Wozu brauchst du einen Medizinbeutel?

Wozu brauchst du einen Medizinbeutel?

Vielleicht hast du schon vom Medizinbeutel gehört und dich gefragt, was das eigentlich ist.

Ist das ein Säckchen mit Pflastern und Desinfektionsmittel? Vielleicht noch mit einer Pinzette und Verbandszeug?

Nun ja, irgendwie schon, aber im übertragenen Sinn.

Für mich meint Medizin im übertragenen Sinn all das, was dir, deiner Seele guttut, was sie heilt und was dir Kraft gibt, wenn es dir einmal nicht so besonders gut geht. Es ist einfach die Medizin der Seele.

Was meine ich genau mit der Medizin der Seele?

Was die Medizin der Seele ist, da gibt es ganz unterschiedliche Betrachtungsweisen und ich stelle dir hier meine vor.

Du kennst sicher verschiedene Situationen oder auch Menschen,die dich auslaugen, die dir Kraft nehmen und dich erschöpft zurücklassen.
Vielleicht bist du auch manchmal traurig und weißt gar nicht, woher das kommt und was eigentlich los ist.

In diesen Momenten ist deine Seele nicht im Gleichgewicht, sei es wegen inneren oder äußeren Einflüssen.

Manchmal haben wir auch die Neigung, uns genau das auszusuchen, was uns nicht guttut. Dann hocken wir wie ein gefangenes Tier in der Grube und haben keine Ahnung, wie wir aus der Situation befreien sollen.

 

Die Seele ist in solchen Momenten aus dem Lot geraten, aber du kannst ihr helfen, wieder in Balance zu kommen. Um aus solchen Tiefs herauszukommen ist es gut, die eigene Medizin der Seele zu kennen.

Wenn du in die Stille gehst, dann kannst du dir die Frage stellen, was eigentlich los ist und ich glaube fest daran, dass du eine Antwort bekommen wirst.

Das kann ein Gefühl sein, ein Bild oder ein Wort, das du hörst. Das ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich und daher solltest du dich nicht verunsichern lassen, wenn andere Bilder sehen und du ein Gefühl spürst oder vielleicht auch etwas riechst. Das eine ist nicht besser als das andere, nur eben anders.

Diese innere Stimme  – ich nenne es jetzt einfach mal so, aber du weißt ja jetzt, dass alle Wahrnehmungen, also Sehen. Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken gleich gut und richtig sind – spricht zu dir und wenn du in dich hörst, dann weißt du meist auch, was sie dir sagen will.

Du spürst es, ob Menschen dir guttun oder nicht.

Du merkst, ob dir ein Ort Kraft gibt. Nebenbei, so einen Kraftort kannst du dir auch selbst Zuhause einrichten.

Du weißt, welche Musik dich glücklich macht und welche dich runterzieht.

Du kennst die Bilder, die du brauchst, um wieder zu lächeln und dich gut zu fühlen.

Du kannst all das herausfinden, wenn du dich in der Stille auf deine innere Stimme einstellst und ihr Fragen stellst.

Das können Fragen sein wie

  • Was stärkt mich?
  • Was nährt mich?
  • Was tut mir gut?
  • Was gibt mir Kraft?
  • Was zieht meine Energie?
  • Was blockiert mich?
  • Was laugt mich aus?

Ich bin sicher, dir fallen da auch noch ein paar weitere Fragen ein.

Du siehst, das sind Fragen, die dich leiten und dich dabei unterstützen, freundlich und liebevoll zu dir zu sein.

Schenke dir deinen persönlichen Medizinbeutel

Aus den Antworten der inneren Weisheit kannst du dir deinen persönlichen Medizinbeutel machen. Keine Angst, ich drifte jetzt nicht zu sehr zu den Indianern, Karl May und Winnetou ab.

Ich würde dir empfehlen, dir einen echten Beutel zu machen.

Das kann ein simpler Stoffbeutel sein, den du nähst und vielleicht mit Kraftsymbolen bestickst oder bemalst, ein gewebter, gestrickter oder gehäkelter, egal.

Wichtig ist, dass du ihn selbst machst, denn dann hast du auch einen Bezug dazu, vor allem, wenn du ihn in einer konkreten Absicht fertigst.

