Mabon – Was erntest du?

Mabon – Was erntest du?

Mabon oder die Herbst-Tagundnachtgleiche ist ein Wendepunkt im Jahr. Ab diesem Zeitpunkt regiert die Dunkelheit, auch wenn es zu Beginn noch nicht so deutlich wird, aber nun sind die Nächte wieder länger als die Tage.

Gerade im September wird das Licht weicher und taucht die Landschaft in ein angenehmes Licht. Vielleicht stehen noch ein paar Sonnenblumen in den Gärten oder auf den Feldern und Herbstblumen zaubern weitere Farbflecke in den Morgennebel.

Der Tau fängt sich in den Spinnennetzen und die Vögel sammeln sich, um in den Süden zu ziehen.


Die Blätter beginnen sich zu färben und es dauert auch nicht mehr lange, dann kannst Du Kastanien sammeln. Die sollen übrigens, wenn Du sie in der Tasche hast, Glück bringen.

Wenn Du jetzt auf dem Markt bist, dann kannst Du aus dem Vollen schöpfen. Heimisches Obst und Gemüse im Überfluss, herrlich oder?

Es ist die Zeit der Volksfeste, der Erntedankfeiern, Töpfermärkte und der Weinfeste. Auch die Kühe werden von der Alm herunter ins Dorf getrieben, prächtig geschmückt, wenn es keine Verluste gab.

Auch wenn die Tage noch warm sind und selbst der Oktober noch wunderschön sein kann, der Körper und die Seele bereiten sich langsam auf den Winter vor.

Ruhe kehrt ein.

Aber wie sieht es mit Deiner Ernte aus?

Silvester ist der traditionelle Zeitpunkt, an dem neue Vorsätze gefasst werden, aber auch im Frühjahr haben wir die Energie, um neue Projekte zu starten.

Manche Saat, manches Projekt ist aufgegangen und manche sind verkümmert.

Freue Dich über das, was Du geschafft hast und sei nicht traurig über die Sachen, die nicht so gelaufen sind, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Du hast, wenn Du etwas begonnen hast,  in jedem Fall etwas mitgenommen und sei es auch nur die Erfahrung. Mir ist es da nicht anders gegangen.

Mein Podcast-Projekt für meinen Reiseblog habe ich nach 6 Monaten eingestellt. Die Resonanz war nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Aber ich habe unheimlich viel gelernt. Ich weiß jetzt, wie ich Podcasts aufnehme, der ganze technische Kram eben. Ich kann mir auch noch einmal vorstellen, für diesen Blog einen Podcast zu starten, denn es hat mir auch viel Spaß gemacht.
Letztendlich hat mir auch mein Perfektionismus ein Bein gestellt, denn ich wollte Aufnahmen ohne Ähs und Ähms. Und frage nicht danach, wie aufwändig das ist, die rauszuschneiden…

Mein allererstes Webinar ging dank eines Stromausfalls gnadenlos in die Hose, aber ich weiß jetzt, wie ich ein Webinar über Hangouts veranstalte.

Was ich Dir damit zeigen will ist, dass es an Dir liegt, wie Du die Ergebnisse Deiner Anstrengungen bewertest: Lässt Du Dich dadurch entmutigen oder ziehst Du das Positive für Dich raus und machst weiter?

Sei daher dankbar für alles, was Du erreicht hast und auch für das, was nicht so geklappt hat.

Jetzt hast Du in den kommenden Monaten Zeit, Dich neu zu sortieren, zu planen und Dir zu überlegen, wo du stehst und welche Ziele Du erreichen möchtest. Und vor allem kannst Du Dich fragen, ob es wirklich Deine Ziele sind oder ob Du sie für jemand anders erreichen willst.

Wenn Du am Zweifeln bist, dann unterstütze ich Dich gerne dabei, Dir darüber klar zu werden.

Ein paar Ritualideen für Mabon:

  • Schmücke Deinen Altar mit Kastanien, Blättern, getrockneten Hagebutten und Nüssen.
  • Feiere das Ritual während des Sonnenuntergangs in die Dämmerung hinein.
  • Sammele Kastanien und Nüsse.
  • Gehe im Wald spazieren und nimm bewusst die Veränderungen in der Natur wahr, die bunten Blätter, die erdige Luft, die nun ganz anders riecht als im Frühling.

  • Meditiere mit Rosskastanien über Fülle und Ernte: Ihre schönen Zeichnungen halten Deine Augen beschäftigt und Du kannst Dich gut darauf fokussieren.
  • Bedanke Dich für die Erfahrungen, die Du in den letzten Monaten machen durftest. Sie haben Dich in jedem Fall weitergebracht, auch wenn die ein oder andere harte Nuss dabei gewesen sein sollte. Gerade diese Erfahrungen machen Dich stärker.
  • Starte jetzt mit einem Dankbarkeitstagebuch, in das Du jeden Tag alles, auch Kleinigkeiten einträgst, für die Du dankbar bist.
  • Sammele drei Haselnüsse. Visualisiere drei Wünsche und lass Deine Wunschenergie in die Nüsse fließen. Wirf sie über Deine linke Schulter und schaue nicht zurück. Wenn Du willst, dann schreibe die Wünsche auf, verstecke die Zettel und denke nicht mehr daran. Erst in einem Jahr öffne wieder die Zettel und schau, was in Erfüllung gegangen ist.
  • Übergangstage wie Sonnwenden und Tagundnachtgleichen sind auch gut geeignet, um zu Orakeln. Pack die Tarotkarten aus und lass Dich überraschen, was sie Dir erzählen. Oder nutze ein anderes Orakel und meditiere über die Botschaft.
  • Zünde ein Feuer an und verbrenne Kräuter vom Vorjahr.
  • Trommel oder rassel Dich ein wenig in Trance.
  • Begegne der Dunklen Göttin in einer Kraftreise oder einer Meditation. Welche Botschaft hat sie für Dich?
  • Opfere den Göttern und Geistern Äpfel, Birnen, Beeren oder Weintrauben. Mutter Erde oder die Erdgöttin der Fruchtbarkeit hat uns reich beschenkt. Gib ein wenig davon zurück.

