Wie viel Dogma braucht Spiritualität?

Wie viel Dogma braucht Spiritualität?

Zu dem heutigen Artikel haben mich viele Fragen und Kommentare inspiriert, die ich auf meine Artikel und auch während der Raunächte bekommen habe. Ich wurde oft gefragt, ob man ein bestimmtes Vorgehen abwandeln darf oder ob man etwas auf eine bestimmte Weise machen muss (nicht soll! Das ist auch noch einmal ein feiner Unterschied).

Damit ich nicht zu abstrakt bleibe zwei Beispiele:

Ich wurde während des Raunachtskurses mehrmals gefragt, ob man die Wunschzettel am Morgen verbrennen muss oder es auch am Abend machen darf. Oder was man tun soll, wenn man es einmal vergessen hat.
Darf man Morgenseiten auch am Abend schreiben?

Zunächst einmal freut es mich sehr, dass meine TeilnehmerInnen Vertrauen zu mir haben und mich fragen. Das ehrt mich, aber auf der anderen Seite erschreckt es mich auch ein wenig, denn ich bin kein Guru, der alles so furchtbar dogmatisch sieht.

Wer dieses oder letztes Jahr bei den Raunächten mit dabei war, kennt meine Antwort auf diese Fragen: Alles darf, nichts muss. Ok, da mache ich dann doch schon eine Einschränkung, aber dazu weiter unten mehr.

Mich irritiert es, dass es doch immer noch verbreitet ist, einfach das zu übernehmen, was jemand sagt. Ich weiß auch nicht, ob das typisch deutsch ist (ich wurde in Tschechien geboren…) oder ob das nur Unsicherheit ist, was ich absolut verstehen kann. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich mein erstes Ritual gemacht habe und welche Gedanken mir da durch den Kopf gegeistert sind, oje… Da hätte ich mir auch jemand aus Fleisch und Blut gewünscht, den ich hätte fragen können.

Aber zurück zum Thema…

Wenn etwas nicht in meinen Tagesablauf oder zu mir passt (wie zum Beispiel die Morgenseiten am Morgen schreiben), warum kann/darf ich es nicht anpassen? Nur weil es in einem Buch steht?

Ich will jetzt hier niemand zu nahe treten, naja, ok, vielleicht doch ein bisschen, aber warum werden manchmal Dinge gerade im spirituellen Bereich so dogmatisch oder so streng gesehen?

Liegt es daran, dass seit 2000 Jahren die Kirche alles vorschreibt und die allein selig machende Wahrheit für sich in Anspruch nimmt und die Menschen so daran gewöhnt sind, in diesem Bereich zu gehorchen?

 

Ich will dir einmal eine Geschichte von mir erzählen:

Als ich vor vielen vielen Jahren begann, mich mit Heiden- und Hexentum näher zu befassen, war ich ganz happy, dass ich in München eine Gruppe gleichgesinnter Menschen getroffen habe. Nach einer Weile wurde es mir gestattet, eine Lehrzeit in dem Coven (Zirkel) zu beginnen und wow, die eine Hohepriesterin war sogar von Vivianne Crowley selbst eingeweiht worden. Und ich durfte in dieser Gruppe dabei sein. Das hat mich zu Beginn auch ziemlich beeindruckt, aber nach einer Weile war ich ziemlich ernüchtert.

Wie es so in vielen religiösen Gemeinschaften ist, einer gibt den Ton an und die anderen traben hinterher. Und wenn ich mal eine Frage hatte, dann kam nur die Antwort, ich solle es selbst herausfinden. Aber bitte dann mein Ergebnis verwerfen und dem richtigen Pfad folgen.

Zum Beispiel war es ein Muss, dass im Osten eine gelbe Kerze steht. Der Grund war an sich auch einleuchtend, denn im Osten geht die Sonne auf und bei einem Sonnenaufgang ist eine der Farben, die du siehst, nun einmal Gelb. Aber wenn du selbst schon einen Sonnenaufgang gesehen hast, dann weißt du, dass der Himmel auch Pink sein kann oder Rosa oder Türkis oder Orange. Und das wären in meinen Augen ebenfalls adäquate Farben gewesen. Aber nein, die Kerze musste gelb sein.