Und im Ernst, erzähle mir nicht, dass du es nicht schaffst, zwei Seiten von einem Rechteck irgendwie zusammenzunähen. Dazu brauchst du auch keine Nähmaschine. Im Zweifel helfen dir Videos und Anleitungen auf Youtube und Google weiter wie zum Beispiel diese hier oder hier.

Du kannst natürlich auch einen Beutel aus Leder machen. Dazu nimmst du ein Stück Leder und schneidest einen Kreis aus. Dann stanzt du entlang des Randes Löcher hinein, siehst einen Faden oder ein Lederband durch, fertig. Es geht also auch ohne Nähen.

Wenn du nun diesen Beutel hast, was kommt da hinein?

Genau das, was dich stärkt, was dich nährt, was dir gut tut und was dir Kraft gibt.

Es können zum Beispiel kleine Ritualgegenstände sein, z.B. eine Göttinnenfigur, die du immer dabei hast.

Das können Symbole sein oder ein Stein. Rosenquarz oder ein rosa Chalcedon sind wundervoll für das Herz, Bergkristall für die Klarheit.

Das kann auch ein kleines Büchlein sein, in das du deine schönsten Erlebnisse eingetragen hast, das können Fotos sein, Karten deines Lieblingsdecks, Zettel mit Wohlfühl-Boostern, Bilder oder Figuren deines Krafttieres, Kräuter, Opfergaben für die Spirits, ätherische Öle und und und.

Fang einfach an, deinen Beutel zu befüllen. Mit der Zeit werden einige Dinge dazukommen, andere wirst du entfernen. Er ist nie komplett fertig, sondern er entwickelt sich mit dir mit.

Du bleibst auch nicht stehen und bist in einem Jahr ein anderer Mensch als heute. Genauso wird dein Medizinbeutel ein wenig anders sein, wenn du in einem Jahr reinschaust.

Jeder Mensch hat seine eigenen Kraftgegenstände und daher gibt es hier absolut kein richtig und kein falsch.

Richtig ist immer das, was dich nährt. Da ist es so was von egal, was andere denken.

Du bist allein der Mensch, der zählt, denn es ist dein Medizinbeutel.

Ich verspreche dir eines: wenn es dir schlecht geht und du dann den Beutel öffnest, in dem Büchlein blätterst oder mit deinem absoluten Lieblingsstein meditierst oder dich mit deinem Krafttier verbindest, dann wird es dir besser gehen.

Räuchern

Du möchtest eine Räucherung, die dich bei deiner Medizinarbeit unterstützt?
Dann mische
3 Teile Weihrauch
2 Teile Benzoe
1 Teil Myrrhe
1 Teil Rosmarin

Räuchere diese Mischung, wenn du den Beutel nähst, deine Erlebnisse aufschreibst, die Fotos zusammensuchst etc.

Alternativ kannst du natürlich auch ätherische Öle verwenden. Mit Weihrauch oder Palo Santo liegst du immer richtig. Rosmarin oder Pfefferminze schenken Klarheit und Patchouli fördert Erdung. Ich finde es auch schön, meinen Lieblingsduft im Medizinbeutel zu haben. Bergamotte gehört für mich definitiv dazu.

Die Öle haben auch den großen Vorteil, dass du sie überall hin mitnehmen kannst. Sie sind absolut unkompliziert in der Anwendung und du musst keine Angst haben, dass ein Rauchmelder anschlägt.

Und jetzt du: Kanntest du schon Medizinbeutel oder hast du vielleicht sogar einen? Erzähle doch einmal von deinen Erfahrungen!

 

Räuchern

Räuchern

Schon in uralter Zeit wurde geräuchert, sei es, um böse Geister oder Krankheiten (was oft ein und dasselbe war) zu vertreiben, den Göttern zu opfern oder einfach eine angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Geräuchert wurde, was gerade zur Hand war. Heimische Kräuter oder Harze wurden dafür verwendet, sei es einzeln oder in Mischungen. Und wer es sich leisten konnte, der zeigte seinen Wohlstand, indem er teure Harze aus fernen Ländern verwendete. In unseren Breiten gibt es vor allem in den katholischen Kirchen noch eine ausgeprägte Räucherkultur, aber das war es dann schon oft. Inzwischen erfreuen sich Räucherstäbchen und Räuchern mit Kohle wieder einer gewissen Beliebtheit.