  • Ein Gemüse- oder Zwiebelkuchen passt wunderbar für den Abschluss eines Mabon-Rituals, um Dich wieder zu erden.
  • Mache auch im Herbst einen energetischen Hausputz.

Möchtest Du Unterstützung bei einem Ritual oder einer Kraftreise? Dann maile mich an, ich bin gern für Dich da.

Und jetzt Du: Erzähle doch einmal über Deine Ernte! Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Jul – Wenn die Nacht am längsten ist

Jul – Wenn die Nacht am längsten ist

Im Winter zieht sich die Natur zurück und ruht sich aus. Das Jahr geht zur Neige, aber die Natur bereitet sich auch auf einen neuen Anfang vor, denn in jedem Ende wohnt auch ein neuer Anfang inne.

Die Tage sind kurz und kalt. Wenn du morgens in die Arbeit fährst, ist es wahrscheinlich dunkel, wenn du nach Hause zurückkommst, auch. Aber Ende Dezember ändert sich das dann, denn nach der Wintersonnwende werden die Tage wieder länger. Zunächst merkt man es kaum, aber Anfang Februar, zu Imbolc, ist die Veränderung schon deutlich zu sehen.

Es ist die stade Zeit, wie wir in Bayern sagen, die Zeit der Einkehr, der Besinnung, der Energiepegel ist ein anderer als z.B. im Hochsommer, wenn wir vor Energie nur so strotzen.

Wir gehen auf Weihnachtsmärkte, bringen mit Kerzen das Licht in unser Haus. Vielleicht hast Du ja auch einen offenen Kamin und bringst so auch das lebendige Feuer mit seiner Wärme und seinem Licht zu Dir, damit es die Dunkelheit vertreibt.

Es ist auch die Zeit, in der wir zurück schauen sollten, überlegen, was gut gelaufen ist, was nicht so gut war, was wir im nächsten Jahr in Angriff nehmen wollen, was wir erreichen möchten.

Was möchten wir im zu Ende gehenden Jahr lassen, was ins neue mitnehmen?

Was möchtest Du erneuern und was hindert Dich daran?

Vielleicht beginnt auch eine neue Phase, der Du mit Freude, aber auch mit ein wenig Bangen entgegenblickst. Auch Ängste und Befürchtungen haben ihre Berechtigung und haben an sich einen Sinn. Solange Du Dich nicht von ihnen ausbremsen und blockieren lässt, können sie Dich sogar unterstützen, wenn Du ihre Absicht erkennst.

Es ist eine gute Zeit für Meditationen und Kraftreisen. Du kannst zu dieser Zeit besonders gut wahrnehmen, was in Dir abläuft. Vielleicht signalisiert Dir auch Dein Körper durch eine Erkältung, einen Gang herunterzuschalten. Nimm Dir die Zeit, wieder gesund zu werden und Dich versorgen zu lassen, statt zu versorgen.

Wenn Du mehr nach innen schauen möchtest, Dir überlegen, was in Dir schlummert und im nächsten Frühjahr hinaus möchte, dann solltest Du jetzt in Dich gehen, Rückschau halten und Dich auf das besinnen, was Du wirklich möchtest.

Schau auf Deine eigene Dunkelheit. Jeder hat dunkle, düstere Seiten, doch sie gehören zu uns. Schau hin und nimm sie liebevoll an, denn auch sie sind ein Teil Deiner Persönlichkeit und machen Dich zu dem Menschen, der Du bist. Erinnere Dich an Geschichten wie den kleinen Hobbit oder den Herrn der Ringe. Auch da mussten die Helden durch ihre eigene Dunkelheit gehen, um wirklich bei sich anzukommen und in ihre Stärke zu gehen.

Wenn Du nicht allein hinschauen willst, dann lass es uns gemeinsam machen und ich unterstütze Dich gern dabei, Dich so anzunehmen, wie Du wirklich bist.

 

Die Wintersonnwende fällt etwa in die Weihnachtszeit. Da es sich um ein Sonnenfest handelt und die Erde nicht genau 365 Tage braucht, um einmal um die Sonne zu wandern, verschiebt sich das Datum immer ein wenig.

Nicht ganz zufällig wird etwa auch zu dieser Zeit Weihnachten gefeiert und gibt den Menschen wieder Hoffnung, dass es nach der Dunkelheit wieder hell wird.

Das Leben wird dann wieder leichter, der Kampf wird weniger. Auch die Natur hat dann den Kampf ums Überleben hinter sich, aber zur Zeit der Wintersonnwende tobt er noch mit Frost, Starrheit und Kälte.

Das Licht kommt in der Zeit der tiefsten Dunkelheit wieder zurück und mit ihm kehrt auch wieder das Leben zurück.

Das Jahresrad dreht sich weiter und es geht aufwärts. Noch ist die Energie aber auf einem ziemlich niedrigen Niveau und die wenigsten werden jetzt vor Energie strotzen. Nimm das als Hinweis, einen Gang zurückzuschalten, auch wenn sich die vorweihnachtliche Hektik breit macht.

Thema dieser Zeit ist Kontakt mit der Dunkelheit und Wiederkehr des Lichts, Hoffnung, Wiedergeburt, Erneuerung, sich seinen Ängsten (auch vor er Zukunft) stellen, Neues empfangen

Was kommt auf den Tisch?

Neben dem allgegenwärtigen Glühwein könntest Du bei Deinem Ritual Met verwenden. Mit der goldenen Farbe symbolisiert er die Sonne, er wärmt auch schön und mit dem Honig schmeckst Du auch ein wenig den Sommer.

Magst Du keinen Alkohol, dann wärme Dich mit einem Gewürztee. Nelken, Zimt oder Ingwer sind da genau richtig.

Ein Tee mit frischem Ingwer, Zitronensaft und Honig stärkt zudem die Abwehrkräfte.

Mit Orangen und Mandarinen holst Du Dir auch die Sonne auf den Tisch, rund und leuchtend wie sie sind.

Es ist die Zeit von Lebkuchen und Keksen.  Wie wäre es mit Plätzchen in Form einer Sonne* oder der Göttin*?