Das war nur ein harmloses Beispiel, es zog sich durch die ganze Ausbildung. Das war mir persönlich zu viel Dogma und da einer meiner höchsten Werte Freiheit ist, kannst du dir vorstellen, dass ich nicht lange in diesem Coven geblieben bin.

Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich finde es absolut sinnvoll, ein gewisses Rahmenwerk zu haben, innerhalb dessen wir uns bewegen. Das gibt Sicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit.

So sind nun einmal die Raunächte auf unserer nördlichen Halbkugel im Winter und nicht im Sommer. Auch die Farben im Chakren-System haben ihren Sinn, aber wie ich mir am Ende die Chakren vorstelle, ob als Wirbel, als sich entrollende Schlange oder als sich öffnende Lotosblüte, das bleibt mir überlassen. Zumindest ist das in meiner Welt so.

 

Ich möchte dich dazu ermutigen, dir selbst ein Bild zu machen und selbst zu entscheiden, was für dich stimmig ist. Dein Herz und deine Intuition sind Stimmen, denen du vertrauen solltest und wenn sich in dir alles, wirklich alles gegen etwas sträubt, dann solltest du darüber sprechen oder es im Zweifel auch einfach bleiben lassen.

Ein gewisser Rahmen ist super, aber er sollte weit genug sein und keine Fessel und kein Gefängnis.

Wenn du Rituale machst oder Affirmationen verwendest, mit denen du nichts anfangen kannst, dann werden es leere Hülsen. Dass sie keinen Effekt haben ist klar. Wenn du etwas ohne die richtige Einstellung und mit dem passenden Gefühl machst, wieso soll dann das Universum darauf reagieren?

Wir sind alle Teile des großen Ganzen, egal wie du es bezeichnest. Wir alle sind Energie und wir senden Energie aus. Und das Universum, das Göttliche, geht damit in Resonanz.

Keine Energie, keine Resonanz, kein Ergebnis, so einfach ist das. Daher funktioniert immer das am besten, was für dich stimmig ist und hinter dem du stehst.

„Alles ist Energie, und dazu ist nicht mehr zu sagen. Wenn du dich einschwingst in die Frequenz der Wirklichkeit, die du anstrebst, dann kannst du nicht verhindern, dass sich diese manifestiert. Es kann nicht anders sein. Das ist nicht Philosophie. Das ist Physik.” Das sagte Albert Einstein und er ist sicher kein abgedrehter Eso-Spinner gewesen.

Ähnlich ist es auch z.B. mit Tarot und der Interpretation der Karten. Ich bin wirklich ein Fan davon, eine persönliche Beziehung zu den Karten aufzubauen und zu schauen, was sie mir sagen, bevor ich Bücher wälze und dann auch noch am Ende versuche, mir die Bedeutungen einzuprägen. Mit Intuition und ein wenig Nachdenken kannst du dir die Bedeutungen auch selbst erarbeiten. Das ist dann zwar keine Instant-Interpretation, aber deine eigene. Zudem geht es auch unter´m Strich schneller als das Auswendiglernen.

Zusätzlich lässt dir das Hören auf deine Intuition auch den Freiraum, der Karte neue Bedeutungen zu geben, je nachdem, wie auch gerade deine Umstände und dein Verfassung sind.

Ein Rahmen, innerhalb dessen ich mich bewegen kann, kreativ sein kann, meine Persönlichkeit einbringen kann und mich selbst auch darin erkenne, ist für mich die beste Möglichkeit. Wie ist es mit dir?

Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.
Unterwegs mit einem Reisealtar

Unterwegs mit einem Reisealtar

Vielleicht weißt Du ja, dass ich sehr gern reise und dass ich auch einen Reiseblog habe.

Da ist es natürlich klar, dass ich viel unterwegs bin. Und dann kann und will ich auch nicht zu viel mitschleppen, denn meistens bin ich mit dem Rucksack unterwegs und da zählt jedes Kilo, wie Du Dir sicher denken kannst.reisealtar_12

Aber so ganz ohne Steine und Räucherkram mag ich dann auch wieder nicht verreisen. So liegt es nahe, dass ich mir irgendwann einmal auch Gedanken über eine Art Reisealtar gemacht habe.

Inzwischen habe ich sogar zwei, je nachdem, wohin die Reise geht und wie lange es dauert.

Ich möchte Dich heute einmal reinschauen lassen und vielleicht regt es Dich auch an, Dir einen kleinen Reisealtar zusammenzustellen.