Du brauchst zum Räuchern:

  • Ein feuerfestes Gefäß
  • Sand, hier reicht normaler Vogelsand völlig aus
  • Räucherkohle*
  • Räucherzange*
  • Feuerzeug
  • Räucherwerk, also Harze, Kräuter etc. Mit Weihrauch* liegst Du eigentlich immer richtig, wenn Du den Duft magst.
  • einen Fächer, um der Kohle Luft zuzuwedeln. Vorsichtiges Pusten geht aber auch.

Und so gehst Du vor:

  • Du füllst das Gefäß mit Sand. Das ist wichtig, denn selbst feuerfeste Schalen, z.B. aus Metall, können sehr heiß werden und die Unterlage beschädigen. Der Sand hält die Hitze ab.

  • Du nimmst die Räucherkohle mit einer Zange und entzünden sie mit dem Feuerzeug. Deine Finger solltest Du nicht nehmen, denn die Kohle glüht durch und wird sehr heiß. Die Räucherkohle sprüht meist kleine Funken, das ist völlig normal.
  • Sobald die Kohle durchgeglüht ist – Du erkennst das an der grauen Ascheschicht – legst Du das Räucherwerk in die Kuhle.

  • Kräuter, Blüten und Wurzeln verglühen recht schnell. Hier bietet sich an, ein Stück Alufolie oder ein wenig Sand in die Kuhle zu legen, damit die Pflanzenteile nicht zu schnell verglühen.
  • Genießen….

Bitte lass die glühende Kohle nie unbeaufsichtigt und gebe besonders gut acht, wenn sich in der Nähe Kinder oder Tiere aufhalten! Sei vorsichtig, wenn Du mit Glut oder Feuer arbeitest, denn Du trägst für Dein Handeln die Verantwortung.

Und jetzt Du: Räucherst Du regelmäßig? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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So machst Du einen Räucherfächer

So machst Du einen Räucherfächer

Heute wird es praktisch, denn ich verrate Dir, wie Du Dir ganz einfach einen Räucherfächer basteln kannst.

Es gibt wunderschöne Fächer mit Holz- oder Horngriffen zu kaufen, aber wenn Du Dir Deinen eigenen machen möchtest, ist es gar nicht so schwer.

 

 

Alles, was Du dazu brauchst, sind:

  • 4-6 Federn
  • Ein Stück aus einem Eierkarton
  • Filz oder Leder
  • Kleber
  • Wäscheklammern

Und so geht´s:

Wenn Du so ähnlich unterwegs bist, wie ich, dann wird es kaum eine Feder geben, die Du nicht aufhebst. Ich habe immer einige Zuhause und bei mir liegen sie auch im Osten auf dem Altar, als Symbol für Luft.

Du kannst auch im Internet Federn kaufen, aber ich finde es schöner, sie selbst zu sammeln. Wenn Du öfter draußen spazieren gehst, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du eine ausreichende Zahl an Federn gefunden hast.

Aus dem Eierkarton schneidest Du dieses Mittelteil, das die Eier voneinander trennt, aus. Das wird dann der Halter für die Federn.

Du drückst es zusammen und arrangierst die Federn so, wie es Dir am besten gefällt.

Dann füllst Du den Karton mit Kleber und drückst alles gut zusammen. Damit es beim Trocknen nicht auseinander geht, fixierst Du alles mit einigen Wäscheklammern.

Wenn alles gut durchgetrocknet ist, dann kannst Du noch auf den Karton Runen oder Symbole aufmalen.

Der letzte Schritt ist, den Eierkarton mit Filz, Stoff oder Leder zu verkleiden. Ich hatte bei meinem eigenen noch etwas Leder übrig, aber Filz oder fester Stoff sind genauso gut. Schneide ein passendes Stück aus und klebe das dann auf den Karton.

Du musst ein wenig aufpassen, dass alles schön glatt ist. Du fixierst das auch wieder mit Wäscheklammern, bis alles schön trocken ist.