Wenn Du draußen Opfergaben bringst, dann vermeide bitte alles mit Schokolade, denn die ist für manche Tiere giftig. Auch im Wald kannst Du nicht ausschließen, dass Hunde oder Katzen daran naschen und das schadet ihnen.

Ich möchte Dir ein paar Anregungen geben, wie Du die Sonnenwende feiern kannst:

  • Lösche alle Lichter und setze Dich in ein dunkles Zimmer. Meditiere über die Dunkelheit. Was verbindest Du damit, was löst es in Dir aus? Zünde dann eine Kerze an und meditiere über das neue Licht, Deine Hoffnungen und Wünsche.
  • Schmücke Deine Wohnung mit immergrünen Pflanzen.
  • Gehe in der Dämmerung hinaus in den Wald und genieße die Ruhe und Stille, die klare Luft. Vergiß aber Deine Taschenlampe nicht, wenn Du unsicher bist.
  • Da die Wintersonnenwende dem Norden und damit dem Element erde zugeordnet ist, nimm einen Stein und meditiere mit ihm, vielleicht verrät er Dir etwas, denn er ist so viel älter als Du
  • Mache eine Sonnenmeditation: Stell Dir vor, Du stehst vor einem großen Sonnwendfeuer, die heiße Luft steigt nach oben und Du steigst mit ihr hinauf. Du steigst immer weiter hinauf bis zur Sonne. Du spürst die Hitze, sie ist aber nicht unangenehm, sondern wärmt und stärkt Dich, gibt dir Hoffnung in diesen dunklen, kalten Tagen. Ziehe diese Energie in Deinen Solar Plexus (der Punkt ca. 3 fingerbreit über Deinem Nabel). Bedanke Dich und kehre sanft zur Erde zurück.
  • Stelle Kerzen auf und bringe das warme sanfte Licht zu Dir nach Hause.
  • Verbrenne in einem feuerfesten Gefäß symbolisch das, was Du zurücklassen möchtest. Das können Zettel sein, Symbole oder auch Bilder.
  • Wenn es Dir möglich ist, dann mach draußen ein Sonnwendfeuer und begrüße damit das wiederkehrende Licht. Und wenn Du Dich traust, dann spring über das Feuer.
  • Begrüße den ersten Sonnenaufgang nach der längsten Nacht mit rasseln, trommeln, dem Sonnengruß  aus dem Yoga, Feuer oder Kerzen.

Denke daran, wenn Du mit Feuer, Kerzen und Glut arbeitest, dass Du feuerfeste Unterlagen hast und vorsichtig bist. Die Feuerwehr hat in der Advents- und Weihnachtszeit ohnehin genug zu tun, sei also bitte vorsichtig, dass nichts Feuer fängt!

Noch ein Tipp am Rande: Wenn Du schrägen schwarzen Humor magst, dann empfehle ich Dir von Terry Pratchett Schweinsgalopp*

Und jetzt Du! Welche Rituale und Bräuche verbindest Du mit Mittwinter ?

 

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Samhain – Was lässt Du los?

Samhain – Was lässt Du los?

In der Nacht zum ersten November wird Samhain gefeiert. Es ist das Fest im Jahreskreis, das das Jahr beschließt. Das macht auch Sinn, denn das nächste Fest, Yule oder Jul, feiert mit der Wintersonnwende die Rückkehr des Lichts. Dann geht es auch wieder aufwärts und die Nächte werden kürzer.

Aber noch ist es nicht soweit.

Wir denken an die Ahnen und die Toten. Das Wetter ist meist trüb, so dass es auch von der Stimmung her passt.

Draußen riecht es leicht modrig, die meisten Bäume sind schon kahl, Nebel wabert in den Tälern und die Nächte werden immer länger.

Die ersten Bodenfröste kommen und die Natur trifft die letzten Vorbereitungen für den Winter.

Es ist die Zeit von Kerzen, sich einkuscheln, bei einer dampfenden Tasse Tee etwas Schönes lesen.

Wir fühlen uns nicht mehr so leicht wie noch vor ein paar Wochen und ziehen uns in uns zurück.

Auch wir selbst werden ruhiger, in uns gekehrter und denken mehr nach über das was war und das, was noch kommen wird.

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Die Zeit wird mit dem Tod verbunden.

Tod bedeutet auch immer Loslassen, sich verabschieden. Von Menschen, Dingen, Projekten, Eigenschaften.
Sie haben Dich ihre Zeit begleitet und haben Einfluss auf Dich genommen, waren in Deinen Gedanken und in Deinem Herzen, aber das ist nun vorbei.

In welcher Lebensphase bist Du gerade? Kündigt sich eine neue an?

Es ist Zeit für einen Abschied in Dankbarkeit für die vergangene Lebensphase. Wenn dabei Trauer hochkommt, dann ist das in Ordnung und auch gut so.

Was möchtest Du in diesem Jahr zurücklassen, was möchtest Du mitnehmen? Von wem oder was willst Du Dich trennen? Was hindert Dich am Voranschreiten?
Wenn es Dir nicht leicht fällt, loszulassen, dann kann ich Dich dabei unterstützen.

Mit wem oder was willst Du Dich aussöhnen? Das müssen nicht nur Menschen sein, das können auch Deine Eigenschaften sein?

Wir können leichter in dieser Zwischenzeit zwischen Tagundnachtgleiche und Sonnwende auch in die Zwischenwelt eintauchen, mit den Spirits und den Ahnen Kontakt aufnehmen.

Sie sind uns vorangegangen, aber ein Teil ist immer noch da. Gerade von unseren Ahnen lebt immer noch ein Stück in uns und daher können wir mit ihnen in Kontakt treten. Eine dunkle Schale mit Wasser oder ein Spiegel, in den Du nicht direkt hineinschaust, können Dir dabei helfen.

Aber lass Dich nicht zu sehr von dieser Schattenwelt einfangen und Dich hineinziehen. Um wieder im Hier und Jetzt anzukommen hilft Essen oder Tanzen, alles abschütteln.

