Ursprungs sein oder ist durch seine Geschichte gewachsen.

Man sagt, dass die Erde von sogenannten Ley-Lines überzogen ist. Das ist ein Netz aus Kraftlinien, das die Erde komplett bedeckt. An markanten Kreuzungen entstehen starke Energien, die schon seit Anbeginn der Zeit genutzt wurden.

Viele Kulturen kennen Kraftlinien. Bei den Chinesen sind es die Drachenlinien, bei den Aborigines sind es die Traumpfade, in Europa stehen bedeutende Kathedralen an Schnittpunkten.

Doch auch markante Ereignisse wie große Schlachten oder Orte, an denen viele Menschen starben, drücken einem Ort ihren Stempel auf. Wenn Du einmal eines der Schlachtfelder wie Waterloo besuchst oder ein Konzentrationslager, wirst Du sicher merken, was ich meine. Diese Orte haben einfach keine gute Aura, aber das ist auch kein Wunder.

Oft werden auch Berge, Quellen, Flüsse oder Bäume als Kraftplätze bezeichnet und verehrt. Auch manche Ortsnamen weisen auf Kraftplätze hin, wenn sie “Licht”, “Eibe”, “Eiche” oder Heiligennamen enthalten.

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Während der Christianisierung wurden oft an Kultplätzen Kirchen oder Kapellen errichtet, um zum einen die “bösen” weil heidnischen Götter zu vertreiben und zum anderen sich die Gewohnheit der Menschen zunutze zu machen, die dort ohnehin ihre spirituellen und religiösen Riten durchführten.

An einem Kraftort bündelt sich also Energie. Du kannst sie als positiv oder negativ empfinden, aber das ist nur unsere menschliche Wertung. Der Ort an sich hat einfach eine Energie, die anders ist als seine Umgebung.

Wie findest Du Deinen Kraftplatz?

Wenn Du topographische Karten anschaust, wirst Du oft Naturdenkmäler, Keltenschanzen oder Ringwälle eingetragen sehen.

Hole Dir einmal eine Karte von Deiner Umgebung und mache Dich auf die Suche. Du wirst sicher einen entsprechenden Platz bei Dir in der Nähe finden.

Bäume, die krumm und schief oder in einer ungewöhnlichen Form wachsen, Steine in ungewöhnlichen Formationen oder Bäume in einem Kreis können Hinweise auf einen Kraftplatz sein.

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Versuche einen Kraftplatz spielerisch zu finden. Es muss nicht unbedingt die Keltenschanze oder die Dorflinde sein, auch nicht die Eibe im Eibenwald oder die Quelle bei einer Kapelle.

Es kann ein Ort in einem Park sein oder eine Lichtung im Wald, ein besonderer Baum, der Dich anspricht oder der Gipfel eines Hügels mit Blick auf die Umgebung.

Gehe mit offenen Sinnen in der Natur spazieren, am besten allein ohne Ablenkung. Gehe langsam und bewusst. Bitte die Geister, Dir bei Deiner Suche zu helfen. Achte auf den Vogelgesang, auf die Bäume, Tiere und Pflanzen, die Dir unterwegs begegnen.

Nicht jeder Kraftplatz hat übrigens eine aufbauende, aufladende Energie. Vielleicht ist es Dir auch schon einmal passiert, dass Du draußen unterwegs warst und plötzlich kam ein kalter Hauch oder Du hast Dich auf einmal unwohl gefühlt. Auch das gibt es, Orte, die Energie ziehen und sich irgendwie ungut anfühlen. Das sind ebenfalls Kraftplätze, aber nicht unbedingt solche, die Dich oder auch andere Menschen willkommen heißen.

Aber genauso gibt es Orte, wo Du Dich wohl und geborgen fühlst, das Gras scheint irgendwie grüner zu sein, die Luft milder und das das Vogelgezwitscher noch fröhlicher.

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Das müssen keine ausgewiesenen Kraftorte sein, es kann auch Dein persönlicher Kraftort sein, mit dem Du in Resonanz bist, der auf Dich gut reagiert. Ein anderer Mensch würde da vielleicht nichts spüren.

Wie verhältst Du Dich an einem Kraftplatz?

Wenn Du so einen Ort gefunden hast, dann solltest Du ihn regelmäßig besuchen.

Bei Deinem “Antrittsbesuch” gebiet es die Höflichkeit wie bei jedem Besuch, Dich erst einmal vorzustellen und zu fragen, ob Du mal öfter vorbeischauen darfst.

Erkläre den Ort, was Du eigentlich willst, sprich über Deine Absicht.

Setze Dich einfach auf den Boden, atme tief ein und aus, öffne Deinen Geist und lasse Dich ganz auf den Ort ein.

Spüre nach, ob und welche Reaktion kommt. Auch wenn Du nichts spüren solltest, bleibe geduldig und höflich.

Bedanke Dich und lasse eine kleine Gabe da. Das können Nüsse, Obst, Wasser oder Milch sein oder räuchere ein wenig. Pass aber bitte auf, dass keine Glut herumfliegt. Vor allem im Sommer besteht Waldbrandgefahr durch glühende Asche etc.

Wenn Du keine negative oder ablehnenden Gefühle gespürt hast, dann besuche diesen Platz öfter. Erzähle von Dir, feiere dort kleine Rituale, besuche ihn an Vollmond, singe und tanze dort oder meditiere dort regelmäßig.

Baue eine, Deine, Beziehung mit diesem Ort auf.

Verhalte Dich dort so, wie Du Dich bei einem Besuch bei einem guten Freund verhalten würdest. Das heißt, lade nicht nur Deine Sorgen ab, hinterlasse nichts außer Fußspuren und biologischen Opfergaben, komm auch mal vorbei, um einfach nur Hallo zu sagen, ganz ohne Absicht und sei freundlich.

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Wenn Du dort Müll siehst, dann nimm ihn mit, auch wenn er nicht von Dir stammt.

Wenn Du Deinen Kraftplatz und die Geister dort freundlich behandelst, dann wird dieser besondere Ort Dir Kraft und Heilung schenken.

Du wirst dort Deine Batterien aufladen können, Trost finden, Schutz. Vielleicht wirst Du dort Ratschläge empfangen und Inspiration. Mit Sicherheit wird Dir dort Ruhe, Entspannung und Harmonie geschenkt.

Wenn Du den Ort gut kennst, dann kannst Du ihn auch in Deinen Gedanken besuchen.

Das ist natürlich nicht dasselbe wie ein tatsächlicher Besuch, aber manchmal geht es eben nicht, dass Du persönlich vorbeischaust. Dann reise in Gedanken hin. Auch das wird euch beiden gut tun.

Vielleicht schenkt ein Baum Dir dort ein Stück von sich, vielleicht fällt Dir ein besonderer Stein auf oder Du findest eine Feder dort. Bedanke Dich für das Geschenk.

Du hast dann auch Zuhause ein Stück Deines Kraftplatzes. So kannst Du Dich immer und überall mit Deinem Kraftplatz verbinden, im Büro, auf Reisen, Zuhause oder wenn Du gerade im Zug bist.

Und jetzt Du! Hast Du einen Kraftplatz und wie hast Du ihn gefunden? Oder bist Du noch auf der Suche? Erzähl doch einmal und schreibe mir einen Kommentar.