Und das war es auch schon. Eigentlich ganz einfach, es braucht nur ein wenig Zeit, bis alles immer gut durchgetrocknet ist.

Viel Spaß beim Basteln.

Und jetzt Du: Hast Du einen Räucherfächer oder verwendest Du Deine Hand? Oder hast Du vielleicht nur eine einzelne Feder? Ich bin neugierig, erzähle es mir im Kommentar.

 

Räuchern – von schnell bis aufwändig

Räuchern – von schnell bis aufwändig

Räuchern tut mir immer wieder gut.

Ich überlege mir zuerst, was ich nehme, wie viel Zeit ich habe, nach welchem Duft mir der Sinn steht und was ich damit überhaupt bezwecke.

Das kann vom mich vor dem Schlafengehen ausräuchern über Meditation bis hin zum Hausausräuchern alles sein.

Vielleicht räucherst Du genauso gern wie ich und daher möchte ich Dir einfach erzählen, welche Möglichkeiten es zum Räuchern gibt.

1. Räucherkegel

Räucherkegel* oder Räucherkerzchen werden vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit verwendet. Du kennst sie sicher vom Weihnachtsmarkt und da werden auch die Räuchermännchen in allen möglichen Varianten dazu passend verkauft.

Räucherkegel bestehen meist aus Weihrauch, Kartoffelmehl, Holzkohle, Sandelholz und Rotbuchenmehl. Die ganzen Zutaten werden zuerst fein gemahlen. Wenn sie noch feucht sind, werden sie zu der typischen Form gerollt und dann getrocknet.

Du zündest sie oben an der Spitze an und pustest noch ein wenig nach, bis die Spitze tätsächlich rot glüht. Sie glühen dann langsam nach unten hin durch.

Achte aus ausreichende Luftzufuhr, sonst erlischt er wieder.

Aus was meine chinesischen Räucherkegel aus Malaysia bestehen weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sie die Form des chinesischen Geldsymbols haben. Wenn man sie benutzt, sollen sie Geld anziehen. Daher sind sie auch gelb, die Farbe von Gold.

Du solltest den Räucherkegel auf eine feuerfeste Unterlage stellen, denn sie werden heiß und können sonst Möbel beschädigen.

Wenn die Asche ganz abgekühlt ist, dann kannst Du sie ganz normal im Hausmüll entsorgen.

 

2. Räucherstäbchen

Räucherstäbchen* gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ziemlich beliebt sind Nag Champa*, die Du überall bekommt.

Räucherstäbchen bestehen aus Harzen und Hölzern, aber die genaue Zusammensetzung kennt nur der Hersteller. Es gibt sie mit Holzstäbchen, das Du in einen Halter stecken kannst oder auch ohne Trägerholz. Diese musst Du dann z.B. in Sand stecken.

Oft werden die Räucherstäbchen mit synthetischen Düften versetzt, aber es gibt auch welche, die nur aus natürlichen Materialien gefertigt werden. Die sind dann entsprechend teurer.

Ich  mag Räucherstäbchen gern zwischendurch und ich habe auch relativ kurze, die schnell abbrennen. Die haben auch den Vorteil, dass sie nicht zu lange zu intensiv duften.

Der Duft kann auch tatsächlich ein Thema sein. Kaufe Dir nicht gleich den Jahresvorrat, sondern probiere erst aus, ob Du den Duft verträgst.

Egal ob die Räucherstäbchen zu 100% natürlich sind oder nicht, manche Düfte können Kopfschmerzen auslösen.

Du zündest das Räucherstäbchen an der Spitze an, lässt am besten die Flamme von allein verlöschen und steckst es in einen Halter oder in Sand. Draußen kannst Du es auch in den Boden stecken. Achte darauf, dass die Asche aufgefangen wird, damit sich nichts entzünden kann.

Wenn ich draußen Räucherstäbchen verwende, dann nehme ich meist drei und schwenke sie auch drei Mal im Uhrzeigersinn. Ich ehre die so die Natur und die Geister und schicke meist auch einen kleinen Dank mit.