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Meine Tipps gegen dustere Gedanken:

  • Wenn die Gedanken zu trüb werden, dann vertreibe sie mit Kerzen und ätherischen Ölen. Alle Zitrusdüfte eignen sich wunderbar, um die Stimmung aufzuhellen. Ich würde Dir Bergamotte oder als Mischung Citrus Fresh empfehlen.
  • Nutze das Tageslicht, auch wenn die Sonne nicht scheint, um Deine Vitamin-D-Produktion etwas anzukurbeln. Bewegung und Licht helfen Dir, im Gleichgewicht zu bleiben.
  • Ingwer-Tee wärmt Körper und Seele: Scheide frischen Ingwer in dünne Scheiben, presse eine halbe Zitrone aus und übergieße das mit heißem Wasser. Ein wenig Honig macht den Tee süßer.
  • Johanniskraut hat die Kraft des Lichts und der Sonne. Wenn Du ihn im Sommer gesammelt und getrocknet hast, dann kannst Du ihn nun auch aufbrühen und als Tee trinken. Oder Du holst ihn Dir aus dem Bio-Laden oder dem Reformhaus. Johanniskraut braucht eine Weile, um zu wirken. Ein wichtiger Hinweis: Wenn Du die Pille nimmst, dann kann Johanniskraut die Wirkung beeinträchtigen.
  • Nimm Dir bewusst Zeit für Dich, verwöhne Dich ein wenig und Schokolade ist da auch nicht die schlechteste Idee.

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Ein paar Ritualideen für Samhain:

  • Da es auch das heidnische Neujahr ist, ist es die perfekte Zeit zum Orakeln. Ziehe eine Karte, die symbolisch für die kommenden zwölf Monate stehen soll. Ich nehme z.B. immer das Göttinnen-Geflüster* und ziehe eine Göttin, die mich ein Jahr begleiten wird.
  • Lass das vergangene Jahr Revue passieren. Was war gut, was hätte besser laufen können?
  • Gedenke der Toten und der Ahnen. Das müssen nicht Deine leiblichen Vorfahren sein, das können auch verstorbene Menschen sein, die Dich beeinflusst haben. Und vergiss Deine Tiere nicht, die über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Welche Eigenschaften hast Du von ihnen übernommen? Was hat Dich geprägt? Sei dankbar dafür, dass es sie gegeben hat, denn ohne sie wärst Du nicht hier und auch nicht der Mensch, der Du bist. Wer Du sein wirst, das ist aber Deine Entscheidung.
  • Nimm Dir bewusst Zeit zum Trauern. Trauere um Menschen, aber auch um Projekte, Ideen, die Du begraben hast. Wenn es Dir schwer fällt, in diese Gefühle zu gehen, dann lass leise entsprechende Musik laufen. Tränen wollen geweint werden, aber sie reinigen, es gehört zum Leben dazu.
  • Bitte die Ahnen und die Spirits um Hilfe und Unterstützung für das, was Du in den nächsten Wochen und Monaten planst.
  • Schreibe auf einen Zettel oder ein Stück Holz das, was Du wirklich wirklich loslassen willst. Stelle Dir vor, wie es ist, wenn es fort ist und nie mehr wiederkommt. Gehe in Dein Gefühl hinein und spüre ganz tief in Dich hinein. Wie fühlt es sich an, wenn es nicht mehr da ist? Und dann entscheide, ob Du es wirklich loswerden willst. Wenn ja, dann verbrenne den Zettel oder das Holz. Du kannst es auch einem Bach oder einem Fluss übergeben.
  • Gehe zu einem Bach oder einem Fluss und meditiere über den Fluss des Lebens. Werde Dir bewusst, dass auch wenn es Abschiede und Trauer gibt, die dunkle Zeit einer hellen Zeit weichen wird. So ist es jeden Tag und jede Nacht und auch im Kreis des Jahres. In wenigen Wochen wird das Licht zurückkommen und wieder stärker werden, bis es zur Frühjahrstagundnachtgleiche die Macht wieder ganz übernimmt.
  • Räuchern erleichtert es Dir, in die Zwischenwelt einzutauchen und es ist gleichzeitig ein Opfer an die Spirits. Weihrauch, Copal, Wacholder oder Beifuß eignen sich besonders. Wenn es dir mit der Rauchentwicklung zu viel wird, dann nimm ätherische Öle. Auch hier eignen sich Weihrauch und Copaiba.
  • Stelle draußen Opfergaben für die Geister hin und entzünde eines der Grablichter dazu. Kürbisse, Bier, Granatäpfel, Äpfel und Nüsse eignen sich besonders.
  • Da die Schleier zwischen den Welten jetzt besonders dünn sind, ist es wichtig, Dich nach dem Ritual wieder gut zu erden. Iss etwas Herzhaftes, Warmes, eine Kürbis- oder Kartoffelsuppe und trinke ausreichend Wasser oder Tee.

Und jetzt Du! Wie feierst Du Samhain? Schreibe mir doch einen Kommentar.

 

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Lammas – Die erste Ernte

Lammas – Die erste Ernte

Lammas ist bereits das erste Erntefest, auch wenn die meisten bei Erntedank an Herbst denken. Das Fest wird auch Lughnasad oder Schnitter(innen)fest genannt und am 1. August gefeiert.

Es ist der Gegenpol zu Imbolc, wo wir die länger werden Tage und das Licht gefeiert haben.

Die Sommersonnwende ist schon eine Weile her und die Tage werden langsam merklich kürzer, auch wenn uns die lauen Sommerabende noch lange nach draußen locken. Die Temperaturen steigen noch einmal und Eisdielen haben Hochsaison.

Die Ferienzeit ist im vollen Gang und die schönen Tage erinnern uns daran, dass wir das Leben genießen sollen.

In dieser Zeit ist es an vielen Orten Tradition, Kräuterbüsche zu binden. Sie sollen Schutz und Segen bringen. Je nach Region sind es eine unterschiedliche Anzahl an Kräutern und damit auch eine unterschiedliche Zusammenstellung.

Meist sind es sieben oder neun Kräuter, aber es können bis zu 99 Kräuter werden.

Traditionell kommt die Königskerze in die Mitte und dann kannst Du noch andere Kräuter wie Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Kamille, Johanniskraut, Liebstöckel, Pfefferminze, Schafgarbe, Rainfarn, Thymian, Eibisch, Haselnusszweige, Ringelblume dazubinden.