Also los geht’s:

1. Reisealtar für kürzere Reisen

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Die Sachen, die ich eigentlich immer mit dabei habe, finden ihren Platz in einem bestickten Täschchen, das ich in Peru gekauft habe. Ich glaube, es ist eigentlich eine Art Geldbeutel oder Schlüsseltäschchen, aber ich nutze es eben als Mini-Reisealtar. Ich habe es damals einer Frau in den Anden abgekauft, mit deren Alpaka-Baby ich gekuschelt habe. Das Fell war ja so was von flauschig…, aber ich schweife ab.

Das Täschchen ist wirklich klein, aber groß genug, dass ich alles unterbringe, was ich immer dabei haben möchte.

In diesem Täschchen sind doch relativ viele Steine.

Da ist zunächst einmal ein Bergkristall, mit dem ich Energie bündeln kann. Bergkristall kann ich auch prima zum Meditieren nehmen oder als Ersatz für andere Steine. Er ist der Allrounder unter den Steinen und daher kommt er immer mit.

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Meinen Türkis habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen und er soll mir Glück auf meinen Reisen bringen. Er ist immer mit dabei, auf jeder Reise.

Der rosa Calcit ist einfach nur ein freundlicher tröstlicher Stein und ich fühle mich gut, wenn ich ihn dabei habe und in die Hand nehme.

Der kleine Skarabäus soll genauso wie die Tonkabohne mich beschützen und Glück bringen.

Wenn Du solo als Frau unterwegs bist, dann kannst Du eigentlich nie genug Schutz haben und bis jetzt hat auch alles gut geklappt.
Den Skarabäus habe ich mir übrigens aus Ägypten mitgebracht.

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Als Schutz ist immer ein Stein mit Algiz dabei. Auf die Rückseite habe ich Raido als Rune für das Reisen an sich gemalt.

Mein anderer Runenstein zeigt Uruz und wieder Algiz, damit mir nie unterwegs Gesundheit, Geld und Kraft ausgehen.

Auf einen weiteren Stein habe ich die Farben der Chakren gemalt. Da ich gern mit Chakren arbeite, war das die pragmatischste Art, sie mir auch unterwegs zu vergegenwärtigen.

Ich habe auch Repräsentanten der Elemente mit dabei:

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Der Bergkristall steht für die Erde, ein kleines Stück Koralle für das Wasser und ein stacheliger Stein aus der Wüste für Feuer.

Wenn Du vielleicht weißt, was das für ein Stein ist, dann wäre ich Dir für eine Aufklärung dankbar. Ich habe ähnliche Steine unter der Bezeichnung Limonit nach Markasit (Pseuodo-Steinmetamorphose?) gefunden. Aber eigentlich ist es mir egal, ich habe ihn in Ägypten in der Libyschen Wüste gefunden und daher ist er für mich Süden.

Palo Santo steht für mich für den Osten, also Luft, weil es ein Holz ist, das zum Räuchern genommen wird. Es riecht auch wirklich sehr angenehm, aber ich denke, ich müsste mal mein Stück auswechseln, weil es nur noch ganz leicht den typischen Geruch verströmt.

Meist gibt es in den Unterkünften Gläser oder ich habe meinen faltbaren Becher* dabei. Dann es ist kein Problem und das Element Wasser ist tatsächlich als Wasser da.

Das alles passt in das Täschchen und alle Gegenstände sind auch ziemlich stabil. Das ist mir wichtig, damit einfach nichts kaputt geht. Daher habe ich auch keine Muscheln dabei, denn sie könnten schnell zerbröseln.

2. Mein Reisealtar für längere Reisen

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Wenn ich länger unterwegs bin, dann nehme ich eine Art Brustbeutel. Den habe ich 2004 in Myanmar gekauft. Ich war auf einer Trekking-Tour und wir waren bei einer Familie zu Gast. Sie haben uns bewirtet und dann am Ende wollten sie noch etwas verkaufen. Das Täschchen fand ich recht hübsch, auch wenn ich nicht gerade wusste, was ich damit anfangen soll. Aber nach einer Weile habe ich es dann zu meinem Reisealtar umfunktioniert.

Es wird Dich wahrscheinlich nicht wundern, aber ich schleppe hier auch wieder eine Menge Steine mit.