In Asien werden Räucherstäbchen täglich benutzt, um den Göttern zu opfern. Egal, ob Buddhist oder Hindu, in der näheren Umgebung der Tempel kannst Du Räucherstäbchen in dicken Bündeln kaufen und auch im Tempel selbst bekommt Du unterschiedliche Sets mit einer ungeraden Anzahl von Räucherstäbchen und meist noch ein Kerze und vielleicht auch noch eine Lotus-Blume dazu.

In den chinesischen Tempeln gibt es sogar Räucherkerzen mit mehreren Zentimetern Durchmesser, aber das ist eben für das Räuchern draußen gedacht. Sie brennen auch mehrere Stunden und Du kannst Dir vorstellen, wie eingequalmt Deine Wohnung wäre, wenn Du sie benutzen würdest.

 

3. Räucherschnüre

Räucherschnüre* haben eine lange Tradition in Tibet und Nepal. Sie bestehen aus Kräutern oder auch aus Seidelbastpapier, das mit Duftstoffen getränkt wurde.

Ich habe mir ein ganzes Pakte aus Nepal mitgebracht. Ich verwende sie gern am Abend, weil sie nicht so intensiv duften. Ich räuchere mich damit gern vor dem Schlafen aus und reinige so meine Aura.

Die Schnüre sind gegeneinander verdreht und Du zündest sie an dem Bogen an, nicht an den beiden losen Enden. Du kannst sie auch in Sand stecken, so dass sie langsam nach unten hin verbrennen oder in eine kleine Schale legen. Achte auch hier darauf, dass auch hier ein wenig Luft zirkulieren kann.

Traditionell werden am Morgen immer zwei Schnüre angezündet, um an die Polarität des Universums zu erinnern, aber ich nehme immer nur eines am Abend.

4. Kräuter verglimmen

Vor allem Salbei verglimme ich ohne Kohle in einem feuerfesten Schälchen. Das ist ganz pragmatisch ein kleiner Untersetzer aus Ton.

Du kannst ganz normalen Salbei nehmen oder Dir selbst welchen ziehen und die Blätter trocknen.

Ich breche die Blätter und drücke sie zu einer Kugel zusammen. Das geht sicher auch mit anderen Kräutern, aber ich habe bisher so nur Salbei verräuchert.

Damit reinige ich die Atmosphäre.

Hier muss ich aber auch gut Luft zufächern, damit die Kräuterkugel komplett durchglüht. Der Untersetzer wird auch schön warm, daher achte darauf, wo Du ihn absetzt, damit Du keine Möbel beschädigst.

 

5. Kräuterbündel

Sogenannte Smudge Sticks* oder Kräuterbündel bestehen meist aus Salbei oder es ist zumindest Salbei mit enthalten.

Meist werden sie zur Reinigung oder bei schamanischen Ritualen eingesetzt.

Sie werden angezündet und geschwenkt, damit auch ordentlich Luft daran kommt. Du kannst sie mehrmals benutzen.  Zum Löschen drückst Du sie am besten in Sand aus. Wenn Du sie mit Wasser löschst, dauert es ewig, bis sie wieder gut durchgetrocknet sind und wieder verwendet werden können.

Kleine Kräuterbündel kannst Du Dir auch selbst machen. Dazu nimmst Du ein paar Salbei- und Rosmarinzweige, vielleicht noch Thymian oder Lavendel. Du drückst die Zweige ganz fest zusammen und schnürst sie mit einem dünnen Baumwollfaden zusammen.

Vom Prinzip her kannst Du alle Kräuter nehmen, die Du magst und vielleicht auch noch ein paar Blüten dazugeben.

Der Faden muss unbedingt aus einem Naturmaterial sein, denn sonst verschmort er und stinkt fürchterlich.

 

6. Räuchertöpfchen

Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht, ob man sie überhaupt hier in Deutschland bekommt, denn ich habe sie in Malaysia gesehen und dort auch gekauft.

Das ist eine ganz praktische Variante statt des Räuchern mit Kohle. Das Töpfchen ist aus selbstentzündlichen Material und glüht durch. Dabei wird das Harz in dem Töpfchen verräuchert.

Auch hier brauchst Du eine feuerfeste Schale, die mit Sand gefüllt ist.