Dieser Brauch ist eng mit Maria Himmelfahrt verbunden, hat aber eine deutlich längere Tradition, denn die getrockneten Kräuter dienten früher als Hausapotheke für den Winter.

Egal, welcher Tradition Du folgst, kannst Du natürlich Dir selbst zu dieser Zeit, in der die Kräuter ihre größte Wirkung entfalten, Deinen eigenen Kräuterbusch binden. Wähle die Kräuter, zu denen Du Dich besonders hingezogen fühlst, recherchiere ihre heilende und magische Wirkung.

Dann schaue Dich um, wo sie wachsen und sammele sie. Pass aber auf, dass Du keine Kräuter sammelst, die unter Naturschutz stehen und lasse immer etwa mindesens die Hälfte stehen. Bedanke Dich bei der Geistern des Ortes, indem Du ihnen kleine Opfergaben schenkst oder zumindest ein wenig für sie beim Sammeln singst.

Jetzt ist auch die passende Zeit, Kräuter zum Räuchern zu sammeln. Die beste Zeit dafür sind die sonnigen Vormittagsstunden. Trockne sie an einem luftigen Ort, damit sie nicht anfangen zu schimmeln.

Was ist in der Natur los?

Das Korn wird auf den Feldern reif oder ist schon an manchen Orten abgeerntet, der Mais schießt noch in die Höhe.
Himbeeren und rote Johannisbeeren sind bei mir schon durch, Stachelbeeren, Zucchini, Gurken und Tomaten werden reif.
Es ist nun die ideale Zeit, in regionalen Produkten zu schwelgen. Auf den Märkten und in den Läden siehst Du gerade jetzt immer mehr Angebote von Obst und Gemüse aus Deutschland und das bleibt auch noch eine Weile so.

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Das Korn wird geschnitten und der Tod wird nicht umsonst mit einer Sense dargestellt. Er wird auch der Schnitter genannt, denn er durchschneidet den Lebensfaden.

Auch wir können ohne den Tod nicht leben, denn wenn wir Obst oder Gemüse ernten, dann durchtrennen wir genauso ihre Verbindung zum Baum oder Strauch und ohne diese Verbindung kann weder die Tomate noch die Zucchini weiterleben. Und wir können nicht ohne die Gaben der Erde leben.

Aber auch wenn wir zu lange mit dem Schnitt warten, dann wird das Obst und Gemüse runzelig, lasch und kraftlos. Manches wird bitter und ungenießbar.

Es gibt also durchaus einen richtigen Zeitpunkt für das Trennen, für das Beenden.

Die Alternative ist, dass die Ernte verkommt und das, was uns geschenkt wurde, wird verschwendet, wenn wir es nicht rechtzeitig nutzen und versuchen, uns dem Rhythmus des Lebens zu entziehen.
Leben und Tod, Saat und Ernte, beide haben ihre Zeit, in der Natur und in unserem Leben.

Was wird bei Dir langsam reif?

Vielleicht geht es Dir ähnlich wie mir und Du hast genauso im Winter oder Frühjahr ein neues Projekt gestartet. Wie ist denn da bei Dir der Stand? Bist Du immer noch am Planen oder bist Du ins Tun gekommen? Vielleicht hast Du schon eine Ernte eingefahren und Erfolge gefeiert.

Vielleicht ist Deine Saat auch nicht aufgegangen. Dann ist es an der Zeit zu überlegen, was Du anders machen kannst, an welchen Schrauben Du drehen kannst. Vielleicht ist es auch nötig, einen Schnitt zu machen.

Was brauchst Du nicht mehr, was willst Du beenden? Wo willst Du vielleicht Grenzen ziehen? Welche alten Zöpfe willst Du abschneiden? Du musst es ja nicht mit einer Sichel oder einer Sense machen.

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Meine Ernte

Wenn es Dich interessiert, was es bei mir so zu ernten gab, gebe ich Dir gern einen Einblick:

  • Ich freue mich riesig über meine ersten Klientinnen.
  • Im Februar/März hatte ich einige Kooperationen für meinen Reiseblog angestoßen und durfte verschiedene Städte in Deutschland und einige Länder in Europa besuchen. Das wäre für mich dieses Jahr sonst nicht möglich gewesen. Natürlich war das nicht umsonst, denn die Destinationen haben von mir schöne Berichte mit vielen Fotos bekommen
  • Ich habe im März mit meiner Fortbildung zum NLP Professional Practitioner angefangen und meine Prüfung Mitte Juli abgelegt. Im Herbst geht es dann weiter.
  • Meine Saat mit dem Podcast für den Reiseblog ist nicht aufgegangen und ich habe ihn eingestellt. Aber ich habe unheimlich viel gelernt und das Wissen wird mir sicher nützlich sein, wenn ich Webinare mache oder Audioaufnahmen für meinen Kurs.
  • Meine Dankbarkeitsgruppe war einfach phantastisch. Es ist unglaublich, wie viel positive Energie es dort gibt und die Dankbarkeit immer weiter wächst.

 

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Anregungen für diese Jahreszeit

  • Kaufe jetzt bewusst saisonales Obst und Gemüse aus Deiner Region und verbinde Dich so mit dieser Jahreszeit
  • Flechte aus Kornähren einen Zopf oder, wenn Du geschickter bist, eine Puppe, die Du dann in einem Feuerritual opferst.zopf
  • Jetzt ist genau die richtige Zeit, um Kräuter zu sammeln, bevor die Kraft ihrer Wirkstoffe nachlässt. Sammele und trockne sie, damit Du von ihrer Kraft auch im Winter noch profitieren kannst. Aus getrocknetem Salbei kannst Du im Winter zum Beispiel einen tollen Tee gegen Husten machen.
  • Du kannst auch getrocknete Kräuter zum Räuchern verwenden.
  • Mach aus dem Obst Marmeladen und aus dem Gemüse Chutneys, aber ernte nicht alles, sondern lass auch etwas für die Tiere übrig.
  • Verbringe eine der lauen Nächte allein draußen und mache daraus eine Visionssuche. Frage die Spirits und Dich, in welche Richtung Du weitergehen sollst.
  • Schmücke Deine Wohnung mit Blumen der Jahreszeit. Sonnenblumen kannst Du geschnitten oder im Topf besorgen.
  • Nimm frische Kräuter und zerdrücke sie ein wenig, bevor Du sie in eine Karaffe mit Wasser tust. Trink regelmäßig dieses Kräuterwasser, z.B. mit Mädesüß, Salbei oder Pfefferminze.
  • Probiere es mal mit Brot backen. Das ist auch eine angemessene Opfergabe für Dein Lammas-Ritual
  • Meditiere über die Fülle in Deinem Leben