Meinen Türkis habe ich wie gesagt immer mit und ein Stück Koralle und der Wüstenstein sind auch mit dabei, genau wie die Runensteine, die ich schon vorgestellt habe.

reisealtar_10Ich habe meist noch zwei Bergkristalle dabei. Einen habe ich in diesen lufttrocknenden Ton* gepackt, damit ich ihn aufstellen kann. Mir ist einmal aus einer Gruppe eine Spitze abgebrochen und so habe ich sie zu einem aufrecht stehenden Stein umgewandelt.

Auch hier ist ein freundlicher rosa Calcit dabei, ein Rosenquarz, ein gelber Calcit, ein roter Jaspis, ein Amethyst, ein Malachit und ein Sugilith.

Ich meditiere einfach gern mit Steinen und ich kann sie auch für Chakra-Meditationen nehmen.

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Zum Räuchern habe ich einen kleinen Halter für Räucherkegel. Die Räucherkegel habe ich auch mit dabei und zwar in einer alten Filmdose.

Davon habe ich noch einige und die Dinger sind echt praktisch, um kleine Sachen ziemlich bruchsicher und trocken aufzubewahren. Wenn Du noch welche haben solltest, dann wirf sie bloß nicht weg!

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Ich habe in einer weiteren Dose Reiskörner, das ist meine Behelfsrassel und in einer dritten Salz. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich eine Reinigung im Zimmer brauche, dann kann ich etwas Salz in Wasser auflösen und zum Beispiel das Zimmer so reinigen.

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Ich habe schon diesen lufttrocknenden Ton* angesprochen. Aus diesem Material habe ich zwei Scheiben, eine mit einer Göttin bemalt und eines mit meiner Interpretation des Lingam-Yoni, der Verbindung der weiblichen und männlichen Kraft.

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Mein faltbaren Becher* ist wieder als Wasserbehälter dabei und ein Teelicht für Feuer.

Der Ganesh ist nur als Deko auf dem Foto, aber vielleicht nehme ich ihn tatsächlich das nächste Mal mit.

Ein Feuerzeug habe ich immer dabei, auch wenn ich nicht rauche, aber in Asien kommt es gern zu Stromausfällen. Da ist es immer gut, neben einer Taschenlampe ein Feuerzeug und vielleicht auch Kerzen dabei zu haben.

Je nach Lust und Laune und Reisedauer nehme ich auch ab und an ein Kartendeck mit, entweder das Lenormand oder das Rider Waite-Tarot. Die Karten verwende ich übrigens nicht dazu herauszufinden, ob der Bus am nächsten Tag Verspätung hat, sondern zur Meditation. Karten kann man übrigens noch ganz anders verwenden.

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Meine Mala ist übrigens auch immer mit dabei, denn mit ihr meditiere ich einfach gern.

So, und jetzt Du: Hast Du auch einen oder vielleicht sogar mehrere Reisealtäre?

Dann verrate mir doch, was Du immer mitnimmst. Oder habe ich Dich nun inspiriert? Dann schreibe mir doch ein paar Zeilen in die Kommentare.

 

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Ich bin steinreich und Du?

Ich bin steinreich und Du?

Ich meine das übrigens im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich schleppe von allen meinen Reisen Steine mit nach Hause und manchmal bekomme ich auch schöne Steine geschenkt.

Kennst Du das auch, dass Dich ein Stein einfach anzieht und Du ihn mitnimmst, weil er so schön gezeichnet ist oder eine ungewöhnliche Form hat?

Ich habe inzwischen schon eine ansehnliche Sammlung mit Steinen aus aller Welt und vielleicht fragst Du Dich, was ich mit diesen vielen Steinen mache.

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Nein, ich habe keine Vitrine, in denen ich sie ausstelle oder wo sie Staub ansetzen.

Einige liegen bei mir auf dem Altar. Das kann auch wechseln, je nach meiner Stimmung und nach meiner Laune.

Manchmal vermisse ich einen Stein und dann wird er wieder sichtbar, manche schlafen auch eine ganzen Weile, bis sie sich wieder melden.

Klingt das schräg für Deine Ohren, so als ob Steine leben würden? Hm, ich denke nicht, dass sie im herkömmlichen Sinn so wie Tiere oder Pflanzen leben, aber ich weiß, dass sie ihre eigene Energie besitzen und auch so etwas wie ihre eigenen Willen. Und daher haben sie auch eine Art von Leben, ein Steinleben eben.