Du entzündest einfach den Rand des Töpfchen und stellst es auf den Sand oder in eine Steinschale. Die sollte auch auf etwas stehen, das hitzebeständig ist. Hier eignen sich besonders gut Korkuntersetzer.

Hier brauchst Du etwa 15 Minuten, bis das Töpfchen durchgeglüht ist. Für innen sind sie nicht geeignet, denn sie erzeugen so richtig viel Rauch. In einem kleinen Zimmer wird es sehr schnell sehr neblig. Am besten verwendest Du sie draußen bei Ritualen oder wenn Du ein ganzes Haus ausräucherst.

Auch hier kannst Du die Asche im Hausmüll entsorgen, wenn sie komplett erkaltet ist. Ganz sicher gehst Du, wenn Du die Asche noch mit Wasser ablöschst.

 

7. Räuchern mit Kohle

Das Räuchern mit Kohle ist am aufwändigsten und Du kannst schon daraus ein kleines Ritual machen.

Mein Tipp ist, dass Du auch tatsächlich Räucherkohle *nimmst und nicht die gepressten Naturkohletabletten, die aus Hölzern und Kräutern bestehen. Diese haben einen eigenen Geruch und glühen manchmal schneller durch als die Harze, die Du verräuchern willst. Ich habe sie mal ausprobiert und war nicht wirklich begeistert.

Beim Räuchern mit echter Kohle kannst Du reine Harze nehmen oder Mischungen.

Du kannst aber auch Hölzer, Wurzeln und Kräuter verwenden. In dem Fall streue ein wenig Sand auf die Kohle oder nimm ein kleines Stück Alufolie, denn sonst verbrennen die Kräuter statt langsam zu verglühen.

 

Und jetzt Du: Was ist Deine Lieblingsmethode, um zu räuchern? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

 

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Mabon – Was erntest du?

Mabon – Was erntest du?

Mabon oder die Herbst-Tagundnachtgleiche ist ein Wendepunkt im Jahr. Ab diesem Zeitpunkt regiert die Dunkelheit, auch wenn es zu Beginn noch nicht so deutlich wird, aber nun sind die Nächte wieder länger als die Tage.

Gerade im September wird das Licht weicher und taucht die Landschaft in ein angenehmes Licht. Vielleicht stehen noch ein paar Sonnenblumen in den Gärten oder auf den Feldern und Herbstblumen zaubern weitere Farbflecke in den Morgennebel.

Der Tau fängt sich in den Spinnennetzen und die Vögel sammeln sich, um in den Süden zu ziehen.


Die Blätter beginnen sich zu färben und es dauert auch nicht mehr lange, dann kannst Du Kastanien sammeln. Die sollen übrigens, wenn Du sie in der Tasche hast, Glück bringen.

Wenn Du jetzt auf dem Markt bist, dann kannst Du aus dem Vollen schöpfen. Heimisches Obst und Gemüse im Überfluss, herrlich oder?

Es ist die Zeit der Volksfeste, der Erntedankfeiern, Töpfermärkte und der Weinfeste. Auch die Kühe werden von der Alm herunter ins Dorf getrieben, prächtig geschmückt, wenn es keine Verluste gab.

Auch wenn die Tage noch warm sind und selbst der Oktober noch wunderschön sein kann, der Körper und die Seele bereiten sich langsam auf den Winter vor.

Ruhe kehrt ein.

Aber wie sieht es mit Deiner Ernte aus?

Silvester ist der traditionelle Zeitpunkt, an dem neue Vorsätze gefasst werden, aber auch im Frühjahr haben wir die Energie, um neue Projekte zu starten.

Manche Saat, manches Projekt ist aufgegangen und manche sind verkümmert.

Freue Dich über das, was Du geschafft hast und sei nicht traurig über die Sachen, die nicht so gelaufen sind, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Du hast, wenn Du etwas begonnen hast,  in jedem Fall etwas mitgenommen und sei es auch nur die Erfahrung. Mir ist es da nicht anders gegangen.