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Ritual-Ideen

  • Lammas ist ein Fest der Fülle und des Überflusses. Die Natur hat uns reichlich beschenkt und nun ist es an uns, ihr ein wenig davon zurückzugeben.
  • Schmücke Deinen Altar mit einem schönen Blumenstrauß.
  • Als Opfergaben bieten sich geflochtene Kornähren, selbst gebackenes Brot, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten
  • Als Farben sollten Rot, Goldgelb, Braun und Schwarz dominieren, aber auch Violett kann dabei sein, so wie die reifen Pflaumen.
  • Bedanke Dich für das, was Du bis jetzt ernten durftest oder
  • Überlege Dir, was Du abschneiden oder beschneiden willst.
  • Schreibe dies auf oder flechte es in einen Kornährenzopf.
  • Verbrenne es, damit es transformiert wird.
  • Binde die gesammelten Kräuter (Du hast natürlich vor dem Schneiden gefragt und Dich nach dem Schneiden bedankt) zu einem Büschel und segne es mit ein paar Spritzern Wasser oder Wein. Hänge das Bündel nach dem Ritual zum Trocknen auf.
  • Bedanke Dich für die Fülle, in der Du leben darfst und spüre Dankbarkeit in Dir

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Und jetzt Du: Wie feierst Du Lammas? Welche Ernte fährst Du ein? Wie und wo erlebst Du Fülle? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

 

Sommersonnwende – Vom Licht in die Dunkelheit

Sommersonnwende – Vom Licht in die Dunkelheit

Mittsommer, Sommersonnwende, das Johanniskraut blüht, das erste Obst wird reif, die Temperaturen steigen.

In Bayern werden auf dem Land um die Sommersonnwende herum viele Sonnwend- oder Johannifeuer entzündet.

Das ist immer ein ziemliches Spektakel, aber auch schön stimmungsvoll, denn sonst gibt es kaum Gelegenheiten, so große Feuer zu erleben. Wenn Du die Möglichkeit hast, mal daran teilzunehmen, dann solltest Du die Gelegenheit nutzen, den Gottesdienst, der meist vorangeht, kannst Du ja auslassen, wenn es Dir nicht taugt 😉

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Jetzt ist die Zeit, in der du die ersten Kräuter sammeln kannst. Gerade Johanniskraut ist um die Sonnwende besonders wirksam. Du kannst es räuchern oder die Blüten in Öl einlegen und ziehen lassen, bis das Öl rot ist. Bei kleinen Verletzungen kannst du es auf die Haut auftragen. Die Blüten kannst du  getrocknet als Tee trinken. Sei aber vorsichtig, wenn du die Pille nimmst, denn es kann die Wirkung beeinträchtigen.

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Sommersonnwende, das bedeutet, dass die Sonne zu dieser Zeit dominiert, es ist der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht.

Das bedeutet genauso, dass das Pendel wieder zurückschwingt, die Nächte wieder länger und die Tage kürzer werden. Auch wenn wir es in dem Moment nicht wahrhaben, die Tage immer noch lang sind, die dunkle Jahreszeit kommt langsam wieder zurück und die Nacht erobert sich ganz langsam wieder ihren Platz.

Das ist der Kreislauf des Jahres und der Natur. Mittsommer ist daher auch eine Übergangszeit, von Licht hin zur Dunkelheit.
Aber noch sind die Nächte warm, die Tage lang und an Mittsommer wird gefeiert.

Die Themen vom Mittsommer sind Fülle, Geborgenheit, Nähren und Vertrauen.

Was bedeutet das für Dich?

  •  Jetzt kannst Du Deinen Projekten und Plänen noch einmal einen richtigen Schub geben, bevor es dann im Herbst an die Ernte gehen kann. Überlege Dir, wo es bei Dir im Moment noch eine offene Baustelle gibt und was Dich hindert, daran weiterzuarbeiten. Schreibe diese Hindernisse auf einen Zettel und verbrenne diesen. Stelle Dir dabei vor, wie sich die Hindernisse auflösen und wie Du Dein Ziel erreicht hast. Stelle Dir Dein erreichtes Ziel in allen Einzelheiten vor. Wie fühlst Du Dich dabei, was sagt Dein Umfeld dazu, wie sieht das Ergebnis aus, was ist jetzt anders in Deinem Leben? Wenn Du dabei Unterstützung haben möchtest, dann bin ich gern für Dich da.
  • Wo möchtest Du noch wachsen? Wohin zieht es Dich, welchen Bereich hast Du vielleicht vernachlässigt? Betrachte Dein Leben einmal von außen, wie ein unbeteiligter Beobachter. Was siehst Du aus dieser Position und was kannst Du Dir raten, wo Du wachsen solltest?
  • Wo mangelt es Dir an Fülle? Wo hast Du Dich vernachlässigt und warst “sparsam Dir gegenüber”? Hast Du Dich mehr um die Bedürfnisse anderer gekümmert als um Deine? Es ist völlig in Ordnung, sich um andere zu kümmern, sich z.B. auch sozial zu engagieren, aber Du solltest nicht Deine eigenen Bedürfnisse vergessen und Dich, sondern Dir auch mal was Gutes tun, Dich mal verwöhnen. Das ist Balsam für Deine Seele und tut Dir gut. Selbst-Verantwortung ist hier auch ein Zauberwort. Wenn Du immer nur erwartest, dass andere Dir was Gutes tun, dann kannst Du unter Umständen lange warten. Du bist für Dich und Dein Wohlergehen verantwortlich und im Sommer, wenn es draußen schön ist, dann ist die beste Zeit, mal was zu unternehmen, wozu DU Lust hast. Zelebriere einen Wellnesstag, mach einen Ausflug, den Du schon lange machen wolltest oder leg Dich einfach mit einem schönen Buch in die Sonne. Horch in Dich hinein und finde heraus, was Dir guttut. Und, ganz wichtig, setze das auch um!
  •  Von was kannst Du Dich verabschieden? Was willst Du nicht mitnehmen? Welche Saat ist nicht aufgegangen? Welche Verbindung willst Du lösen? Dazu eignet sich ein Feuerritual, bei dem Du das verbrennst, was Du loslassen willst.
  • Wo bist Du in den vergangenen Monaten gewachsen? Feiere Dich und Deine Erfolge. Was kann und soll noch reifen? Was brauchst Du, um weiter zu wachsen und zu reifen?