Du kannst eine Beziehung zu einem Stein aufbauen und mit ihm arbeiten.

Du kannst mit ihm meditieren, ein Dir ein Steinorakel zusammenstellen oder ihn in Deine Rituale einbauen.

Und ich bin sicher, wenn Du erst einmal anfängst, Dich mit Steinen zu beschäftigen, dann fallen Dir noch viele andere Möglichkeiten ein, was Du mit ihnen machen kannst.

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Wie das alles geht? Ok, ich verrate Dir ein paar Beispiele:

1. Einen Stein kennenlernen

Vor allem zu den sogenannten Edelsteinen und Halbedelsteinen gibt es einiges an Literatur.

In den Büchern kannst Du nachlesen, welche kristalline Struktur sie haben und welche Wirkungsweisen ihnen zugesprochen werden. Ich finde das Buch Die Steinheilkunde* von Michael Gienger prima, das gibt einen guten Überblick.

Was ist aber mit den ganz normalen Steinen, die Du so im Wald oder an einem See findest? Sind sie weniger wert, weil sie Kiesel sind und lohnt es sich überhaupt, sich mit ihnen zu befassen?

Ich würde sagen, das ist eine etwas einschränkende Sichtweise, denn auch diese Steine haben ihre Geschichte und ihre Botschaft für Dich.

Und nur weil sie nicht in einem schlauen Buch auftauchen, sind sie nicht weniger wert. Da musst Du Dich schon etwas mehr anstrengen, um etwas über sie herauszufinden.

Um einen Stein kennenzulernen, solltest Du ihn erst einmal genau anschauen, seine äußere Form betrachten, die Farbe, die Zeichnung, die Oberflächenstruktur.

Ist die Oberfläche glatt oder rau? Welche Farbe hat er? Drehe ihn und betrachte ihn aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Vielleicht entdeckst Du Linien oder er sieht aus einer bestimmten Perspektive wie ein Tier aus.

Trage ihn eine Weile einfach auch mit Dir herum. So könnt ihr euch beide etwas kennenlernen, sprich mit ihm, Wenn Du willst, erzähle ihm, was Dich beschäftigt. Ich weiß, das klingt vielleicht komisch, aber probiere es mal.

Es muss ja kein Mensch wissen und eines verrate ich Dir: Es gibt mehr Menschen als Du denkst, die einen Stein als Glücksbringer in der Hosentasche haben und ihn auch reiben oder in der Hand drehen, wenn sie nervös sind, um sich zu beruhigen, sich zu erden.

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2. Mit dem Stein meditieren

Wenn ihr euch ein wenig kennengelernt habt, dann kannst Du mit Deinem Stein meditieren.

Betrachte ihn wieder einmal ganz genau. Auch wenn Du das schon x Mal gemacht hast, dann tue es wieder. Du wirst überrascht sein, denn Du wirst sicher wieder neue Aspekte finden, eine Linie, die Du noch nicht entdeckt hast, eine neue Perspektive.

Dann schließe die Augen und nimm ihn in die Hand. Probiere aus, in welcher er sich besser anfühlt, wo Du ein Kribbeln, Energie oder Wärme spürst. Und dann lass Dich auf den Stein ein.

Tauche gedanklich in ihn ein. Vielleicht wird er Dir eine Geschichte erzählen.

In jedem Fall wird er Dich herunterbringen und Dir Ruhe und Gelassenheit vermitteln, denn es gibt diesen Stein von Anbeginn der Zeit.

Du kannst auch einen Steinkreis errichten und Dich für eine Meditation hineinlegen.

Oder mit Steinen meditieren, die bestimmten Chakren zugeordnet sind. So kannst Du einen besseren Zugang zu dem jeweiligen Chakra bekommen.

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3. Steinorakel

Überlege Dir zuerst, was für ein Orakel Du haben möchtest, denn danach bestimmt sich die Anzahl der Steine.

Wenn Du ein Runenorakel willst, dann brauchst Du je nach System eine bestimmte Anzahl.

Du kannst Dir auch ein ganz simples mit drei Steinen machen, indem Du auf einen Stein “Ja”, auf einen “Nein” und auf den dritten “Später” schreibst. Oder welche Antwort Dir noch passend erscheint.