Mein Podcast-Projekt für meinen Reiseblog habe ich nach 6 Monaten eingestellt. Die Resonanz war nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Aber ich habe unheimlich viel gelernt. Ich weiß jetzt, wie ich Podcasts aufnehme, der ganze technische Kram eben. Ich kann mir auch noch einmal vorstellen, für diesen Blog einen Podcast zu starten, denn es hat mir auch viel Spaß gemacht.
Letztendlich hat mir auch mein Perfektionismus ein Bein gestellt, denn ich wollte Aufnahmen ohne Ähs und Ähms. Und frage nicht danach, wie aufwändig das ist, die rauszuschneiden…

Mein allererstes Webinar ging dank eines Stromausfalls gnadenlos in die Hose, aber ich weiß jetzt, wie ich ein Webinar über Hangouts veranstalte.

Was ich Dir damit zeigen will ist, dass es an Dir liegt, wie Du die Ergebnisse Deiner Anstrengungen bewertest: Lässt Du Dich dadurch entmutigen oder ziehst Du das Positive für Dich raus und machst weiter?

Sei daher dankbar für alles, was Du erreicht hast und auch für das, was nicht so geklappt hat.

Jetzt hast Du in den kommenden Monaten Zeit, Dich neu zu sortieren, zu planen und Dir zu überlegen, wo du stehst und welche Ziele Du erreichen möchtest. Und vor allem kannst Du Dich fragen, ob es wirklich Deine Ziele sind oder ob Du sie für jemand anders erreichen willst.

Wenn Du am Zweifeln bist, dann unterstütze ich Dich gerne dabei, Dir darüber klar zu werden.

Ein paar Ritualideen für Mabon:

  • Schmücke Deinen Altar mit Kastanien, Blättern, getrockneten Hagebutten und Nüssen.
  • Feiere das Ritual während des Sonnenuntergangs in die Dämmerung hinein.
  • Sammele Kastanien und Nüsse.
  • Gehe im Wald spazieren und nimm bewusst die Veränderungen in der Natur wahr, die bunten Blätter, die erdige Luft, die nun ganz anders riecht als im Frühling.

  • Meditiere mit Rosskastanien über Fülle und Ernte: Ihre schönen Zeichnungen halten Deine Augen beschäftigt und Du kannst Dich gut darauf fokussieren.
  • Bedanke Dich für die Erfahrungen, die Du in den letzten Monaten machen durftest. Sie haben Dich in jedem Fall weitergebracht, auch wenn die ein oder andere harte Nuss dabei gewesen sein sollte. Gerade diese Erfahrungen machen Dich stärker.
  • Starte jetzt mit einem Dankbarkeitstagebuch, in das Du jeden Tag alles, auch Kleinigkeiten einträgst, für die Du dankbar bist.
  • Sammele drei Haselnüsse. Visualisiere drei Wünsche und lass Deine Wunschenergie in die Nüsse fließen. Wirf sie über Deine linke Schulter und schaue nicht zurück. Wenn Du willst, dann schreibe die Wünsche auf, verstecke die Zettel und denke nicht mehr daran. Erst in einem Jahr öffne wieder die Zettel und schau, was in Erfüllung gegangen ist.
  • Übergangstage wie Sonnwenden und Tagundnachtgleichen sind auch gut geeignet, um zu Orakeln. Pack die Tarotkarten aus und lass Dich überraschen, was sie Dir erzählen. Oder nutze ein anderes Orakel und meditiere über die Botschaft.
  • Zünde ein Feuer an und verbrenne Kräuter vom Vorjahr.
  • Trommel oder rassel Dich ein wenig in Trance.
  • Begegne der Dunklen Göttin in einer Kraftreise oder einer Meditation. Welche Botschaft hat sie für Dich?
  • Opfere den Göttern und Geistern Äpfel, Birnen, Beeren oder Weintrauben. Mutter Erde oder die Erdgöttin der Fruchtbarkeit hat uns reich beschenkt. Gib ein wenig davon zurück.

  • Ein Gemüse- oder Zwiebelkuchen passt wunderbar für den Abschluss eines Mabon-Rituals, um Dich wieder zu erden.
  • Mache auch im Herbst einen energetischen Hausputz.

Möchtest Du Unterstützung bei einem Ritual oder einer Kraftreise? Dann maile mich an, ich bin gern für Dich da.

Und jetzt Du: Erzähle doch einmal über Deine Ernte! Ich freue mich auf Deinen Kommentar.