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Sommeralltag

  • Genieße frisches Obst aus Deiner Region und iss saisonales Gemüse.
  • Geh in einen nahegelegenen Badesee schwimmen.
  • Mach eine Grillparty mit Freunden.
  • Tue Dir selbst etwas Gutes und verwöhne Dich. Gönne Dir eine Massage, Dein Lieblingsessen oder etwas, was Du schon lange einmal machen wolltest, es Dir aber versagt hast. Gönne Dir Fülle und schwelge darin.
  • Geh hinaus, mach eine Fahrradtour.
  • Mache einen Spaziergang und nimm bewusst die Fülle von Formen und Farben wahr. Setze Dich auf eine Wiese und schau einfach einmal genau hin, höre die Grillen zirpen und rieche die Blumen, das geschnittene Gras.

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Eine Anregung für ein Mittsommerritual:

  • Steh auf, wenn es noch dunkel ist, geht raus und suche Dir einen schönen Platz für den Sonnenaufgang. Nimm was zu räuchern, zu essen und zu trinken mit. Vergiss nicht eine kleine Opfergabe für die Natur und wenn Du magst, dann nimm auch eine Rassel oder Trommel mit und einige Gegenstände, die Dir etwas bedeuten, z.B. die Statue Deiner Lieblingsgöttin, Deinen Lieblingsstein etc.
  • Wenn Du an dem Platz bist, dann orientiere Dich in Richtung Osten, also Sonnenaufgang. Dazu brauchst Du entweder einen guten Orientierungssinn oder Du siehst es schon, wo es langsam anfängt zu dämmern. Wenn es noch finster ist, dann leistet ein Kompass gute Dienste.
  • Schmücke den Platz mit Deinen Sachen, platziere das Essen und Trinken auf einem schönen Tuch, am besten wäre ein rotes oder gelbes. Das Räucherwerk kommt in die Mitte. Und jetzt heißt es warten.
  • Wenn sich die Sonne zeigt, dann kannst Du trommeln, rasseln oder singen, am besten so lange, bis die Sonnenscheibe ganz sichtbar ist. Wenn Du Yoga machst, dann bietet es sich natürlich an, nun den Sonnengruß zu machen, drei oder sieben Mal, das sind magische Zahlen.
  • Meditiere oder mach eine schamanische Reise, Thema könnten Fruchtbarkeit, Fülle, Vertrauen, Nähren sein.
  • Genieße das, was Du mitgebracht hast, aber vergiss nicht, auch etwas an Mutter Erde zu opfern.
  • Mach am Abend eine Grillparty mit Menschen, die Dir am Herzen liegen.
  • Wenn die Sonne untergeht, dann denke daran, dass jetzt wieder die Nacht sich langsam ihren Raum zurückerobert, aber in einem halben Jahr wird sich das wieder ändern. Das ist der Kreislauf der Natur, es gibt in einem Kreis nichts lineares und auch in Deinem Leben gibt es Zyklen, die immer wieder kehren. So ist nichts auf ewig immer nur hell oder immer nur dunkel.mittsommer_05

Und jetzt Du! Wie feierst Du Mittsommer? Ich bin gespannt auf Deine Ideen! Schreibe mir doch einfach einen Kommentar.

 

Beltane – Was wächst und gedeiht bei Dir?

Beltane – Was wächst und gedeiht bei Dir?

Der erste Mai und damit Beltane ist einfach nur magisch, was soll ich da lange drumherum sprechen.

Nicht umsonst beflügelt er die Phantasie und ist Stoff für viele Legenden und Geschichten.

Volksbräuche

Goethe lässt Faust und Mephistopheles in der Walpurgisnacht auf dem Brocken beim Hexensabbat mittanzen.

Im Harz macht man inzwischen schon ein gutes Geschäft mit den Hexen und jedes Jahr gibt es dort ein ziemliches Spektakel.

Doch auch im christlichen Bayern hat der erste Mai seine Bedeutung. Es hat Tradition, dass der Maibaum streng bewacht wird.

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Schaffen es die Burschen aus der Nachbargemeinde ihn zu stehlen, muss er mit Bier und Brotzeit ausgelöst werden. In den ländlichen Gemeinden wird der Maibaum aufgestellt, oft noch mit reiner Muskelkraft.

Im Maibaum, der auch ein Fruchtbarkeitssymbol ist, lebt auf diese Weise der vorchristliche Weltenbaum weiter.

Die Walpurgisfeuer hatten jedoch nicht immer etwas mit Hexen zu tun. Walpurga als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut soll diejenigen vor Krankheiten beschützt haben, die zwischen zwei Walpurgisfeuern gegangen sind.

Nicht nur in Bayern, sondern auch in der Pfalz, der Eifel, im Hunsrück und im Saarland ist die Nacht auf der ersten Mai die Freinacht, in der viel Schabernack getrieben wird.

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Die Wahl der Maikönigin ist noch ein leiser Nachhall der Verehrung der Göttin in früherer Zeit, die für die Fruchtbarkeit der Erde sorgte.

In vorchristlicher Zeit sollen rituelle Liebesakte auf den Feldern Fruchtbarkeit und eine reiche Ernte schenken.

Die Maibowle wird sicher bei den Festen auch ihren Anteil dazu beigetragen haben, dass die Lebensfreude überschäumte.