Du kannst natürlich auch bestimmte Schlagworte wie “Liebe”, “Hoffnung”, “Mut”, “Vertrauen” etc. nehmen und sie auf die Steine schreiben. Das kann Dir Impulse geben, was Du gerade brauchst oder wo gerade Deine Baustellen sind.

Wenn Du Dich entschieden hast, dann suche Dir die passende Anzahl an Steinen.

Achte darauf, dass sie möglichst gleich groß sind und eine ähnliche Form haben. Am besten suchst Du sie an einem Fluss oder an einem See. Dort kannst Du die Steine auch gleich reinigen.

Wenn sie sauber sind, dann gönne ihnen eine Weile mit Dir, lerne sie kennen und dann kannst Du sie auch in einem kleinen Ritual weihen, indem Du ihnen erklärst, warum Du sie mitgenommen hast und wie Du mit ihnen arbeiten möchtest.

Manchmal kann es sein, dass Du ein eigentümliches Gefühl bei einem Stein hast. Das kann daher kommen, dass dieser Stein einfach keine Lust darauf hat, mit Dir zu arbeiten. Dann bringe ihn wieder zurück.

Du kannst für die Steine räuchern, rasseln, singen, was Dir auch immer passend erscheint.

Dann schreibst Du die Symbole oder Worte auf die Steine. Das kannst Du zum Beispiel mit Acrylfarbe machen.

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4. Steine in Ritualen

Jetzt hier ein ganzes Ritual zu beschreiben würde zu weit vom Thema führen, aber ich will Dir ein paar Ideen geben, wie Du Steine in ein Ritual einbauen kannst.

Bevor Du einen Stein verwendest, solltest Du aber vorher mit ihm klären, ob es für ihn ok ist:

  • Du kannst ihm Deine Wünsche anvertrauen und ihn dann vergraben.
  • Wenn der Stein aus dem Wasser kommt, dann kannst Du ihn natürlich auch wieder in einen Fluss oder See werfen.
  • Du kannst negative Energie in den Stein fließen lassen und sie so bannen.
  • Besonders schöne Steine eignen sich auch gut als Opfergaben und Geschenke für die Naturgeister.
  • Du kannst einen Stein mit einem besonderen Symbol weihen.
  • Wenn Du in Reiki eingeweiht bist, dann kannst Du ihn entsprechend aufladen und quasi als Batterie oder Akku verwenden.

Das Ritual muss übrigens nicht aufwändig sein. Ein Gespräch, eine Räucherung, tritt mit ihm in Kontakt. Es kann ganz schlicht sein. Es kommt auf Deine Absicht und Dein Herz an.

5. Steine bearbeiten

Dazu brauchst Du gar nicht einmal viele Werkzeuge.

Raspeln und Feilen* reichen bereits, um Speckstein zu bearbeiten.

Je nachdem, wie geschickt Du bist, kannst Du Figuren oder Symbole aus den Steinen* herausarbeiten.

Für den Anfang kannst Du aber auch erst einmal nur Symbole in den Stein ritzen und ihn dann polieren.

Wenn Du eine gerade Fläche hast, dann kannst Du den Stein auf Deinen Altar stellen.

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6. Hühnergott und Schmuck

Vor allem an der Küste kannst Du Lochsteine in unterschiedlichster Größe finden.

Die kleinen Steine kannst Du als Anhänger verwenden, die großen kannst Du über den Eingang Deiner Wohnung hängen.

Dieser soll Dich und Dein Heim vor bösen weiblichen Geistern, den Kikimora, schützen und Glück bringen. Der Brauch kommt aus dem slawischen Raum.

Ganz pragmatisch wurden früher Lochsteine bei Hühnerställen aufgehängt, um durch das Aneinanderschlagen Füchse zu vertreiben.

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Arbeit mit Steinen kann Dir viele Einsichten schenken und Dich bereichern.

Es müssen auch nicht immer Edelsteine sein, auch ein Kiesel kann Dir viel erzählen. Lass Dich auf Steine ein, dann wirst Du auch steinreich werden, egal wie Dein Kontostand aussieht.

Luisa Francia hat übrigens auch ein schönes Buch zum Thema geschrieben: Die Magie der Steine*

Und jetzt Du: Bist Du auch steinreich? Wie arbeitest Du mit Steinen? Ich bin auf Deinen Kommentar gespannt.

 

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