Bedeutung

Gerade jetzt explodiert die Natur. Nach den Regengüssen im April und den steigenden Temperaturen ist alles grün.

Du kannst fast zu sehen, wie das Gras wächst und die Bäume immer mehr Blätter bekommen.

Überall wächst und blüht es. Die letzten Zugvögel sind zurück und überall wird gebalzt und gebrütet. Nicht umsonst wird der Mai der Wonnemonat genannt.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um auch bei Dir zu schauen, wo etwas wächst, wo gibt es etwas, das Dir Lust und Freude bereitet?

Das kann in jedem Lebensbereich sein, nicht nur in der Liebe.

Aber unterdrücke Deine Frühlingsgefühle nicht, wenn sie da sind.

Verständlich, dass viele mit Fruchtbarkeit direkt Fruchtbarkeit, also Schwangerschaft, Kinder, fruchtbare Erde, blühende Bäume etc. verbinden. Das ist auch alles richtig, aber dennoch zu kurz gegriffen.

 

tuch

Fruchtbar kann auch Dein Schaffen sein, Deine Kreativität, Deine Projekte.

Erinnere Dich – wie oft hast Du schon den Satz gehört oder selbst gesagt “XY (Mein Blog, Mein Buch, Der Podcast, Das Bild, Das selbst gestrickte Tuch, Die selbstgemachte Patchworkdecke etc.) ist mein Baby.”

Bei allen Dingen, die Du erschaffst, geht auch eine Art Schwangerschaft voraus.

Du hast eine Idee, dann kommst Du in die Planung und fängst irgendwann an.

Die meisten Projekte, die uns so wirklich wirklich befriedigen, sind nie schnell vollendet und meist auch mit Schwierigkeiten verbunden.

Jede Geburt bedeutet Unsicherheit und Schmerzen, auch die Geburt Deines Babys, das aus Deiner Kreativität, Deinem Innersten, Deiner Seele kommt. Wie wird es sein, wie wird es sich behaupten und wie wird es ankommen, wenn Du es nicht nur für Dich geschaffen hast?

In kreativen Projekten steckt oft so viel Herzblut. Wertschätze es, feiere es, feiere Deine Leidenschaft für Dein Projekt. Das hast Du und Dein “Baby” verdient.

Zelebriere das Leben, die ersten Schritte, die ersten Erfolge bei den Projekten, die Du begonnen hast. Auch das ist Beltane.

Ideen für Rituale

1. Feiere in der Natur

Mache ein Picknick im Wald oder bei einem schönen Baum, an Deinem Kraftplatz oder einem Ort, der für Dich eine besondere Bedeutung hat.

Bringe als Opfergaben für die Naturgeister Blumen oder Obst mit oder bastel einen Haarkranz aus Gänseblümchen.

Tanze und singe, egal ob Du allein oder mit Freundinnen dort bist. Lass Deiner Lebensfreude freien lauf

Mit welchen Wünschen willst Du Dich verbinden? Flechte sie in buntes Garn, das Du an den Zweigen befestigst.

Zeichne ein Labyrinth mit Mehl auf den Boden oder lege eines mit Zweigen und abgefallenen Tannenzapfen. Begib Dich mit einer Frage hinein und bitte um Antwort. Meditiere im Zentrum und lass Dich überraschen, in welcher Form Du eine Antwort erhältst.

Welche Deiner Projekte, die Du Ende des vergangenen Jahres/Anfang diesen Jahres begonnen hast, wächst und gedeiht? Feiere es und feier auch die kleinen Erfolge, denn sie sind Zwischenschritte auf dem Weg zum Ziel

Trage wie die Bäume und die Natur grüne Kleidung.

waldmeister

2. Maibowle

Sammel Waldmeister und bereite eine Maibowle zu. Du solltest ihn vor der Blüte sammeln, denn dann ist er am aromatischsten.

Nimm aber nicht zu viel Waldmeister, denn er enthält Cumarin und der kann ziemlich Kopfweh verursachen, nicht nur der Sekt.

Den Waldmeister solltest Du über Nacht anwelken lassen, denn dann entfaltet er am meisten Aroma.

Binde den Waldmeister zusammen. Gib  1 Liter Riesling oder Mosel und eine halbe Flasche trockenen Sekt in ein Gefäß und hänge den zusammengebundenen Waldmeister hinein. Die Stielenden sollten nicht in der Bowle hängen. Lass das Ganze 20 Minuten ziehen und genieße.
Wenn Du magst,  kannst Du noch 1 Zweig Zitronenmelisse und einen Zweig Minze dazugeben

Die alkoholfreie Variante besteht aus Apfelschorle mit frisch gepressten Zitronensaft.

feuer

3. Party mit Beltane-Feuer

Entzünde selbst ein Walpurgis – oder Beltanefeuer.

Früher war es Tradition, gemeinsam mit dem Liebsten über das Feuer zu springen und so die Bindung zu festigen. Das Feuer sollte reinigen und Fruchtbarkeit schenken.

Du kannst auch über das Feuer springen und seine transformierende Kraft dazu nutzen, das hinter Dir zu lassen, was Du nicht mit aus der dunklen Jahreszeit in den Sommer nehmen willst. Was hindert Dich daran, die Fülle zu gießen? Verbrenne es!

Mach eine große Party, bei der jeder etwas zu essen und trinken mitbringt.

Eröffne die Grillsaison und feier das Leben, die Liebe und die Freundschaft.

4. Reisen und Orakeln

Beltane liegt Samhain, dem Totenfest, im Jahreskreis nicht nur thematisch gegenüber. So sind auch jetzt die Schleier zwischen den Welten dünn.

Daher ist es eine gute Zeit zum Orakeln oder Dich auf eine Reise in die Anderswelt zu begeben.

Aber pass auf, wenn Du in der Nacht allein draußen unterwegs bist. Gerade jetzt sind die Feen unterwegs und schon mancher soll nicht oder erst nach vielen Jahren zurückgekehrt sein.

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Und jetzt Du: Wie feierst Du Beltane? Was wächst und gedeiht bei Dir? Schreib in die Kommentare und teile Deine Ideen mit uns.